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Unten lesen Sie eine Diskussion über das Thema Sprachurlaub an der Algarve in der Rubrik Portugiesisch + Deutsch: Übersetzungen, Grammatik, Tipps, Teil der Kategorie PortugalForum. Der/die Autor(in) schreibt: Hallo zusammen, bin gerade zurück von 2 Wochen Sprachurlaub in Faro. Sprachkurs 3 Stunden täglich (in einer Gruppe von max 8 Personen), Unterbringung in Gastfamilie. Genug Zeit, sich die nähere ...
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#1 |
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schaeta
hat noch nix
Admirador
Registriert seit: 26.05.2009
Beiträge: 65
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Hallo zusammen,
bin gerade zurück von 2 Wochen Sprachurlaub in Faro. Sprachkurs 3 Stunden täglich (in einer Gruppe von max 8 Personen), Unterbringung in Gastfamilie. Genug Zeit, sich die nähere und weitere Umgebung Faros anzuschauen - entlang der Küste per Bus, Bahn oder Schiff - durchaus empfehlenswert! Die Sprachschule Cial ist recht klein und familiär, die Lehrer sehr motiviert. Hatte Glück, eine Woche Einzelunterricht, danach waren wir zu zweit. Die zwei Wochen Sprachurlaub und das Tingeln durch die Algarve haben mir unheimlich viel gebracht, kann es jedem nur empfehlen. Einziger Wermutstropfen, in NRW wird Sprachurlaub im Ausland nicht als Bildungsurlaub anerkannt. LG, schaeta |
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#2 |
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Laura
hat noch nix
Amigo
Registriert seit: 15.06.2010
Beiträge: 15
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Hört sich echt super an ... darf ich ganz unverschämt mal nach den Kosten fragen ????
lg laura
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#3 |
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schaeta
hat noch nix
Admirador
Registriert seit: 26.05.2009
Beiträge: 65
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Hi Laura,
gehe mal auf die website: CIAL - Centro de Línguas Du kannst die Sprachreise auch ueber Internet buchen, es gibt Anbieter, die auf die Kurspreise 5 % online Rabatt einraeumen. Einfach mal googeln, Sprachurlaub Faro. LG, schaeta |
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#4 |
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Laura
hat noch nix
Amigo
Registriert seit: 15.06.2010
Beiträge: 15
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Hey schaeta ....
vielen lieben dank muss ich mir gleich mal ansehen =) Hoffe du hast dich zuhause schon wieder was eingewöhnt ...^^ LG laura |
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#5 |
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melissah
was eigentlich?
Amigo
Registriert seit: 27.07.2010
Beiträge: 19
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Ich habe vor, mich für Januar 2011 zu dieser Sprachreise anzumelden.
Bei uns in Niedersachsen wird es sogar als Bildungsurlaub anerkannt. Meinst Du, zwei Wochen sind vorerst ausreichend? Und die Schule ist gut? Auch für nackte Anfänger wie mich? (ich bringe mir die Sprache gerade selber bei, aber das kann man ja nicht wirklich)... 3 Stunden am Tag nur? Und dann? Was hast Du dann gemacht? Oh Gott, ich hab gerade so viel Fragen...
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#6 |
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schaeta
hat noch nix
Admirador
Registriert seit: 26.05.2009
Beiträge: 65
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Hallo,
wenn Du anerkannten Bildungsurlaub machen willst, mußt Du 30 Wochenstunden nehmen. Bei dieser (und anderen) Sprachschulen kann man zusätzlich zum Vormittagskurs Einheiten buchen. Was die Freizeitgestaltung angeht, auch ohne Auto bin ich mit Bus und Bahn die Küste rauf und runter - es gibt immer was zu sehen. Langeweile kam nie auf. Und ins Gespräch mit Portugiesen kommst Du so auch! Zum Reisezeitpunkt Januar: bedenke, daß die meisten Wohnungen nicht geheizt sind und auch in der Sprachschule wird mit Radiatoren gearbeitet. Klein, familiär, super Atmosphäre, aber nicht luxerios! Dafür wirst Du wohl nicht allzuviele Mitschüler haben, was die Effizienz des Kurses deutlich erhöht. Ich hatte Glück, die erste Woche Einzelunterricht, die zweite Woche waren wir zu zweit. So darf es nächstes Jahr gerne wieder sein - denn natürlich mache ich wieder Sprachurlaub in Faro - sagt das nicht alles? So, jetzt habe ich genug die Werbetrommel gerührt. LG, schaeta |
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#7 |
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Unregistriert
hat noch nix
ändern
Gast
Beiträge: n/a
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Ich habe vor gefühlten hundert Jahren mal Bildungsurlaub bei CIAL in Lissabon gemacht. Auch damals war die Erfahrung sehr gut. Die Schule war hochprofessionell, sowohl im Unterricht als auch beim angebotenen Rahmenprogramm. Trotzdem war die Atmosphäre duch die kleinen Gruppen sehr familiär und persönlich.
Freue mich, dass sich offensichtlich die Qualität von CIAL gehalten hat. |
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#8 |
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melissah
was eigentlich?
Amigo
Registriert seit: 27.07.2010
Beiträge: 19
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Vielen Dank,
bestätigt mir nur, dass ich einen richtigen Schritt mache ![]() Juhu, im Januar gehts los... freu mich schon riesig!!! |
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#9 |
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schaeta
hat noch nix
Admirador
Registriert seit: 26.05.2009
Beiträge: 65
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REISEBERICHT - 2 Wochen Sprachurlaub in Faro, Algarve - Sprachschule Cial, Standardkurs, Unterbringung in Gastfamilie
![]() Kurzfassung: Eine wunderbare Erfahrung - nächstes Jahr fahre ich wieder hin, "para matar saudades" - sagt das nicht alles? Und hier der ausführliche Bericht: Island, Vulkanasche, stornierte Flüge - was ist mit meinem Flug nach Faro? Anfang der Woche ging nichts, aber zum Glück ist es Samstag wieder OK, Germanwings fliegt wie geplant. Übrigens, Montag ist Faro schon wieder geschlossen. Glück gehabt. So bin ich also Samstag abend gut in Faro angekommen. Die Maschine ist pünktlich gelandet und meine Tasche kommt ausnahmsweise ganz schnell. Dann bekomme ich das letzte freie Taxi und bin 15 min später an meiner Urlaubsadresse. Meine Vermieterin steht schon auf dem Balkon und wartet auf mich. In Faro wohne ich also in einem Privatzimmer bei einer älteren Dame. Ein weiteres Zimmer ist permanent untervermietet. Mein Zimmer ist relativ groß und etwas antiquiert möbiliert. Dafür ist die Akustik (min. 3 bellende Hunde in den Nachbarhäusern und ziemlich viel Verkehr) recht authentisch – kann sogar die Balkontür die ganze Nacht auflassen, denn die Einfachverglasung dämmt kaum Geräusche. Ist bei meinem (Tief)Schlaf aber eigentlich egal. Das Bad teile ich mir mit dem ständigen Untermieter, der aber anscheinend kaum da ist – jedenfalls läuft er mir in den ganzen zwei Wochen nicht über den Weg. Ganz gut so, denn das Bad kann man nicht abschließen. Dafür ist die Lage der Wohnung ideal: 5 min zu Fuß zur Schule, 10 min bis zur Marina (kostenloses Internet), 8 min bis zum Parque Alameda (ebenfalls kostenloses Internet). Zum Frühstück gibt es immer frische Brötchen, Belag nach Wunsch, sogar sonntags fährt meine Vermieterin extra zum Markt, da das naheliegende Café geschossen ist. Sie gibt sich viel Mühe und spricht zum Glück recht langsam portugiesisch. Es ist schön, den Tag mit einem gemütlichen Frühstück und einer Unterhaltung auf portugiesisch beginnen zu dürfen. Ansonsten bietet Faro eine schöne Altstadt mit großer Fußgängerzone, eine noch ältere Altstadt innerhalb der Stadtmauer, viele kleine Parks, Bänke, tja, und Vögel - der Stolz der Portugiesen. So werde ich an meinem ersten Sonntag im Park nahe der Marina zum ersten (und hoffentlich letzten) Mal in Portugal beschissen – von einem Vogel natürlich. Deshalb habe ich Mails auch öfter auf meinem Zimmer vorgeschrieben, um den Laptop nicht zu lange etwaigen Flugobjekten auszusetzen. Außerdem schreibt es sich am Tisch und mit Maus einfach besser. Es gibt es auch kostenloses Internet in der Sprachschule, entweder auf den 4 eigenen PC's oder seit Mitte Mai 2010 wireless für den mitgebrachten Schläppi. ![]() Faszinierend ist, dass überall Störche brüten, manchmal bis zu 3 Nester auf einem Gebäude – und alle schon mit Nachwuchs. Mitten auf einer Kreuzung auf einer Straßenlaterne wohnt ein Storch mit 2 Jungen, darunter fahren die großen Busse. Nach dem fünften Nest oder so habe ich aufgehört zu fotografieren. Die Portugiesen werden bestimmt nicht aussterben bei so vielen (Klapper)Störchen… ![]() Den Strand kann man nur von weitem erahnen, ohne Bus zur vorgelagerten Ilha de Faro oder Boot zur Ilha Deserta bzw. Ilha de Farol läuft hier nichts. Aber das spare ich mir für einen anderen Tag auf, habe ja noch viele vor mir. Das Wetter kann besser nicht sein, kuschelige 26 – 28 °C tagsüber, abends kommt ein leichter Wind auf, aber um 20.30 Uhr Ortszeit wird es hier eh dunkel, es ist ja erst Mitte Mai. Der erste Tag (Sonntag) ist der Orientierung gewidmet. Meine Füße betteln nach einigen Gewaltmärschen schon um Gnade, aber dafür kenne ich nun die meisten Straßen von Faro. Mittags kehre ich bei einem der zwei Inder zum Mittagsmenu ein, vegetarisch für 6 Euro mit Parpadom, Gemüsecurry, Wasser & Tee, so kann es gerne weitergehen. Eisdielen sind hier im Gegensatz zu einigen Touristenorten relativ rar. Aber diesen Sonntag ist auch einiges geschlossen, ist ja noch keine Hauptsaison. Ansonsten ziehe ich mir meine drei Langenscheidt Vokabel-CDs noch mal rein und wiederhole etliche Lektionen Grammatik – als Vorbereitung auf den Einstufungstest bei Cial. Das Reden mit Taxifahrer, Vermieterin und im Restaurant klappt bisher erstaunlich gut. Restaurants in Faro gibt es reichlich, in allen wird ein spezielles Mittagsmenu angeboten, das preislich kaum zu schlagen ist.. In den nächsten Tagen probiere ich auch noch portugiesische Spezialitäten wie z.B. Bacalhau à bras. ![]() Tja, und Montag ist es dann so weit – Einstufungstest - oh Gott, bin ich nervös. Den ersten Test habe ich so gut bestanden, dass ich gleich noch einen machen darf. Jetzt bin ich auf Niveau 3 eingestuft (3. Lehrbuch Português XXI) und habe Einzelunterricht, da es auf diesem Level diese Woche keine Gruppe gibt. Dafür aber leider auch nur 2 statt 3 Stunden, da intensiver. Egal, kann ja nachmittags oder abends noch privat lernen. Nach den Einstufungstests findet noch ganz normal Unterricht statt, die Zeit geht also nicht von den Stunden ab - das finde ich sehr fair. Die Schule befindet in einem älteren Gebäude mit wunderschöner Fassade, die Unterrichtsräume sind einfach, aber ausreichend ausgestattet. Die Lehrerinnen und alle anderen Angestellten sind sehr nett und freundlich - man fühlt sich gut aufgenommen. Viele Schüler gibt es im Mai nicht, deshalb findet auch wenig Rahmenprogramm statt. Egal, bin eh kein Gruppenmensch und organisiere meine Trips lieber selber. Nach ein paar Tagen ist die Temperaturen auf 30 °C gestiegen und ich bekomme langsam aber sicher einen Stadtkoller. Faro ist schön für 2 – 3 Tage, aber leben möchte ich hier nicht. Die Nähe zum Flughafen und die vielen Hochhäuser erzeugen einen ziemlich hohen Geräuschpegel. Direkt zu Fuß Landschaft zu erreichen, bedeutet einen Gewaltmarsch ins Landesinnere, die Wanderwege der Ria Formosa sind von hier aus leider nicht direkt zu erreichen. Nun werde ich mich also mit dem Bus- und Bahnsystem auseinandersetzen. Im Forum Algarve informiere ich mich über Internet per UMTS. Allerdings bekomme ich hier keinen simlockfreien Stick, den hätte ich mir aus Deutschland mitbringen sollen. Also werde ich weiterhin die kostenlosen Wifi-Spots nutzen. Mittwoch fahre ich nach der Sprachschule mit dem Zug nach Olhão. Auf Portugiesisch das Ticket gekauft und Mitreisende nach dem richtigen Gleis gefragt - die Zugfahrt war easy. Nach einem Stadtrundgang schlage ich mich zur Fuß bis zum Parque Natural de Ria Formosa durch. Der Park ist schön, viel Natur & Sonne. Allerdings scheint der Park in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken, die Zwinger der Wasserhunde sind leer, die sanitären Einrichtungen in desolatem Zustand. Donnerstag bin ich faul: 2 Stunden unterwegs mit dem Boot – von Faro durch die Ria Formosa zur Ilha de Faro und wieder zurück – nette kleine Tour, kann endlich mal meine Füße in den Atlantik packen. Die ganzen Vogelnamen kann ich mir dann allerdings nicht merken – obwohl der Kapitän sich wirklich Mühe gibt, mich auf Portugiesisch über alles zu informieren. Bekomme immer extra Infos, die es auf Englisch nicht gibt. Mein klarer Favorit ist und bleibt das Barlavento, die vorgelagerten Inseln mit dem Naturschutzgebiet sind zwar hübsch, aber unpraktisch, wenn man mal eben an den Strand will. Zu Fuß geht hier nicht viel. Freitag ist die Schule schon so früh (sprich pünktlich) aus – normalerweise machen wir doch eher 3 bis 3,5 Stunden incl. einer halbstündigen Pause für eine Bica im nahegelegenen Café - trotz Einzelunterricht, hier schaut keiner auf die Uhr. Also beschließe ich nach Tavira zu fahren. Tavira ist eine schöne kleine Stadt mit der Altstadt auf beiden Seiten des Flusses und wenigen Hochhäusern. In Tavira sehe (und kraule) ich übrigens endlich einen portugiesischen Wasserhund. Auch die vorgelagerte Ilha de Tavira mit einem kleinen Wald ist einen Besuch wert. Nach 1 km Fußmarsch von Tavira Richtung Meer gibt es eine kleine bezahlbare Fähre. So gesehen, hätte ich dort auch einen vollen Tag verbringen können. Einzig das Mittagessen (Pizza mit Cola Zero für kleines Geld) hätte ich besser nicht gemacht, komme danach noch an 3 (drei!!!) Indern vorbei. Und das, wo nette indische Restaurants in Faro und Olhão eher selten sind… Nach der Bahnrückfahrt gibt es dann noch den abendlichen Snack an der Marina (Mehrkornbrötchen mit Banane – ja, bei Mini Preço gibt es inzwischen knusprige Mehrkornbrötchen). Die Sonne ist schon untergegangen bzw. hinter den Häusern versteckt und somit sind es nur 25 °C, da fängt man hier schon an zu frösteln – schließlich ist es sonst weit über 30 °C. Mir graut schon vor dem Wetter in Deutschland… Samstag Morgen um 09:30 Uhr geht mein Zug nach Loulé, komme pünktlich am Bahnhof Loulé an und muss feststellen, dass ich ganz alleine in der Pampa bin. Also rauf auf die nächste Anhöhe (Brücke) und schon kann ich in der Ferne die Häuser von Loulé erkennen. Für die Ortskundigen, der Bahnhof liegt südlich der Autobahn – eine gute Stunde Fußmarsch (schnelles Tempo) von der Stadt entfernt – um den einen Berg rum und dann immer bergauf. Ich komme auch an einigen Bushaltestellen vorbei, allerdings kommt kein Bus. Die Strecke ist nicht nur landschaftlich sehr schön, sondern führt auch noch an einem Hinweisschild zum privaten Tierheim Canil de São Francisco Assis vorbei, dass ich immer mit meinen Einkäufen bei Amazon unterstütze (frame). Nachdem ich dann also in Loulé den berühmten Samstagsmarkt und den großen Zigeunermarkt angeschaut und die meisten Straßen und Plätze der Stadt kennen gelernt habe, gehe ich auf dem Rückweg zum Bahnhof dann noch das Tierheim entlang kleiner Nebenstraßen suchen. Werde auch nach ein paar Kilometern fündig, leider ist es am Wochenende ohne vorherige Anmeldung nicht offen – schade! Also merken – Loulé mit dem Überlandbus anfahren, der Busbahnhof liegt zentral! Sonntag ist eigentlich Faulenzen auf der Ilha Deserta dran. Dann die Katastrophe: ich wache morgens auf und es scheint zum ersten Mail keine Sonne! Kurzfristig entschlossen gehe ich also zum Bahnhof und fahre mit dem Zug nach Villa Real Sto Antonio, die Endstation der Linha Algarve in östlicher Richtung. Die Sonne und ich, wir kommen beide dort an. Den Ort am Grenzfluss zu Spanien schaue ich mir an, dann gehe ich den Fluss entlang bis zur Mündung und über den Strand nach Monte Gordo. Nach einem kurzen Stop in einem Restaurant an der Strandpromenade, laufe ich dann noch bis Praia Verde / Monte Fino / Aldeia Nova durch das Naturschutzgebiet (Wald- und Dünenlandschaft), und weil es so schön war, auch noch zu Fuß zurück nach Vila Real. So hässlich wie Monte Gordo auch ist, das Umland ist wunderschön. Auch die Zugfahrt ist durchaus lohnend, die Bahn fährt streckenweise sehr nach an der Ria Formosa und durch die Sumpflandschaft vor Villa Real. Vögel kann man so reichlich beobachten. Dies ist die teuerste Fahrt bisher, Euro 4,15 pro Strecke. Zum Vergleich, Faro bis Lagos (Endstation in die andere Richtung) kostet Euro 5,85. Man muss sich halt nur erkundigen, ob die Bahnhöfe auch in der Nähe vom gewünschten Tagesziel sind. Günstiger kann man nicht reisen und die personalstarke Linha Algarve bietet auch noch jede Menge Gelegenheit, die Sprache zu üben. Habe viele aufgeschlossene mitreisende Portugiesen getroffen. Möchte die Bahnfahrten nicht missen. ![]() In der zweiten Woche habe ich keinen Einzelunterricht mehr, wir sind jetzt zu zweit. Teile mir den Unterricht (nun auch offiziell 3 Stunden) mit Eva aus Spanien - die kann reden wie ein Wasserfall, bei mir reicht es eher für ein Bächlein... Dienstag fahre ich mit dem Bus auf die Ilha de Faro und verbringe den Nachmittag am Strand, faulenzend und wandernd. Mittwoch hören wir sehr pünktlich mit dem Unterricht auf, da Eva und ich um 13.00 Uhr mit der Fähre auf die Ilha Deserta fahren. Diese Insel ist der südlichste Punkt Portugals und ist völlig unbewohnt. Es gibt nur ein Restaurant und einige wenige Fischerschuppen. Dafür aber einen sehr schön angelegten Naturwanderweg auf der Inlandsseite der Insel, der nach gut 30 min Fußweg auf die Strandseite wechselt. Am Strand kann man auch laufen – bis zu 13 km eine Strecke. Das haben wir allerdings nicht gemacht. Donnerstag fahre ich dann mit einem (motorisierten) Mitschüler aus einem anderen Kurs nach Westen und zeige ihm Alporchinhos und Senhora da Rocha. Nach einer leckeren Dorade am Strand fahren wir zur Lagune von Salgados. Die Lagune ist voller Flamingos - das kenne ich sonst nur in der zweiten Oktoberhälfte. In dieser Gegend mache ich seit Jahren Urlaub. Per Bahn ist die Anreise nicht empfehlenswert, man kann auch mit dem Bus nach Armação de Pêra fahren. Mit dem Auto ist es natürlich einfacher. Freitag Mittag ist plötzlich die Schule aus, die Zeit verging wie im Flug. Die Verabschiedung fällt sehr herzlich aus, wir versichern uns, in Kontakt zu bleiben. Schade, hätte gerne noch weiter gelernt. Die Schule bietet Sprachkurse bis auf Level 6 an, danach gibt es noch einen zweimonatigen Vorbereitungskurs auf das Zertifikat DUPLE, die höchste Prüfung Portugiesisch als Fremdsprache. Da will ich auch mal hin, beschließe ich spontan. Die nächsten Sprachurlaube sollen mir auf diesem Weg helfen. Freitag Nachmittag setze ich mit der Fähre bei ziemlich windigen Wetter auf die Ilha de Farol über, das lohnt sich aber weder von der Insel noch vom Wetter her, einzig die Überfahrt macht Spaß, denn es schaukelt ganz schön. Nach 90 Minuten auf der Insel fahre total durchgefroren wieder zurück. Ausnahmsweise ist es nur Anfang 20°C und durch den Wind eiskalt. Samstag dann mache ich eine Hammertour - bin rückblickend ziemlich stolz auf meine Kondition: Um 10.00 Uhr komme ich per Bus mitten in Quarteira an. Die Busfahrt ist zwar nicht so angenehm wie die Bahnfahrten, aber der Bahnhof von Quarteira ist Loulé - und wie ich aus eigener Erfahrung weiss, liegt dieser Bahnhof nicht direkt an der Küste! Laufe am Strand entlang bis nach Vilamoura, um die Marine herum und dann noch den halben Strand Praia Falaisia / Praia Rochas Baixinhas entlang. Schön, aber nicht so beindruckend, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Da ich mir Quarteira noch nicht angeschaut habe, verwerfe ich die Idee, bis nach Olhas de Agua zu laufen. Also zurück im Inland parallel zum Strand, an den römischen Ruinen vorbei, ein bisschen durch Vilamouras angelegte Park- und Golfplatzlandsschaft zurück nach Quarteira. Mit den vielen Hochhäusern ist der Ort eigentlich furchtbar hässlich, was also soll ich tun mit dem Rest des Tages? Strände anschauen südlich von Quarteira. Und siehe da, es tun sich wunderschöne Strände mit viel Natur dahinter auf: Wald, Lagunen, Sumpflandschaften und dann der Golfplatz von Vale de Lobo. Danach ist der Strand gesperrt, es wird ziemlich gebaggert und ein riesiges Bauschiff liegt vor dem Strand. Also nach Diskussion mit den Arbeitern laufe ich einfach durch die Anlage Vale de Lobo (Hotel, Golfplatz, etc.) und schlage mich dann über Arbeits- und Versorgungswege vor Quinta do Lago wieder zum Strand durch. Jetzt noch zurück nach Quarteira – nee. Also, auf zur Ilha de Faro. Es kommen noch ein paar schöne Strände mit Hinterland und dann die Halbinsel Ilha de Faro entlang bis zur Brücke mit der Bushaltestelle – nun bin ich ziemlich platt. Um 17.00 Uhr per Bus zurück nach Faro. Kurz in der Wohnung geduscht und dann geht es zur Marina, ein bißchen ins Internet surfen. Der Abend klingt aus mit einem Open Air Konzert. ![]() Sonntag, mein letzter Tag: Ich bleibe in Faro, am späten Nachmittag fahre ich per Taxi zum Flughafen. Bis zum Bus ist mir mit Gepäck zu weit. Sonntag spät abends bin ich zuhause. Zuhause? Das ist gefühlt mittlerweile eher in Portugal - hier will ich irgendwann leben. Dafür lerne ich die Sprache. Meine Motivation ist hoch. Es gibt noch so viele Orte an der Algarve und im Alentejo, die ich sehen möchte. Meine Erfahrung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Alleinreisen ist durchweg positiv. Habe gerade dadurch viele nette Leute getroffen - meist Portugiesen. Es war eine perfekte Kombination aus Sprachreise & Urlaub. Im Herbst fahre ich nach Portugal, diesmal ins Barlavento, eine reine Urlaubsreise. Die nächste Sprachreise ist für Mai 2011 geplant. Wo? In Faro natürlich, für 2 Wochen. Gebucht habe ich wieder bei Kolumbus-Sprachreisen. |
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#10 |
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Ellen
...........
Super-Moderator
Registriert seit: 10.02.2009
Ort: südlich von Berlin
Beiträge: 6.875
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Toller Bericht Schaeta, da musst also eine ganze Menge gelernt haben und nicht nur im Unterricht, oder?
Und sch.... auf den Vogel ;-) Ellen |
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