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Unten lesen Sie eine Diskussion über das Thema Erster Eindruck von Portugal in der Rubrik Reiseberichte aus Portugal, Teil der Kategorie Urlaub in Portugal. Der/die Autor(in) schreibt: Um 09.24 Uhr legten wir in Leixoes ab. Freunde aus Dänemark und Belgien, die wir in Galizien kennengelernt hatten, halfen uns dabei. Auf Langfahrt trifft man sich häufig wieder und ...
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#11 |
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suse
hat noch nix
Admirador
Registriert seit: 25.08.2011
Ort: Leider nicht an grossen Wassern
Beiträge: 115
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Um 09.24 Uhr legten wir in Leixoes ab. Freunde aus Dänemark und Belgien, die wir in Galizien kennengelernt hatten, halfen uns dabei. Auf Langfahrt trifft man sich häufig wieder und Einladungen von Bord zu Bord finden statt. Es wird viel und gern gekocht und an guten Tropfen mangelt es auch nicht.
Die Anreise nach Aveiro verlief relativ ruhig. Ein unbekanntes Objekt, dem wir mit einer Wende auswichen, entpuppte sich als schwimmender Autoreifen. Der Wind blies mit 2-3 Beaufort , die Sonne schien. Bei Dunkelheit kamen wir dort an. Als wir gerade im Vorhafen den Anker werfen wollen, teilt uns ein portugiesischer Fischer auf Deutsch mit, dass wir lieber fünfzehn Meter weiter backbord ankern sollen, da die von uns ausgewählte Stelle trocken fallen würde. Wir nahmen dankend seinen Rat an. Hatten wir doch schon einmal Pech gehabt. In Salcombe Harbour an der Südküste Englands. Dort hatten wir die Tide unterschätzt, die Yacht sich einfach auf die Seite gelegt. Plötzlich war alles verkehrt herum. So befand sich das WC auf einmal hoch an der Wand. Das war ein trüber Moment in meinem Leben. Welch eine Freude, als sich die Yacht nach ein paar Stunden mit dem einlaufenden Wasser wieder aufrichtete. Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück los, denn wir wollten uns gern den Ort ansehen. Die anfängliche Idylle der Ria de Aveiro entpuppte sich als Schiffsfriedhof, mit aufgelassenen Werften, fischverarbeitender Industrie und Resten von Salinen. Eine eigentümliche Ruhe und morbide Schönheit lag über allem. Es regnete stark, als wir endlich bei der Marina ankamen. Ein langgezogener Steg vor halbfertigem Bau. Wir wurden sehr nett empfangen. Die Dusche war warm und man bot uns Getränke an. Unaufhörlicher Regen, der Weg in die Stadt weit. Tut mir leid „pst“, wir haben Aveiro einfach geschwänzt, lieber gelesen und früh in die Koje gegangen. Sorry! Als wir Tags darauf die Ria de Aveiro verlassen wollten, hatten wir in der Hafenausfahrt so starke Strömung, dass die Maschine ausfiel und die Steuerpinne kaum zu halten war. Glücklicherweise konnten wir den Motor rasch wieder starten und so dem Wasser, das uns auf die Felsen drücken wollte, Widerpart bieten. Das neue Ziel war Figueira da Foz. Die Reise dorthin verbrachte ich liegend im Salon, obwohl ich mir zwischenzeitlich schon ein Akupressur-Armband gegen Seekrankheit zugelegt hatte. Das Geld war schlecht angelegt. Ja, soll ich noch mehr schreiben? Von Figueira da Foz ging es nach Nazare. Dort zwang uns das Wetter zu einer wundervollen neunwöchigen Pause, während der wir schöne Orte besuchten, wie z. B. Alcobassa, Batalha, Obidos, Coimbra, Penische, Santarem, Tomar, Fatima. Der nächste längere Aufenthalt war dann für sechs Wochen in Cascais. Auch von dort aus erkundeten wir Land und Leute: Ganz oft waren wir in Lissabon. Mehrmals in Sintra und auch in Evora. Über Sines, Lagos, Alvor, Portimao, Albufeira, Olaho gelangten wir schließlich nach Villa Real de Santo Antonio am Rio Guadiana. Die Grenze zwischen Portugal und Spanien. Wir fuhren noch ein paar Tage den Fluss hinauf, um den Abschied etwas hinauszuzögern. Am 30.03.2010 verließen wir Portugal, um nach Chipiona in Spanien zu gelangen. Die Zeit in Portugal empfinde ich als ein Geschenk des Lebens an mich. Suse Geändert von suse (03.09.2011 um 09:45 Uhr) |
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#12 |
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Paule
geniesst ein paar freie Tage :-)
Lusitano - Turista
Registriert seit: 09.02.2009
Ort: Kolbermoor
Beiträge: 2.608
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Hallo Suse,
da hast Du einige Wochen intensives Portugal ganz lapidar abgehandelt. Wäre schön, wenn da noch einige Ergänzungen kommen würden! ![]() Bzgl. Bilder einstellen gibt es einige Hilfestellungen, z.B. hier. Vielleicht hilft Dir das weiter? |
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#13 |
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suse
hat noch nix
Admirador
Registriert seit: 25.08.2011
Ort: Leider nicht an grossen Wassern
Beiträge: 115
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Hallo Paul,
lapidar abhandel wollte ich nicht, denke aber, dass es eine unendliche Geschichte werden könnte, die Euch zu viel Langmut abverlangen würde. ![]() Ersteinmal werde ich mich dem Fotoproblem widmen, damit ich Euch mein schwimmendes Zuhaus auf Zeit einmal bildlich vorstellen kann. Episonden gibt es reichlich und das Forum bietet gewiß oft Gelegeheit, sie einzuflechte. Schreiben und Lesen sind sowieso meine Hobbys. Ein angenehmes Wochenende wünsche ich Dir. suse |
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#14 |
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pst
... haelt inne...
Lusitano
Registriert seit: 02.08.2009
Ort: ..... am meer......
Beiträge: 3.713
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Zitat von suse
... verständlich... bei regen ist jede stadt halb so schön!!
![]() .. bin gespannt auf deine fotos.. vor allem vom segelschiff!!
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#15 |
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Paule
geniesst ein paar freie Tage :-)
Lusitano - Turista
Registriert seit: 09.02.2009
Ort: Kolbermoor
Beiträge: 2.608
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Zitat von suse
Glaube mir, wir lieben Geschichten, so dass diese gerne auch lang werden kann. Du musst ja nicht alles an einem Tag schreiben!
![]() Versuche es einfach mal, ich glaube, wenn es uns langweilig wird würdest Du es merken!
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#16 |
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suse
hat noch nix
Admirador
Registriert seit: 25.08.2011
Ort: Leider nicht an grossen Wassern
Beiträge: 115
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Ok Paule, dann schreibe ich gern weiter.
Es ist auch schön für mich, den Törn noch einmal mitzuerleben. suse |
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#17 |
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suse
hat noch nix
Admirador
Registriert seit: 25.08.2011
Ort: Leider nicht an grossen Wassern
Beiträge: 115
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Hallo pst,
nächste Woche fange ich an, mich mit dem Fotoeinstellthema zu beschäftigen und zuallerst wird das Segelboot zu sehen sein. Ich werde ein besonders schönes aussuchen, natürlich eines aus Portugal. suse |
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#18 |
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suse
hat noch nix
Admirador
Registriert seit: 25.08.2011
Ort: Leider nicht an grossen Wassern
Beiträge: 115
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Als wir an einem Donnerstag um 07.35 Uhr in der geschützten Marin ablegten,
ahnten wir nicht, dass die vor uns liegenden 42 sm zeitweise recht schauklig werden und zumindest einem Crewmitglied, nämlich mir, schlecht bekommen würden. Gegen 16.00 Uhr kamen wir in Figueira da Foz an. Beim Festmachen half uns ein Mann von einer französischen Yacht, wofür wir sehr dankbar waren, denn starke Strömung drückte unsere Schiff vom Steg weg, so dass viel Kraft erforderlich war. Kaum fest, bekamen wir Besuch von der Hafenpolizei. Sie waren etwas ungehalten, weil wir nicht auf ihre Pfiffe reagiert hatten, sie wollten uns nämlich in einer anderen Box haben. Wir hatten selbstverständlich die Pfiffe gehört, waren aber etwas pikiert darüber und hatten uns darum taub gestellt. Den Polizisten erklärten wir, dass wir uns nicht angesprochen gefühlt hätten und sie nahmen es freundlich und gelassen hin. Nachdem wir uns etwas aufgefrischt hatten, sahen wir uns im Hafen um. Schiffe betrachten: Wie sehen sie aus? Würden wir damit auch gern unterwegs sein? Woher kommen sie? Kennen wir evtl. jemanden? Ein immer wieder spannendes Vergnügen. Jetzt ist es an der Zeit, mal über mich als Seglerin zu sprechen. Ich kam zum Segeln durch die Liebe. Lernte einen Mann kenne, der schon geraume Zeit einhand in Ost-und Nordsee unterwegs war. Ich begleitete ihn während des Urlaubs und fand Gefallen daran. Dennoch bin ich nur eine Mitseglerin geblieben. Natürlich eignete ich mir während des Reisens immer mehr Fertigkeiten und Wissen an, erfüllte meine Aufgaben, kannte mich aus, doch habe ich niemals allein die Verantwortung getragen. Auf unserer monatelangen Reise fühlte ich mich immer sicher und geborgen, weil ich sozusagen in der zweiten Reihe stand. Entschied mit, verließ mich aber immer auf den Skipper. Er war es, der aus den Wolken am Himmel und den sich drehenden Winden Schlüsse zog. Er war es, der die Karten studierte und den Kurs festlegte. Es genügt nämlich nicht, sich auf die elektronischen Geräte verlassen zu können, wenn die ihren Dienst versagen, muss es ohne sie weitergehen. Für den Atlantik sind Wettervorhersagen für mehrere Tage oft ok. Im Mittelmeer nicht, da ändert sich der Wind abrupt und man muss sein Handwerk verstehen. Es war übrigens im Mittelmeer, wo ich doch einmal ein wenig eingeschüchtert war durch Wind und Wellen, doch dann gewöhnte ich mich an die üble Schaukelei. Das Mittelmeer ist nicht so tief wie der Atlantik und darum gibt es rasch höhere, kurze Wellen bei stärkerem Wind. Seekrank wurde ich dort übrigens nie. Wir hatten Hunger, natürlich war das Restaurant im Hafen noch nicht geöffnet. Vom Hafen in die Stadt benötigt man in Figueira da Foz nur einen Katzensprung. Wir kauften ein paar Lebensmittel, besuchten ein Cafe und kamen auf der Suche nach einem Restaurant an einer Grillstube vorbei, wo für uns eine richtungsweisende Begegnung stattfand. Wir lernten Frango kennen und lieben. Schnell waren wir handlungseinig und ab damit an Bord. Gemütlich unter der Petroleumlampe im Salon, dazu ein kühles Bier, schlossen wir den Törn ab. Am nächsten Tag sollte es bereits weiter gehen. Nazare war der Name des uns völlig unbekannten Ortes. Müde fielen wir in die Koje. suse Geändert von suse (05.09.2011 um 12:30 Uhr) |
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| gesetze, hilfe, land, leben, messe, natur, portugal, schiff, segeln, tempel, unterkunft, urlaub, wind |
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