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Unten lesen Sie eine Diskussion über das Thema etwas lang geraten in der Rubrik Ich stelle mich vor, Teil der Kategorie Allgemeines. Der/die Autor(in) schreibt: Hallo, bevor ich hier den einen oder anderen Beitrag schreibe, möchte ich mich ein wenig vorstellen. Vor gut 10 Jahren waren aus Beobachtung und Beschäftigung mit wirtschaftspolitischen Themen bei mir ...
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#1 |
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Baumschuler
hat noch nix
Amigo
Registriert seit: 30.11.2010
Ort: Alto Alentejo
Beiträge: 18
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Hallo,
bevor ich hier den einen oder anderen Beitrag schreibe, möchte ich mich ein wenig vorstellen. Vor gut 10 Jahren waren aus Beobachtung und Beschäftigung mit wirtschaftspolitischen Themen bei mir Überlegungen herangereift, daß es in Deutschland und Europa mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in nicht all zu ferner Zukunft extrem kriseln wird und dachte mir, es wäre nicht schlecht Alternativen zu etablieren und zu erarbeiten. Als durch und durch optimistisch veranlagter Mensch wollte ich das natürlich unbedingt mit Positivem, etwas aufbauendem verbinden, sodaß die Energie, die man in derartige Projekte steckt, keinesfalls vergebens sind, zusätzlich Spaß und Freude machen. So dachte ich, falls die Situation in Deutschland mal unerträglich werden sollte, daß aufgrund soz. Spannungen, Verlust von Staatsautorität und inkompatiblen Bevölkerungsschichten es brodelt und kocht, wäre es nicht schlecht, auch mal die Koffer packen zu können um irgendwohin abhauen zu können. Aufgrunddessen hab ich mir erst mal ein kleines rollendes Häuschen in Form eines Wohnmobils auf Basis eines Allrad-LKWs gebaut, in dem man vollkommen autark über längere Zeiträume leben kann. Das Vergnügen sollte dabei natürlich auch nicht zu kurz kommen, insofern machen wir damit natürlich auch Urlaub. Die Bauphase (über 1 Jahr) war aber auch recht spaßig und lehrreich. Weiter kam die Idee auf, es wäre nicht schlecht irgendwo in Europa vielleicht ein oder zwei Grundstücke beizeiten zu kaufen, die man ggf. als Anlaufstelle nutzen könnte. Dazu kamen Fragen nach sozialem Umfeld, Möglichkeiten der Lebensmittelproduktion, Kriegswahrscheinlichkeit usw., usw. ..... Meine große Liebe gehört eigentlich dem äußersten Westen Kretas. Aber mein Ratio sagte: Griechenland ist ungeeignet, Portugal ist besser. Wir bereisten mit besagtem Wohnmobil über viele, viele Wochen Griechenland, und öfters die iberische Halbinsel, wobei uns Portugal immer besser gefiel als Spanien. Über Bekannte wurden wir auf eine Gegend am Albufeira de Montargil aufmerksam gemacht (Alto Alentejo). Hier haben wir vor rund 4 Jahren dann Gartenland gekauft, mit schönem Blick in die Landschaft, netten Nachbarn, mit Strom, Wasser, altem Bestand an vielen Obst- und Olivenbäumen - und noch mit viel Platz sich auszutoben, wenigen Nachbarn und einem kleinen Café in der Nähe. Seit 3 Jahren fahren wir nun in jedem Winter für 2-3 Monate mit unserem Wohnmobil und einem 4,5to-Hänger mit Baumaterial und Maschinen beladen runter und gestalten unsere Umgebung, z.T. auch mit Hilfe örtlicher Handwerker. Ungewollt und zufällig gehörte auch ein Teil eines halb verfallenen Langhauses dazu, welches wir inzwischen teilweise abgerissen und nach unseren Vorstellungen neu aufgebaut haben. Mit "wir" meine ich meine Frau und mich, und 2 Briards die typischerweise immer im Weg liegen. Diese Arbeit ist inzwischen ohne Komplikationen beendet - und hat komischerweise auch Spaß gemacht. Nur habe ich aufgrund der ungewohnt vielen körperlichen Arbeit jedes mal deutlich abgenommen und, wieder in Deutschland angekommen, war ich fit wie ein Turnschuh. Vor kurzem waren wir wieder im Alto Alentejo, da wir seit 2 Jahren unsere Oliven selbst ernten, zur Cooperative bringen und einen kleinen Teil (ca 30kg) einlegen. Halt die Menge, die man so braucht, um Familie und Freunde zu versorgen. Genauso wie mit dem Olivenöl oder den Orangen, Mandarinen, Granatäpfeln. Manches ernten wir nicht, weil wir zur betreffenden Zeit nicht vor Ort sind. Ende Dez. geht es dann vermutlich wie inzwischen gewohnt wieder runter. Da an dem Casinha nichts mehr zu machen ist, suche ich halt nach neuen Aufgaben, von denen ich immer eine Menge in petto weiß. Jetzt werde ich ggf. mal das Land teilweise strukturieren, teilweise terrassieren, vielleicht neue Bewässungsleitungen legen (die alten sind nicht mehr die besten), um es den Nachbarn, wenn sie sich während unserer Abwesenheit um die Bäume kümmern, etwas leichter zu machen. Einen größeren Dumper und Minibagger hatte ich mal per Hänger mitgenommen, die warten darauf auch mal beansprucht zu werden, zumal es morgens ja immer zur Stärkung frisch gepreßten Orangensaft gibt. Um leben zu können müssen wir "leider" auch arbeiten. Das machen wir intensiv für ca. 7-8 Monate im Jahr in Deutschland und wie der Name "Baumschuler" besagt hat es etwas mit der "Grünen Branche" zu tun, sind aber keine Baumschuler. Das restliche Jahr "arbeiten" wir in Portugal oder machen mal einen Badeurlaub am Mittelmeer. Im Sommer sind wir hier zuhause in Ostwestfalen. Dann gibt es keinen Grund wegzufahren. Im Garten, abends draußen in den Straßencafés, Biergärten oder den vielen Restaurants läßt es sich auch in Ostwestfalen ganz gut leben. Dazu schöne Parks und eine waldreiche Umgebung. Na ja, wir fühlen uns von April/Mai bis Oktober hier in NRW ausgesprochen wohl, manchmal sogar im Winter. Beide sind wir nicht sehr sprachbegabt, insofern ist das z.Zt. unser größter Knackpunkt bezüglich Portugal und nötig zu verbessern. Unsere 2 VHS-Kurse haben dazu geführt, daß wir zumindest in Gesprächen und Anweisungen an örtliche Handwerker mit etwas Energie immer erreichten was wir wollten, wobei ich teilweise auch mal durch Handskizzen erklären mußte, was wir wollen. Aber grundsätzlich war die Zusammenarbeit mit den portug. Handwerkern (Elektriker, Maurer, Baumaschinenschlosser, Kfz-Mechaniker) immer gut. Ohne Ausnahme alle sehr zuverlässig und fleißig. Haben sich exakt an Absprachen gehalten, auch wenn es aufgrund meiner mangelnden Sprachkenntnisse oftmals mühselig war, den Handwerkern klar zu machen, wie ich etwas ausgeführt haben möchte, was öfters doch anders war als sie es gewohnt waren. Für schwierigere Aufgaben (Behördenkram, Finanzverwaltung, auch manch privates) nehmen wir auch gerne einen inzwischen fast befreundeten portug. Rentner in Anspruch, der mal in Deutschland gearbeitet hat und in etwa so gut/schlecht deutsch spricht wie wir portug. Irgendwie kommen wir dann schon klar. Wir fühlen uns inzwischen richtig wohl dort, auch gut aufgehoben zwischen den einfachen, recht bescheidenen Nachbarn usw. Von daher habe ich unseren Entschluß für Portugal und für dieses Stück Land bislang noch keine Minute bereut. Zum Urlaub machen gibt es bestimmt bessere Plätze (auch wenn der nahe See sehr schön ist, ich die Korkeichen-und Kiefernwälder mag). Aber man braucht auch eine sinnvolle Beschäftigung, und die findet man selten an einem Strandhaus. - und ein wenig bauen, verändern, ackern ist ganz nach meinem Geschmack (aber immer nur solange es nicht in Arbeit und Zwang ausartet), auch ganz zum Gefallen der Landbevölkerung vor Ort . Ich denke, als Vorstellung hab ich nun genug preisgegeben und wenn ich gelegentlich einen Kommentar loslasse oder eine Frage habe, könnt Ihr sie besser einordnen. Gruß Joaquim (so nennen mich die Portugiesen unter Abwandlung meines Namens) |
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#2 |
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Paule
sagt: Basst scho!
Lusitano - Turista
Registriert seit: 09.02.2009
Ort: Kolbermoor
Beiträge: 3.160
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Servus Baumschuler bzw. Joaquim,
herzlich willkommen bei uns! Ich finde es gut, dass Du Dich so ausführlich vorgestellt hast. Mit Deiner Erfahrung wird es Dir bestimmt möglich sein, auf viele Fragen, die hier bzgl. leben und arbeiten in Portugal immer wieder gestellt werden auch kompetent Auskunft zu geben. Andererseits werden bestimmt auch Deine Fragen auf Interesse stoßen und beantwortet werden. Fühl Dich wohl bei uns und lass von Dir hören! |
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#3 |
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Lisa
Warum ist denn bloss der Winter zurueckgekommen??
Entusiasta
Registriert seit: 11.02.2009
Ort: Barlavento
Beiträge: 1.864
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Ich möchte mich Paule anschließen - Deine Vorstellung fand ich toll - sehr realistisch und optimistisch, ohne von nicht zu verwirklichenden Träumen geplagt zu sein!
![]() Ich wünschte vielen hier in Portugal landenden Menschen Deine Einstellung!! Viel Spaß im Forum und gibt es viele Dinge, die Du uns aber auch wir Dir beantworten können!! |
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#4 |
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Anita
diga, diga
Entusiasta
Registriert seit: 10.02.2009
Beiträge: 1.323
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Hallo Baumschuler,
herzlich willkommen im Forum. Ich kann Deinen Ansatzpunkt sehr gut verstehen, ich habe in Portugal nicht gefunden was ich gesucht habe, um so mehr freue ich mich zu lesen, daß es Jemanden gelungen ist den Lebensstil zu finden der eine Zukunftsorientierung entspannender macht als es der Rest der Welt im Moment ahnen läßt. Ich freue mich von Dir mehr im Forum zu lesen. |
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#6 |
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Baumschuler
hat noch nix
Amigo
Registriert seit: 30.11.2010
Ort: Alto Alentejo
Beiträge: 18
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Zitat von Tano
Hallo Tano, Sicher hat es in Portugal herrliche Strände, herrliche Ecken. Da gehe ich dann im Winter, Herbst oder Frühjahr spazieren. Nun, im Atlantik würde ich im Sommer baden gehen. Im Sommer genieße ich aber noch lieber unser zuhause in Deutschland. Und dann ist da noch meine Liebe zu den einsamen Stränden im süd-östlichen Mittelmeer. Da ist die beste Zeit so um Anfang Okt. Auch das Mittelmeer hat den einen oder anderen Reiz und Vorteil, für mich zumindest. Gruß Joaquim |
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#7 |
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Iris_K
pois ...
Super-Moderator
Registriert seit: 23.02.2009
Ort: Costa Azul
Beiträge: 4.986
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Hallo Joaquim,
ganz herzlich willkommen hier bei uns im Forum! Als Experte würden wir uns natürlich auch über Deine Tipps in unserem Unterforum Garten + Pflanzen in Portugal - Das PortugalForum - das Original freuen! Wir genießen die Strände hier auch im Winter besonders! Dann ist es leer und man kann tolle Spaziergänge mit dem Hund machen! LG Iris |
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