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Unten lesen Sie eine Diskussion über das Thema Portugal kämpft gegen die Armut! in der Rubrik Portugal Allgemein, Teil der Kategorie PortugalForum. Der/die Autor(in) schreibt: Deutsche Welle News http://newsletter.dw-world.de/re?l=ew78jol465uessl6 22.12.2010 Portugal kämpft gegen die Armut Portugal muss sparen, um sein Haushaltsdefizit auszugleichen. Die Einsparungen treffen nicht nur die sozial Schwachen, sondern auch die Mittelschicht. Für ...
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#1 |
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Tatuzinho
voltou!
Entusiasta
Registriert seit: 12.02.2009
Ort: Santa Catarina/BRASIL
Beiträge: 1.112
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Deutsche Welle News
http://newsletter.dw-world.de/re?l=ew78jol465uessl6 22.12.2010 Portugal kämpft gegen die Armut Portugal muss sparen, um sein Haushaltsdefizit auszugleichen. Die Einsparungen treffen nicht nur die sozial Schwachen, sondern auch die Mittelschicht. Für viele ist die Nahrungsmittelbank die letzte Zuflucht. Im Lager der Lissabonner Nahrungsmittelbank gegen den Hunger herrscht Hochbetrieb: Drinnen stapeln freiwillige Helfer Paletten mit Reis, Nudeln und Konserven - Handkarren rattern. Draußen auf der Rampe werden Kleinlastwagen und Autos beladen. Über alles wird akribisch Buch geführt: zwei Kisten Reis und Kartoffeln für das Rote Kreuz, Thunfischdosen und Gemüse für die Caritas. Die Nahrungsmittelbank ist keine gewöhnliche Bank. Statt Geld zu verleihen, verteile sie Essen, erklärt Isabel Jonet, die Gründerin und Direktorin. Die Lebensmittelbank sammele überschüssige Produkte aus der Nahrungsmittelindustrie, der Landwirtschaft und von Märkten, die ansonsten aus kommerziellen Gründen vernichtet würden. "Diese Lebensmittel geben wir allerdings nicht direkt an Bedürftige weiter, sondern an Organisationen, die vor Ort arbeiten und helfen", sagt Jonet. Das Armenhaus Europas Konserven, deren Verfallsdatum näher rückt, Kartoffelchips, die jetzt in einer anderen Verpackung verkauft werden, Salat, der auf dem Markt keine Käufer gefunden hat - all das landet zuerst in der Lebensmittelbank und dann bei diversen Wohlfahrtsverbänden. Seit die Folgen der Finanzkrise in Portugal immer schlimmer werden, kommen die Freiwilligen der Lebensmittelbank mit dem Verladen fast nicht mehr nach. Immer mehr Menschen hungern, versichert Isabel Jonet. "Inzwischen gibt es schon 18 Lebensmittelbanken in Portugal, die 1830 Organisationen beliefern. Diese Organisationen sorgen ihrerseits dafür, dass 280.000 Personen wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag bekommen." Die Lage in Portugal wird für viele immer prekärer: Rund eine Million portugiesische Rentner müssen mit weniger als 300 Euro im Monat überleben, die Durchschnittslöhne liegen bei 800 Euro. Die Arbeitslosenzahlen schießen in die Höhe. Und weil Portugal sparen muss, werden die sowieso schon spärlichen Sozialleistungen massiv abgebaut. Der Soziologe José Maria Castro Caldas entwirft ein Horrorszenarium: "Die Kosten der Krise sind sehr ungleich verteilt und treffen vor allem die Arbeitslosen. Das sind mindestens zehn Prozent der Bevölkerung. Und wenn jetzt das Arbeitslosengeld gekürzt wird, haben rund 600.000 Portugiesen so gut wie keine soziale Absicherung mehr." Die Mittelschicht ist auch betroffen Damit nicht genug: Steuererhöhungen und Arbeitslosigkeit treffen auch die portugiesische Mittelschicht hart. Immer mehr Studienräte, Banker und Rechtsanwälte rutschen ohne eigenes Verschulden unter die Armutsgrenze, meint die Nahrungsmittelbankdirektorin Isabel Jonet. "Viele Angehörige der Mittelschicht haben ihre Arbeitsplätze verloren und sind so in eine verzweifelte Lage geraten. Sie sehen auch keine Chance, einen anderen Job zu finden", sagt Jonet. Lehrer, Ärzte, selbst Hochschuldozenten hätten finanzielle Schwierigkeiten und würden die Nahrungsmittelbank um Hilfe bitten. Auf absehbare Zeit wird sich die Lage in Portugal noch verschlimmern, darüber sind sich Wirtschaftsfachleute und Politiker einig. Darum wandern immer mehr Portugiesen aus - wie in den 1960er Jahren. Genaue Zahlen gibt es nicht. Doch dieses Mal sind es vor allem junge Menschen, die in ihrer Heimat keine Arbeit finden und darum ins Ausland gehen. Auch Margarida Paes, verheiratet, Mitte 20, denkt ernsthaft darüber nach. "Wenn ich oder mein Mann ein gutes Angebot bekämen, dann würden wir sicherlich weggehen." Harte Zeiten Margarida arbeitet als Freiberuflerin für 500 Euro im Monat in einem Anwaltsbüro - ohne Sozial- und Rentenversicherung. Ihr Mann verdient knapp 1000 Euro. Da ist es schwer, mit zwei Kindern über die Runden zu kommen. Wenn das Einkommen nicht reicht, bleibt nur die Hilfe der Familie. Auch das Kindergeld ist dem Rotstift des Finanzministers zum Opfer gefallen. Und weil der - wie die EU es von Portugal immer wieder fordert - noch mehr sparen muss, geht Portugal noch härteren Zeiten entgegen. Autor: Jochen Faget Redaktion: Matthias von Hein/Nicole Scherschun © Deutsche Welle Super, aber ich sehe im Fernsehen, dass es Leute gibt, die es demütigend finden, als EURO - Bittsteller aufzutreten und sagen, WIR Portugiesen schaffen das alleine, WIR haben das schon immer geschafft! Geändert von Tatuzinho (22.12.2010 um 16:28 Uhr) |
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#2 |
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algharb
gusto jipes
Admirador
Registriert seit: 05.10.2009
Beiträge: 270
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Gibt es solche Lebensmittelbanken auch an der Algarve?
Kann man dort spenden? |
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#3 |
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Nassauer
hat noch nix
Apaixonado
Registriert seit: 11.06.2010
Beiträge: 992
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Wenn du spenden willst kannst du das von deinem Konto aus tun.Macht sogar mehr Sinn,denn dann kann man beschaffen was wirklich gebraucht wird. Bei Naturalien ist das so ein Problem.
Die nächste Sammelaktion findet Ende Mai 2011 in den Supermärkten statt. Die Letzte liegt gerade 3 Wochen zurück. Wer Zeit hat kann auch als Voluntär seine Arbeitskraft zur Verfügung stellen. In D. heisst diese Einrichtung "Tafel" und versorgte vor 3 Jahren schon 1 Million Menschen. Hierbei geht es weniger um Armut,die gab es nämlich schon vor der Krise, sondern um Hunger in Europa.In D. kommt zum Hunger noch die Kälte. Ist eigentlich ne tolle Idee kann aber die Ursache des Problems nicht beseitigen. Spendet trotzdem ! Entweder dort,oder einfach in der Nachbarschaft die Augen aufmachen.Wir geben oft gebrauchte Kleidung weiter,auch das hilft. Frohe Festtage an alle im Forum! Nassauer |
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#4 |
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Bia
hat noch nix
Lusitano
Registriert seit: 11.02.2009
Beiträge: 2.686
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Du kannst die Banco Alimentar auch unterstützen, indem du hier mitbietest!
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#5 |
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Tano
hat noch nix
ändern
Gast
Beiträge: n/a
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Direktverbindung Banco Alimentar für Algarve "Alimentar nº1": a newsletter dos Bancos Alimentares - Banco Alimentar infos hier
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#6 |
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Hanseat
ist immer in Bewegung
Lusitano
Registriert seit: 20.08.2008
Ort: Hamburg
Beiträge: 3.434
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#7 |
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algharb
gusto jipes
Admirador
Registriert seit: 05.10.2009
Beiträge: 270
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In den Nachrichten werden immer häufiger Überfälle auf Geschäfte gezeigt und gesagt, dass die Kriminalität zunimmt.
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#8 |
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qwertzu
steht auf Lissabon
Admirador
Registriert seit: 19.10.2009
Ort: Berlin city
Beiträge: 498
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Der thread heißt Portugal kämpft ......
Aber nicht alle: Eurodeputados recusam viajar em económica | agência financeira Wäre ja auch echt unzumutbar ![]() PS: 80 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds. Das sind ~ € 8.000 pro Kopf. Portugiesen, schickt heute noch Eure Kontonummer an Socrates ! Sonst verschwindet wieder alles sonstwohin. Geändert von qwertzu (08.04.2011 um 16:33 Uhr) |
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#9 |
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Jota
says: Homo sapiens non urinat in ventum
Entusiasta
Registriert seit: 01.03.2009
Beiträge: 1.545
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Wieso? Die kämpfen doch für ihre Privilegien...
![]() Bei nächster Gelegenheit krähen sie dann aber wieder laut: "Wir müssen alle Opfer bringen!!!" Wobei das "wir" natürlich für "ihr" steht und den gemeinen Bürger meint.
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#10 |
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Tano
hat noch nix
ändern
Gast
Beiträge: n/a
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Die Regierung sucht Verständnis für die Opfer, die das harte Anpassungsprogramm (sic!!!) mit sich bringt.
Unbeirrt setzt Portugals Regierung das mit der internationalen Troika vereinbarte Anpassungsprogramm um. Sie will indessen vermeiden, dass der Funke der Unruhe in anderen Ländern auf Portugal überspringt. Der erste Satz könnte einem ja glatt die Galle überlaufen lassen ... Wie Portugal die Ruhe bewahrt (Neue Zürcher Zeitung Online) Das Nachtleben im berühmten Lissabonner Bairro Alto hat sich zunehmend von den Kneipen und Bars auf Plätze und Aussichtspunkte verlagert. Wie seit Jahren schon in Spanien bringen junge Leute ihre Getränke selbst mit und feiern ihren «Botellón». Zu einem Teil mag dies schlicht eine Modeerscheinung sein, zu einem Teil auch eine Folge des seit 2008 geltenden Nichtraucherschutzes in den Gaststätten. Eine Rolle spielt sicherlich aber auch die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise, die den jungen Leuten wie auch ihren Eltern das Leben schwermacht. Der Titel dieses Themas müsste eigentlich heissen, ´Portugals Regierung kämpft gegen die Armen´ |
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| arbeit, armut, auto, essen, fernsehen, finanzkrise, geld, gemüse, kartoffeln, kind, kinder, landwirtschaft, lehrer, lissabon, markt, portugal, portugiese, rentner, sozialhilfe, wal, wandern |
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