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Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

Unten lesen Sie eine Diskussion über das Thema Meine ganz persönliche Portugalgeschichte in der Rubrik Leben in Portugal, Teil der Kategorie PortugalForum. Der/die Autor(in) schreibt: Hallo Freunde, die folgende Geschichte schildert meine Beziehung bzw. meine Liebe und meine Saudade zu diesem Land, ich habe das hier wirklich erlebt es ist wie ma bei uns sagd, ...

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Alt 25.02.2010, 20:33   #1
serrapinto
hat noch nix
Amigo
 
Registriert seit: 15.09.2009
Beiträge: 9
serrapinto ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

Hallo Freunde,

die folgende Geschichte schildert meine Beziehung bzw. meine Liebe

und meine Saudade zu diesem Land, ich habe das hier wirklich erlebt es ist

wie ma bei uns sagd, " wia aus`m richdign Lem ".

Ich werde immer ein paar Seiten einstellen.



VORWORT




Diese kleine Erzählung beschreibt die Zeit von ca. Mai 1973- Feb. 1976




Ich war 19 Jahre alt , hatte lange blonde Haare , keinen Bock auf Bundeswehr, meine Freundin war mit einem anderen abgehauen und zu Hause musste ich mir ein Zimmer mit meinem Bruder teilen.
Meine Schwestern nervten mich, eigentlich nervte mich alles.
Ich hatte glaube ich eine sogenannte Midlive Crise!
Da kam mir der Zettel mit der internen Stellenausschreibung gerade recht, eigentlich war das ganze eine Trotzreaktion.
Sollte hier der eine oder andere etwas schlechter wegkommen, er oder auch Sie möge mir verzeihen, aber es ist alles schon sehr lange her und ich glaube das ist schon verjährt!




















VORBEREITUNG



Im Juni 1973 hatte es sich so ergeben, dass unsere Firma in einer internen Stellenausschreibung Fachleute für ein neues Werk im portugiesischem Coimbra , für den Aufbau eines Camerawerks suchte.
Es wurden erfahrene Meister und Ingineure für max. 3 Jahre gesucht.
Ich hatte gerademal vor einem Jahr meine Facharbeiterprüfung als Mechaniker gemacht! Und war erst 19.



Ich hab mich trotzdem beworben!
Der Bewerbungsbogen war einfach auszufüllen:
Berufserfahrung - fast keine
Sprachkenntnisse – Schulenglisch von der 6. bis zur 8. Klasse
Schulausbildung - Volksschule
Auslandserfahrung – 1Woche Urlaub in Milano Maritima
Führungsqualitäten - keine
war` ne Sache von 10 Minuten und ab in die Hauspost zur Personalabteilung.
Prompt kam nach einer Woche die Ablehnung und die Sache war für mich gegessen.
Nach dem Urlaub so Mitte August kam ein Anruf eines gewissen Dr. Heinen, kannte den Typ natürlich nicht, er fragte mich , ob ich noch Interesse hatte, zwecks der Portugalsache und ich solle es mir doch übers Wochenende überlegen, oh Gott dachte ich , die haben da keine gefunden die da hin wollen,

wo liegt Portugal eigentlich?
Sind das Kommunisten?
Gibt’s da Bier und Zigaretten?
Mädels?
Usw.
Von Portugal kannte ich nur Eusebio.
Am selben Abend zu Hause den Atlas raus wo liegt Portugal eigentlich,
dann wo ist Coimbra, du liebe Zeit das ist ja das Ende der Welt!
Anderseits , eigentlich weit weg von der Bundeswehr.
( wusste ja noch nichts von Beija)

Am nächsten Montag sagte ich Ihm, daß ich noch Interesse hätte !!!


Nach einem Gespräch mit dem guten Dr. Heinen der sich als Werksleiter
in Sachen Portugal herausstellte, sagte er:“ ich gebe Ihnen Bescheid!“
Ich hatte eigentlich kein so gutes Gefühl daß der alte Mann, er war bestimmt damals schon an die 40, mich dafür gebrauchen könne.
Einen 19 jährigen ,langhaarigen besseren Lehrling!
( der noch zur Bundeswehr muss , aber das wissen die ja nicht)

Ein paar Tage später, so ende August –Anruf Dr.Heinen:

Sie sind dabei! Anfang November geht’s los - Mir wurde schlecht

Nun prasselte so einiges auf mich herein.
Jeden Tag portugiesisch Kurs ( im nachhinein stellte sich heraus , dass es brasilianisch war- haben wir aber erst in Portugal gemerkt )

Nun musste ein Auto her, mein jetziges ein Fiat 850 hätte es nicht mal bis Augsburg geschafft.
Also 5000 DM zinsloses Darlehen bei der Firma geholt,
und einen 1 ½ Jahre alten 128 Fiat- (orangefarbig mit schwarzen Kunstledersitzen, die sich kompl. umlegen ließen) für 4.200 DM gekauft.
Ich liebe Ihn noch heute , er hat einfach alles miterlebt, wenn ich wüsste, dass er irgendwo noch da draußen ist, ich würde ihn sofort holen!

Mittlerweile war unsere Truppe auf ca. 20 Mann angewachsen, aber ich war immer noch der jüngste (das sollte auch so bleiben).
Und die anderen waren alles mind. Meister, Techniker usw. war mir aber wurst.
So ab Mitte September ging’s dann ab in unsere Zweigwerke nach Rothenburg an der Laaber und nach Schwenningen um die Montagen zu lernen, die dann in Portugal laufen sollten.
Mitte Oktober waren wir wieder zurück in München um Werkzeuge und alles mögliche für Portugal zu beschaffen.

Oh Schreck, dann kam er , der Musterungsbescheid, hab ihn einfach zu den Akten gelegt.

Ende Oktober an einem Freitag hatten wir im Hotel Atlantik in Ottobrunn den Abschiedsabend aller Furchtlosen , mit all den leckeren Meeresfrüchten die uns auch in Portugal erwarten- es war die Hölle
ich kannte doch nur Leberkäs, Fleischplanzl –Weißbier oder auch ne
Goaß`n Maß.





Stell Sie Euch mal kurz vor:

DIE FURCHTLOSEN

Dr. H.
Der Werksleiter- so um die 40
ein sehr netter Mann , war aber ein bisschen überfordert
War meistens irgendwo nur nicht da.

Dr. O
Personal-und Verwaltungschef- so um die 45
wollte eigentlich immer Dr. Heinen sein, hat er aber nie geschafft, ist dann irgendwo in Leverkusen versauert.

Dr. P so um die 45
Leiter der Rechnungsabteilung
ich glaube er stammte ursprünglich aus Goa- konnte portugiesisch war so ein richtiger Buchhalter mit Ärmelschoner und arbeitete meist im stehen. Samstag Sonntag eigentlich immer.



S. L. so um die 40
Fertigungsleiter
So ein abgerissener, rannte immer rum wie Rumpelstilzchen
war eigentlich dem H.Sepp sein Chef aber es glaubte Ihm keiner

H. Sepp
Leiter der Abteilungen – Kunstoffspritzerei – Stanzerei- Werkzeugbau - Automatendreherei- Optik und Ausbildung

Gutaussehender mitte 40iger , dachte die Arbeit wär so ein nebensächliches Übel er sei für höheres geschaffen- und ging seinem Chef dem Lippe tunlichst aus dem Weg oder auch umgekehrt.
Totaler FC.Bayern Fan, fuhr an jedem Bundesliga-Spieltag mit seinem Weltempfänger Richtung Serra um die Ergebnisse live zu hören.
War am Montag unerträglich wenn Bayern verloren hat.
Da es die FC.Bayern Glanzeit 1973-1975 war, blieben wir doch einigermaßen verschont.





B. Hans - so um die 50
Leiter Kunststoffspritzerei
Netter Kollege hab viel mit Ihm gelacht – hat seine Frau in Deutschland gelassen und hat sich unsere Übersetzerin Elisa geschnappt.
Ich glaube er hat sich dann irgendwo in Nordportugal Land gekauft.
War dann noch kurz in Deutschland ,ist aber dann Mitte der 80iger nach Portugal abgedampft.

P. Rudi – so um die 35
Leiter Automatendreherei
Mamma –Söhnchen aus Siebenbürgen bekam immer einen roten Kopf wenn er mit einem Mädchen sprechen musste.
Habe mit Ihm viel Zeit verbracht da wir ja auch zusammen wohnten,die dachten immer wir seien schwul.
Hat seine Frau auch in der Firma kennengelernt und ist dann mit Ihr nach München zurück. Mittlerweile geschieden

M. Helmut- so um die 33
Leiter Stanzerei
Von Drüben geflohen, hatte es faustdick hinter den Ohren
Den Genüssen nicht abgeneigt, hat auch eine Portugiesin
geschnappt und gleich angebaut, Geburt der ersten Tochter und Heirat waren am gleichen Tag. Ist leider 1984 viel zu früh verstorben.
Frau und die Töchter und Enkel sind wohlauf.


K. -Hacky – so um die 30
Werkzeugmacher
Das einzige was Hacky wirklich interesierte war Bagasso, Macieira,Brandy, Tinto und jede Menge Cerveja.
Lieber netter Kerl aber eine einzige Katastrophe.
Musste öfters in Lissabon ausgelöst werden und war nicht selten Tagelang verschwunden.
Sorry, habe das Zocken vergessen!
Was wohl aus Ihm geworden ist?

Sch-R – so um die 45
Leiter Qualitätssicherung
Sehr netter ruhiger Mann so wie man sich einen Chef wünscht
( nur wars leider nicht meiner)

H. Volker- so um die 30
Qualitätssichereung
Super Typ war bei Sch. R. und hatte ein super Leben
Hatte bestimmt eine tolle Zeit , da auch die Frau mit Tochter
dabei war, hat ihm an nichts gefehlt.
Typisch deutsch am Sonntag gabs oft Schweinsbraten mit Semmelknödel.( hab mich natürlich auch einpaarmal eingeladen.
Hatte einen Opel Ascona und wunderte sich immer , warum der in Portugal Opel 1800 heißt, ich hab es Ihm nicht verraten.

D. Benno – so um die 38
Arbeitsvorbereitung
Rannte immer mit der Stoppuhr durch die Hallen, und war alles andere als beliebt.
Bin mit Ihm mal 1 Woche nach Andalusien Sevilla, Granada, Cordoba usw. war ganz toll.
Hat auch eine Portugiesin mitgebracht und diese sogar geheiratet und
wurde dann mitte der 90iger Jahre wieder geschieden.

P.Werner- so um die 40
Leiter Werkzeugbau
Fachlich ein Ass – aber das wars schon, bin nie mit Ihm warm geworden,
aber das ist halt mal so.
Ihm wurden einige Affairen mit Mädels aus der Firma nachgesagt, was ja eigentlich die Rückfahrkarte bedeutete aber es passierte nichts.
Das war mein Startsignal!!!
Danke lieber Herr P.!!

H. Rupert -so um die 25
Werzeugbau
Hat schon unter P. in Rothenburg gearbeitet , ein Knecht!
Wurde von den Portugiesen „ Urso „ genannt ,( Bär )
190cm und ca. 120 KG, passt doch, oder?
Hat auch eine Portugiesin mitgebracht und sind noch zusammen.

G. Erhardt- so um die 40
Arbeitsvorbereitung und noch irgendetwas was ich aber nie rausgekriegt habe
Super Typ und ich glaube, er wusste selbst nicht war er zu tun hatte.


Manni P. –so um die 35
Optik
War schon in Beija bei der Bundeswehr stationiert
Wir haben da gar keine Optiken gebaut, und ich glaube er war mehr als
Schlichter im Werk unterwegs.
Hat uns super Trinkgläser aus Sagresflaschen gemacht , hat auch was mit Glas zu tun.
Hat wirklich versucht Arbeit zu finden , war aber nix!


L.Günter – so um die 35
Leiter Montage
Typischer Ausbeuter es ging teilweise zu wie auf einer Gallere
Die Mädchen wurden richtig angetrieben. Und das bei einem Monatslohn von 150 DM.
Mit Ihm musste ich es fast ein Jahr aushalten. Mir war der Typ zutiefst zuwieder.


Dr.T.- so um die 45
Leitung Montagen
Also mein Chef und der von L.
Kam leider erst nach ca. 9 Monaten hat aber dann L. eingebremst.
Ich kam super mit Ihm zurecht. Aber L. hat Ihn nie so
richtig akteptiert , was Ihm aber nichts geholfen hat.
Dr.T.war ein feiner Mensch, ist leider auch schon früh verstorben.


Sch.Otto- so um die 28
Einkaufsleiter
So ein Zufall der Typ heißt genauso wie mein Vater
Otto ist der Aufsteigertyp aus Hamburg ,aber ich bin bestens mit Ihm zurechtgekommen , Mit seiner Frau „Kerstin“ konnte ich es bestens!Beim Kniffeln eine Flasche Dimple war überhaupt kein Problem.
Da war selbst Otto machtlos , ich war Ihr Liebling weil ich auch aus der Reihe fiel.
Wir sind immer noch Freunde, leider ist Kerstin letztes Jahr mit erst 59 Jahren von uns gegangen, es erwischt immer die verkehrten.

St. Heinz – so um die 35
Leiter Logistik
Äusserst angenehmer Zeitgenosse, da gibt’s nicht s zu schreiben

F.Ernesto- so um die 35
Elektriker
War mehr oder weniger der Hausmeister , konnte schon
einigermaßen portugiesisch, da er schon mal hier arbeitete und hatte bereits eine Portugiesin Namens
„ Adelia“mitgebracht.

So das war ein kurzer Überblick der damaligen Portugalmannschaft
Vielleicht habe ich den einen oder anderen vergessen.

Ach ja, der Lothar

K. Lothar- so um die 38
Leiter der Galvanik
Kam so Mitte 1975 mit dem 1. VW Golf Cabio , ein Traum.
Typischer Lebemann mit blauen Blazer , goldene Knöpfe ein reiner Aufreißer.
Kam jede Woche 1x in die Firma – fragte, ob die Maschinen für die Galvanik schon da seien, es kam ein
“ nein“ und Lothar war schon wieder weg.
Das ging so bis Mitte 1976 , dann ging er zu BMW
Eine Galvanik wurde nie gebraucht und auch nie gebaut.
Kaum zu glauben aber es war so. Lothar ist heute noch ein guter Freund leider sehen wir uns nur noch sehr selten.


in kürze geht es weiter, wie kann ich hier Bilder einstellen????


Gruß

Herbi

Geändert von serrapinto (25.02.2010 um 20:40 Uhr)
serrapinto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.02.2010, 21:56   #2
Sivi
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Standard AW: Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

Ich möchte einfach nur Danke sagen und freu mich schon auf den Weitergang der Geschichte!

LG
Sivi
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Alt 25.02.2010, 22:08   #3
serrapinto
hat noch nix
Amigo
 
Registriert seit: 15.09.2009
Beiträge: 9
serrapinto ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

und weiter gehts!


DIE REISE


Irgendwann ende Oktober bekamen mein Kollege Schorschi und ich den Termin der Abreise genannt
„ der 03.Nov 1973“
ich war gerade 19 ½ Jahre hatte mein Auto auf Pump gekauft und bin vor der Bundeswehr abgehauen.
( hatte den Musterungsbescheid für 6. Nov schon in der Tasche)

Samstags morgen ging’s los , wir wechselten uns beim fahren ab, und kamen am ersten Tag bis Tours in Frankreich, wir suchten uns ein nettes Hotel und gingen dann zum Abendessen ( keiner konnte auch nur einen Brocken französisch)
Also mit Händen und Füssen das gleiche wie am Nebentisch bestellt.
Es war ein Entequote mit Bohnen und Kartoffeln, das Fleisch war typisch französisch „bleu“ ( roh), also nur Kartoffeln und Bohnen gegessen .
Schwur: nie wieder Frankreich nichts wie raus hier.
Im Zimmer gabs eine komische Toilette die allerdings nur zu pinkeln taugte.

Am zweiten Tag fuhren wir über Orleans- Potiers – Bordeux nach San Sebastian , suchten uns ein schönes Hotel und gingen auch lecker essen. Mit meinem bisschen englisch ging das ganz gut, war selbst auf mich stolz, weil der Schorschi gar nichts konnte.

Am dritten Tag gings frühmorgens ab Richtung Portugal , an Bilbao , Valladolid und Salamanca vorbei alles Landstraße, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen!
Kurz vor der Grenze Villa Formosa machten wir eine kleine Pause, um alles für die Grenze vorzubereiten, Coca Cola raus – Marlboro raus und Pässe bereit halten.
Du Scheiße, mein Reisepass liegt noch an der Rezeption im Hotel in San Sebastian !.
Zum Glück hatte ich noch vor der Abreise einen Personalausweis machen lassen.
Wir kamen ohne Probleme über die Grenze , der Pass lag gut in Spanien.
So gegen 23Uhr kamen wir nach einer Horrorfahrt durch die Serra Estrella total geschafft in Coimbra an.
Eigentlich sollten wir uns mit jemanden um 19 Uhr an der Brücke treffen,
aber das hat halt nicht geklappt.


In der Innenstadt angekommen sahen wir nur ein Hotel:

„ DAS ASTORIA “
Nichts wie rein zwei Zimmer gemietet und sofort unter die Dusche. Um 12 Uhr haben wir uns wieder in der Halle getroffen , der Hunger war unbeschreiblich.
Es war noch ein Koch da der uns Hühnchen mit Bratkartoffeln machte,
ein Traum.
Dazu gabs unsere ersten Sagres ( dabei bin ich auch geblieben )




In PORTUGAL


Am nächsten Tag nach unserem Frühstück stand auf einmal Dr. H
neben uns.
Wir checkten wieder aus, da für uns schon im Hotel Braganca reserviert
war. Also keine 100 Meter weiter.
Der erste Tag verging wie im Flug, wir fuhren mit Dr. H. raus nach Pedrulha wo unsere Fa. 2 Hallen gemietet hatte, eine ca. 100x30 Meter
Und die andere etwa die Hälfte. Es stand schon AGFA drauf.
Wir gingen rein, aber da war nix total leer!
Die nächsten Tage kam ein LKW nach dem anderen und im laufe der nächsten Woche kamen auch die anderen Mitstreiter.



Ach ja, mein Freund Sch. Otto hatte in Spanien im selben Hotel wie ich übernachtet und mir meinen Pass wieder gebracht .
Hatte damit aber mal Schwierigkeiten, weil ich keinen
spanischen Ausreisestempel drin hatte.
Sehr komplizierte Sache (damals).

Zum Mittagessen, besuchten wir die verschiedensten Lokale und langsam nach einigen Durchfällen konnte ich mich auch an die in Olivenöl triefenden Pommes gewöhnen.
Zu meinen Leibspeisen zählten am Anfang Febras con Molho
Arroz e Batatas, Frango na Puccara , Prego no Prato or no Pao,
E Sandes de Queiso or Fiambre und natürlich mein geliebter
„ Toasta mista“


Einmal waren wir abends zusammen essen im Restaurant Texas, ich glaube es war noch in der ersten Woche, Helmut , Rudi , Schorschi und ich jeder bestellte sein Ding , Helmut auch, er wollte dazu portugiesischen Wein und bestellte Portwein bekam er auch , der einzige Kommentar, „ ganz schön schwer der Lümmel „.
Hat die ganze Flasche mit Rudi getrunken, ich habe den Ober nach größeren Bierflaschen gefragt, jetzt wussten Sie, die Deutschen sind da!

Dann entdeckten wir Sie, die Fabrica de Cerveija –Die Bierfabrik
Es wurde zu meinem Stammlokal, eines von vielen.
Es gab dort Krüge mit 0,5l ein Traum, es wurde an zünftigen Holztischen dem Akloholismus gefrohnt.
Es standen immer Erdnüsse , Tremossos und kleine Scampis an den Tischen- kostenlos!!!
Na ja da hatte Portugal auch noch die Kolonien, den das Zeug kam alles aus Mosambik, ich meine die Scampis.
Aus einem Heimaturlaub habe ich mal einen Maßkrug mitgebracht und Ihn als Stammglas dort eingeführt, vielleicht steht er noch dort!
Ich kam nun schon ganz gut zurecht und stand gut im Futter.

Das kann ich von Schorschi nicht behaupten, der fiel fast vom Fleisch
Er hatte eine totale antipatie gegen Olivenöl!
Bei Ihm ging es soweit , dass er überall Olivenöl roch, sogar einmal beim öffnen einer Flasche DAO- Rotwein kam sein Spruch
“ der stinkt nach Olivenöl „ er ernährte sich fast ausschließlich von Schinkensemmeln und Sagres und hatte bis Ende Januar 12 Kg abgenommen .
Die Probezeit war damals bei allen 3 Monate und nach 3 Monaten war der Schorschi wieder zuhause.
Ich glaube er ist nie wieder nach Portugal gereist.



Das erste Wochenende war natürlich Das Meer angesagt.
In Figueira da Foz sah ich das erste mal den Atlantik es war ein TraumIch saß alleine an der Uferpromenade am Grande Hotel , das Wetter war herrlich .

Bica und ein Aguardente gabs für ca. 1DM.
Ich ließ mir sogar die Schuhe putzen für 25 Pf.

Die Preise waren für unsere Verhältnisse traumhaft.


Preisauszug:

Kaffee 25 Pf
Cognac 50Pf
Essen gehen Menue 4DM
Flasch Rotwein 2DM
Bier 25Pf
Zigaretten 50 Pf
Allerdings kostete ein vernünftiges Appartement in einem
Neubau schon 350 DM

Fast jeden Abend ging ich ins Piolio am Praca de Republica, ein Studentencafe über 1 Stockwerk verteilt
nur zum Verständnis Coimbra ist Universitätsstadt
( genaueres in Wikipedia) und da ist schon was los wenn man weiß wo!
Im Piolio war immer was los und ich fühlte mich wohl und konnte mich mit meinem englisch und Händen und Füssen schon verständigen. Ich wurde auch in die verschiedensten Discos mitgeschleift, den süßlichen Geruch kannte ich aus dem Ocam in München Schwabing .
Los gings erst weit nach Mitternacht bis in die Morgenstunden.(am Wochenende).
Das kiffen, war bei denen ganz normal und ich glaube jeder Zweite hatte irgendwo seine Pflänzchen im Garten.
Ist ja auch ein perfektes Klima!


Die erste Zeit war sehr schwer, weil wir uns nur sehr und mühselig verständigen konnten, Die Kurse in München, waren für die Katz, wir verstanden „0“.
Ich telefonierte so 1x die Woche mit meinen Eltern, das war damals noch eine Riesenaktion mit Voranmeldung und einer Wartezeit von bis zu 4 Stunden- kann man sich heute nicht mehr vorstellen.
Es war mal wieder soweit anzurufen und sobald ich meine Mutter am Rohr hatte, kam sofort: “ Sie waren da“
Wer war da?
Die Feldjäger!
OGott!
Meine Mutter hatte dicht gehalten wie man so schön sagt.
Aber nach dem 3. Besuch ist Sie umgekippt und hat Ihnen die Sache erklärt,- so ungefähr:
Mein Sohn ist für 3 Jahre in Portugal von der Arbeit aus.
So wurde ich zur Fahndung ausgeschrieben und man wollte mich nach München zurückholen.
Ich wusste doch nicht daß in Beija ein Luftwaffenstützpunkt ist!
Dann fiel mir ein, dass mein damaliger oberster Chef in München Herr W. Major ad. ist.
Es war die Rettung, meine Mutter ging zu Ihm und erklärte Ihm die ganze Sache, er war natürlich begeistert.
Aber er hatte anscheinend die richtigen Kontakte und ich hatte auf einmal ein Schreiben für 3 Jahre Wehrrückstellung , oder wie das heißt.
Meinen Anschiss bekam ich dann , ich glaube es war im Dezember als auf einmal der Herr W. in Portugal an meiner Seite stand.
Es war sein Antrittsbesuch in Portugal er war nun Chef aller Zweigbetriebe .
Er sagte zu mir: Herbert mach das nie wieder , wenn was ist komm erst zu mir.
Ich glaube ich hatte den Jugendbonus!
Er liebte die jungen Leute


Nach ca. 4 Wochen wechselte ich in ein anderes Hotel , in einer edlen Gegend von Coimbra „ Vale de Canas „, das Anwesen lag oberhalb der Stadt mit einer tollen Sicht auf Coimbra.
Es war ein kleines Hotel mit äußerst angenehmen Wirtsleuten Namens „ Vivaldo“. Ich fühlte mich dort sauwohl. Die waren wie Ersatzeltern für mich. Es war auch ein Treffpunkt der Deutschen also meiner Kollegen. Sie hatten auch zwei Hunde der eine davon hieß „Opa“ er war auch schon gut alt und hatte nur noch 4 Zähne und war auf einem Auge blind wenn er mich sah wusste er es gibt was. Unglaublich aber er hat ganze Zitonen geschluckt , er dachte sich wahrscheinlich erst mal fressen, dann sehen wir weiter.



Essen und Trinken waren hervorragend aber es war doch für meine Verhältnisse etwas zu teuer, ( ich musste im Monat 400 DM incl. Frühstück bezahlen )und ich musste zusehen, dass ich in naher Zukunft etwas eigenes finde, das hieß, ein Appartement oder so.



Ich verdiente im Monat ungefähr 1300 DM
Eine Frau in unserer Montage kam im Monat auf gerademal 150DM
Ein Vorarbeiter der eine ganze Familie ernähren musste kam auf 350 DM
Ich war reich!!!

Ich machte mir oft Gedanken , wie machen die Leute das nur , aber ich hatte noch keinen Zugang zu den normalen Menschen gefunden, denn wir spielten in einer anderen Liga! Es dauerte noch sehr lange bis das Eis gebrochen war.
Vielleicht war mir damals auch gar nicht so richtig bewusst , dass ich in einer Diktatur lebe.
Es wurde in den Kneipen meistens getuschelt, nie laut gesprochen und man hatte vor irgendetwas Angst, ich glaube auch vor uns!
Heute weiß ich auch warum – die Pide ( Portugals Geheimpolizei)
Wir mussten in Ihren Augen ja der Kapitalismus pur sein.

So vergingen die ersten Wochen immer im gleichen Trott,

8Uhr - Abfahrt Val de Canas
8 Uhr 15 - Kaffee Danubio – 2.Frühstück
8 Uhr 30 - Arbeitsanfang
12 Uhr – 13 Uhr 30 - Mittagspause
18 Uhr 30 - Arbeitsende
19 Uhr zu Hause in Vale de Canas
21 Uhr Piolio oder Cafe Nora essen oder auch nicht




Mittlerweile waren auch schon die ersten Mitarbeiter eingestellt worden
Und die Halle füllte sich zusehens . Die Maschinen waren am laufen die erste Teile wurden gefertigt.
So Mitte Dezember waren wir schon an die 100 Leute. Es ging alles noch etwas holprig aber wurde immer besser.
In unserer Cameramontage hatte wir die ersten Mädels und es waren schon sehr hübsche dabei im Schnitt so um die 20 Jahre alt.
Ich glaube sie möchten mich.
Na ja, für uns waren die Mädchen tabu, das wurde uns eingepleult und damit gedroht uns sofort nach hause zu schicken.
Schöne Scheiße, da liegste vorm vollen Fressnapf und darfst nichts essen.

Also wurde gearbeitet, gegessen, getrunken und geschlafen.

Kurz vor Weihnachten, es war ich glaube der 20. Dezember kam hoher Besuch aus München Dr. Kremp unser höchster Direktor und wollte sich den Stand der Dinge ansehen.
Wir waren alle ziemlich nervös aber er stellte sich als sehr angenehmer Mensch heraus.
Im Zuge seines Besuchs wurde Ihm die Erste in Portugal gefertigte Fotokamera ausgehändigt.
Stolz,Stolz,Stolz.
Übrigens, die Kamera hieß AGFAMATIC 50 und es wurden im laufe der Zeit ca. 1 Million in Portugal gebaut .
Ich habe aber nie einen Menschen mit diesem Ding fotografieren sehen, auch in keinem Fotoladen war das Teil zu sehen.
Ich glaube die sind irgendwie auf hoher See versenkt worden.
Versicherungssache oder so!
Die Zeit bis Weihnachten verging sehr schnell und an Heilig Abend saß ich bei den Vivaldos und hab mir die Birne vollgeknallt!!!
Fast alle waren nach Hause geflogen und ich hatte als Lediger natürlich die A-Karte gezogen und durfte im gesegneten Land als Aufsperrgustl
fungieren.
Ok, Pereira war auch da , aber der war zu nichts zu gebrauchen, zumindest nicht für das was ich meinte.
Am 30. Dezember hieß es 14 Tage „ Heimaturlaub “.
Erster Flug in meinem Leben Lissabon – München,
alles zusammen : Aufregung , Angst und Neugier.
Habe nichts zuhause gesagt, stand auf einmal am Abend in der Türe!
Genoss die Tage in München mit meinen Eltern, Geschwistern meiner geliebten Oma und meinen Freunden.
Mitte Januar gings gemeinsam mit Rudi P. und seinem Opel Manta zurück nach Portugal.
Es war eine unspektakulere Reise ohne irgendwelche nennenswerte Ereignisse.
In Coimbra hieß es dann Cameras bauen, Cameras bauen und Cameras bauen.
So Mitte Januar begann die Regenzeit und das heißt in Portugal wirklich Regen noch und nöcher.
Die Betten waren feucht es gab ja keine Heizung, außer den üblichen Gasfunseln, es war einfach zum kotzen aber wenn man die 2 Monate Januar und Februar übersteht hat man gewonnen.

In der Firma hatte sich alles so einigermaßen eingespielt und die Produktion lief auf vollen Touren und L. hüpfte den ganzen Tag rum und rief immer „ Meninas mais Maquinas „ was heißen soll : Mädchen mehr arbeiten.
Mir war es echt peinlich gegenüber den Portugiesen, wie man nur so primitiv sein konnte.

So Mitte Februar ergab es sich , dass wir einen Tipp bekamen, in der nähe unseres Hotels sein eine Villa zu mieten.






Kurz und Gut , ich mietete das Ding für 400 DM im Monat.
Mein Häuschen hatte 5 Schlafzimmer , 2 Bäder ,1 Weinkeller (leider ohne noch Wein, aber nicht lange )
1 Salon mit offenen Kamin , 1 Küche, Wintergarten , Terrasse, Garten und einen wunderschönen Orangenbaum, mit hunderten von zuckersüßen Früchten.
Da einige der Furchtlosen die Schnauze vom Hotel auch voll hatten zogen sie bei mir ein, bis sie eigene Wohnungen hatten. Meine Mitbewohner waren von nun an
Sch.Otto
St.Heinz
P. Rudi
und Ich
Die Jungs hatten je 150 DM abzudrücken und alle waren zufrieden.
Ich erst recht!
Sie kannten ja den Mietvertrag nicht.
Wir leisteten uns eine Putzfrau die uns im Monat 100 DM kostete.

Wir gingen auch weiterhin zu den Vivaldos , auch wenn er anfangs noch etwas sauer war , dass wir ausgezogen sind.
Die Wochenende nutzten wir die Gegend zu erkunden, so machten wir meist Rudi und ich Ausflüge nach Porto, Lissabon, Serra Estrela etc.

Mitte März endlich, der fürchterliche Regen hatte aufgehört und es wurde warm, keinen Schirm mehr keine dicke Jacke mehr und die Betten waren auch nicht mehr feucht.

Ende März zogen die Beiden Mitbewohner Otto und Heinz wieder aus, da Ihre Frauen antanzten.
Nun blieb das Häuschen für Rudi und mich und Gäste.
Und unserem neuen Mitbewohner „ Hacky“
Ein Hundmischling aus 10 verschiedenen Rassen, einfach super.
Aber er hatte eine saublöde Angewohnheit.


wenn ich morgens mit dem Auto losfuhr rannte er immer daneben her bis ich einfach zu schnell war , natürlich mit Riesengebell. Das war jeden Tag dasselbe!
Bis auf einmal , da war es anders .
Er rannte wieder nebenher und auf einmal hörte ich ein fürchterliches Krachen und Jaulen , kein bellen mehr.
Ich wusste sofort : jetzt hats ihn erwischt.
War mir schon klar, dass das mal kommen mußte.
Es hatte Ihn unten am Auspuff entlang herausgezogen.
Natürlich sofort gebremst, Gott sei dank war Rudi dabei, er kannte sich etwas mit der Anatomie von den Viechern aus.
Rudi: „Nicht so schlimm, er hat sich nur das Sackerl verbrennt“, na toll, stell Dir mal vor dir passiert das.
Hacky wurde im Wohnzimmer auf die Couch gelegt und mit reichlich Niveacreme versorgt.
Als wir Abends kamen, lag er immer noch da, ein Bild für Götter.
Zwei Tage später war er wieder voller Tatendrang, aber mein Auto war für Ihn wie Beulenpest.





Irgendwann fragte mich Benno D. , ob ich Lust hätte mit Ihm 1 Woche Anfang April nach Spanien genauer gesagt nach Andalusien zu fahren.
Ich hatte eh nichts anderes vor, also ok fahre mit.
( Ich kannte Ihn ja kaum ,heute würde ich zu Ihm sagen, „ schau dass Du Land gewinnst „)
Die ganzen Sehenswürdigkeiten in Granada – Cordoba – Sevilla- Cadiz- Malaga man muß es gesehen haben!
Wir waren genau in der Semana Santa dort , da rennen alle in Zipfelmützen rum, und Du kannst die ganze Nacht nicht schlafen, bei dem Radau.
Nicht do Trotz es war super schön .
Ach übrigens, in Torremolinos waren wir in einem Golf-Hotel und ich wollte es mal versuchen das
“ Golfen „.
Also nichts wie an die Rezeption , da labert die Dame irgendwas von Handycap oder so.
Keine Ahnung was die wollte , aber sie war sehr nett und es kam ein junger Mann, der uns auf einen Platz stellte einen Kübel mit 200 Bällen gab und sagte: „ probare“!
Ich brauchte für die 200 Bälle glaube 2 Stunden mit Pausen , da ich einige male in den Boden drosch und mein Arm ganz schön weh tat.
Am nächsten Morgen konnte ich meinen Arm kaum mehr bewegen er war ziemlich blau und tat höllisch weh.
Das war mein Golfausflug!



Bennos Peugot 504 damals ein Superauto



Zurück in Coimbra lief alles wie gehabt ohne größere Probleme, durfte die Mädchen nur anschauen aber nicht anfassen.
Kam fast jeden Tag zu spät in die Arbeit, weil ich einfach den Wecker nicht hörte, entweder lags am Wecker , oder am Piolio.
Mittlerweile konnte ich schon etwas portugiesisch sprechen , verstehen konnte ich wesentlich mehr.
L. konnte nach wie vor nur ein paar Brocken, ich glaube er war einfach zu doof für Sprachen.
Als ich Ende 1975 zurückging sagte er immer noch „ Meninas mais Maquinas „.



bis demnächst!
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Herbert 1973.jpg (85,2 KB, 29x aufgerufen)
Dateityp: jpg Ersten Tage in Portugal von links- ich-der L. und Schorschi.jpg (93,4 KB, 29x aufgerufen)
Dateityp: jpg Haus Vale de Canas.jpg (84,1 KB, 28x aufgerufen)
serrapinto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2010, 03:04   #4
Babuschkinha
plant ihren neuen Garten! Aua sagt der Ruecken ...
Lusitano
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Standard AW: Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

Hallihallo Herbi!
Lese nun zum 2. Mal mit ... freue mich trotzdem ...
Vielleicht auf bald mal in München (bin wahrscheinlich Ende April / Anfang Mai dort) ...
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Alt 26.02.2010, 15:55   #5
caracol
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Standard AW: Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

Das ist so schön geschrieben! Ich hab das Gefühl, ich war dabei. Bitte mehr davon, aber in kleinen Häppchen, damit ich länger was davon habe.

Gruß
Susanne
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Alt 26.02.2010, 19:45   #6
serrapinto
hat noch nix
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serrapinto ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Reden AW: Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

freut mich , daß es doch noch ein paar Leute gefällt!

also weiter gehts:

Hier habe ich Portugals - Geschichte " Live " miterlebt.

Die Nelken Revolution!!!




DER TAG AN DEM ALLES ANDERS WURDE
25.APRIL

Es war eigentlich ein Tag wie jeder andere , es war ein Donnerstag und ich fuhr wie jeden Tag arbeiten, es geschah nichts aufregendes.
Abends gingen wir zu den Vivaldos zum essen wie so häufig.
Es muß so gegen 23 Uhr gewesen sein , es lief der Fernseher wie immer. Auf einmal rauschen, kein Bild mehr Herr Vivaldo ging hin und fummelte an dem Ding ein bisschen rum, plötzlich war ein Militärheini mit Monokel auf dem Bildschirm.
Ich dachte das sein irgendein Film, dann war nur noch wildes Durcheinander ,schreien, heulen, Freude ängstliche Gesichter alles durcheinander.
Es dauerte bestimmt einen halbe Stunde, bis ich eigentlich begriff, was da passiert ist.
Das Militär hatte den Diktator Caetano gestürzt!!!
Ich konnte die Sache nicht so richtig einordnen.
Das Telefon war tot, lediglich General Spinola war auf dem Bildschirm zu sehen.
Wir waren fast die ganze Nacht bei den Vivaldos, wir wussten ja nicht ob uns auch jemand an die Wäsche will und bei den Vivaldos fühlten wir uns etwas sicherer als allein im Haus.
Zumal der Schwiegersohn vom alten Vivaldo auch beim Militär war und auch immer seine Walther bei sich hatte.
Er war es auch der irgendwie Informationen wo auch immer herhatte, dass es einen friedlichen Umsturz gegeben habe, das Militär hatte alles in Griff und es besteht keine Gefahr für Leib und Leben.

„Die sogenannte Nelkenrevolution“.

Ich war dabei!!!

Also machten wir uns am Morgen auf in die Firma.
Bis zur AGFA wurden wir 2-3 mal vom Militär kontrolliert, aber das wars schon.
In der Firma angekommen war schon reges Treiben es wurden als erstes die Leute die trotzdem gekommen sind nach Hause geschickt, es wurde bis Montag bezahlte Freizeit versprochen.
Unter uns Deutschen wurde ein Notfallplan herausgegeben, wer wen im Notfall zu informieren hat. (haben wir Gott sei dank nie gebraucht)
Gegen Mittag waren wir schon wieder bei den Vivaldos, wo sich im nach hinein herausstellte dass die Familie Vivaldo im Untergrund kräftig mitgemischt hatte.
Das haben sie gut gemacht wir haben gar nichts gemerkt.
Die nächsten Tage blieben wir nur im Haus oder bei den Vivaldos.

Es gab in Coimbra ein paar Prügeleien, vor allen die Pide Leute( alte Geheimpolizei) haben mächtig Prügel bezogen, aber auch mit recht!
So habe ich die Nelkenrevolution erlebt , nicht sehr spektakulär oder?

Die Lage hatte sich schon sehr beruhigt und wir fuhren am Montag wieder in die Arbeit.
Aber irgendetwas war anders, ich konnte es fühlen aber ich wusste nicht was es war.
Es lag ein Knistern in der Luft.
Lange dauerte es nicht bis sich die Leute rührten, nach kurzer Zeit waren die ersten Gewerkschaften da, Betriebsrat und Vertrauensleute wurden gewählt, es gab mehr Kohle und mehr Urlaub, Coca-Cola und Marlboro waren auch zu haben und alles wurde schlagartig teurer.
Neue Feinschmeckparadiese entstanden MC Donald und Co.
Parteien wurden gegründet auch die Kommunisten waren auf einmal da!
Unserem Schlagmann an der Gallere glaube ich wurden auch die Flügel gestutzt von wem auch immer, es hat geholfen. Er war eine Woche krank was normal nicht vorkam und er hatte ein etwas verschobenes Gesicht.
Ich glaube er ist irgendwo gestürzt. Er wurde ganz brav.

Das lästige an der ganzen Sache, war die ständige Präsenz des Militär.

Jetzt hatten wir eine Militärregierung!

Anfang Juni fuhr ich mit Rudi an die Algarve nach Quarteira in ein Bungalowdorf.
Wir machten eine Woche Strandurlaub –Sonne-Sand und Sünde
Gut erholt zurück nach Coimbra, ich glaube ich sagte damals das erste mal“ nach Hause „!!!
Das war damals noch eine richtige Reise von 8-10 Std. Jetzt ist das alles Autobahn und ich bin es schon in 4 Std. gefahren, eigentlich vor der Haustür.
Als wir eines Abends von unserer Tour durch Coimbra nach Hause kamen, du Schreck, im Haus war eingebrochen worden.
Es wurde einiges geklaut nichts großartiges, aber es war ein eigenartiges Gefühl der Unsicherheit fortan in mir und auch Rudi fühlte so.


Ich glaube es war Mitte Juli als mein Bruder anrief.
„ Hi, Du ich komm am 25 Juli mit ein paar Spezln für 2 Wochen“.
Ich sagte natürlich ok passt schon.
Mein Bruder ist 1 ½ Jahre jünger als ich und hatte gerade seinen Führerschein gemacht.

Am 23 Juli rief ich meine Mutter an , ob mein Bruder tatsächlich kommt, die Antwort: „ die sind schon unterwegs“.

2 VW Käfer und 4 Mann.

Am 25 Juli saß ich wie auf Kohlen , wartete den ganzen Tag .
Spät in der Nacht kam ein Anruf der Guardia Civil:“ bei uns sind 4 Mann aus Deutschland“ ich sollte sie abholen,gesagt getan.
Jetzt musste ich auch mein Versprechen einhalten, :
Vor meiner Abreise nach Portugal, habe ich allen die ich gut kannte , versprochen, wer mich besucht braucht nur seine Reise zu bezahlen den Rest mach ich.

So die ersten 4 waren schon da!
Und ich kannte viele!

Die nächsten 14 Tage ließen wir es uns gut gehen ,
1 Wochenende in Lissabon mit allem was dazugehörte,
einschließlich Hafenviertel, Texas-Bar , Bar- Atlantico usw.
4Tage zelteln in Praia da Mira.
Ausflüge nach Nazare ,Porto usw.
Der Spaß kostete mich 1500 DM, ein Haufen Geld!
Ach ja, bei unserem Ausflug nach Nazare , wir waren gerade am Strand, weil es besonders hohe Wellen gab, wurden an unseren beiden Autos die Seitenscheiben eingeschlagen und alles geklaut ,3 Fotoaparatesämtlich Handtäschchen, diese blöden Dinger wo man alles reinpacken kann waren damals auch für Männer in!
Es war alles weg, alle Ausweise, Bargeld , einfach alles.
Vor der Revolution wäre das nicht passiert, da hättest du 1000 DM offen im Auto liegen lassen können.
Aber auch das ist der Preis für ein freies Leben!
Meine Jungs bekamen von der Polizei Ersatzpapiere damit sie wieder heimkommen.
Das war ein blaues Din A4 Blatt mit jeder Menge Stempel und ein bisschen Gekritzel drauf. Es stand irgendwas von „ Roubado „ ( geklaut)drauf.
Als ich mit meinem Bruder nach seiner Heimreise mal sprach, sagte er:
Die haben an den Grenzen Spanien und Frankreich den blauen Zettel nur gesehen und sofort durchgewunken, wahrscheinlich waren sie nicht die ersten und dachten ,

„o Je diese armen Schweine“.


In der zweiten Augustwoche trat ich meinen Urlaub an.
Ich hatte 3 Wochen zum Faulenzen, dachte ich!
Es war am 17. August ich weiß es noch wie heute, auf einmal Mitten in der Nacht ein Riesen Krach vor unserem Haus , nichts wie raus, und da standen Sie ,Werner auch Gent genannt ( weil er so einen Beckenbauerstil hatte), Heinzi auch Fuzzy genannt , Leo, Rudi und Manni.
Meine Fussball- Spezl waren gekommen die halbe Mannschafft mit 3 Autos, wollten mich überraschen, was Ihnen auch gelang.
So das gleiche Programm wie vor 3 Wochen, nur etwas verkürzt, weil sie ja eigentlich nur auf der Durchreise waren.
Die Durchreise zog sich ca. 2 Wochen hin, sie haben sich immer wieder verfahren, und sind immer wieder bei mir gelandet!
Das war mein erster Sommer in Portugal!
Die nächste Zeit bis ca. Mitte Oktober verbrachten wir mit arbeiten und unseren allabendlichen Runden ins Piolio, Cafe Nora bei den Vivaldos oder im Tem Tem einem super Brasilianer oder auch beim Billiard spielen.
An den Wochenenden waren wir meistens in Praia da Mira wo wir ein Hauszelt über die gesamte Saison stationiert hatten.
Es war immer was los und ich war ständig auf Achse.

In der Firma lief alles wie es sein sollte, es wurden Fotos gebaut ohne ende aber nur für wen???
Doch irgendetwas stimmte nicht, meine Mädchen an den Montagebändern waren ständig am tuscheln.
Aber für was hat man denn seine Wasserträger, meiner war mein Freund Madeira, der als Vorarbeiter bei mir war.
Ein Super Typ, er hat mich ständig mit Bagacco und Bier versorgt
Und auch diesesmal konnte ich mich auf Ihn verlassen.
Er zeigte mir , als wir uns zusammen ein Bierchen genehmigten, ein Bild.
Dieses Bild veränderte auf einen Schlag mein Leben!!!
Das Bild zeigte einige unserer hohen Herren mit

" meinen Mädchen aus meiner Montage „ in eindeutigen Positionen!

Das war mein Startsignal!



gruß

Herbi
serrapinto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2010, 21:25   #7
HeiMa
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Standard AW: Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

... schöne Geschichte kann man auch mehrmals lesen

.... schöne Erinnerungen an früher kommen da wieder. Ich war auch am 25.April 1974 in Portugal- war da gerade 14 Jahre und wir wollten den nächsten Tag nach Hause fliegen und das war wohl nix - so habe ich dann meine Konfirmation am Sonntag verpasst....


... aber jetzt geht deine Geschichte weiter.

HeiMa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2010, 17:10   #8
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Standard AW: Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

Herbi,

ich hab das meinem Mann noch zum Lesen ausgedruckt und nu warten mindestens wir beide auf die Fortsetzung. Also hau in die Tasten. Das liest sich weg wie nix.

Gruß
Susanne
caracol ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2010, 17:37   #9
serrapinto
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Standard AW: Meine ganz persönliche Portugalgeschichte

Und weiter gehts!


AUF DER PIRSCH

Nun war ich nicht mehr zu halten, es wurde gefiltert, welcher Typ welch Haarfarbe, o Gott, es waren so viele!
Mein „Freund L.“ bekam das natürlich auch mit, und muckte auf, ich fragte Ihn, ob er denn schon mal ein paar bestimmte Bilder gesehen hätte.
Damit war alles erledigt, und ich hatte freie Bahn.
( übrigens, die Personen auf den Bildern waren alle schon brav verheiratet aber nicht mit den Mädels auf den Bildern- wie man nur so blöd sein kann- ich meine sich dabei fotografieren läst)
Jetzt war es aus mit dem Billiard spielen , Fussballtraining, in Mira Boccia spielen usw. ich hatte für solchen Kram keine Zeit mehr auch meinen WG Genossen Rudi bekam ich kaum mehr zu Gesicht.
Natürlich bekamen das die Mädels nun auch mit, dass ich auf einmal Interesse am weiblichen Geschlecht zeigte
( sie wussten ja nicht , dass ich den AGFA Keuschheitgürtel anhatte aber nun den Schlüssel hatte!!! )
Es wurden mir Zettelchen zugesteckt und ich bekam kleine Geschenke ( meistens Bagacco) es wurde mir einfach zuviel und ich freute mich schon auf den Weihnachtsurlaub, der von 08.12. – 27.12 geplant war.

Wir, Rudi und ich entschlossen uns das schöne Haus in Vale de Canas aufzugeben und uns eine Wohnung in der nähe unserer Firma zu suchen, das hieß in Taveiro weil wir unseren Firmensitz dahin verlegten.
Über einen Bekannten bekamen wir eine schöne 3 Zimmer Wohnung keine 500 Meter zur Firma.
Der Einzug sollte nach dem Weihnachtsurlaub stattfinden.





WEIHNACHTSURLAUB mit HINDERNISSEN

Am 08.12 gings ab nach Lissabon ,ich parkte mein Auto am Flughafen.
Da mein Flug erst am 09.12 mittags war hatte ich noch einen schönen Tag für Lissabon.
Ich quartierte mich im Hotel Jupiter ein, dort war ich schon bekannt, als o´Allemao .( „der Deutsche“ )
Ich wurde stets mit Handschlag begrüßt, und die blöden Touris schauten immer ganz doof.
Dann gings ab auf die Piste volles Programm.
Das Zimmer hätte ich mir sparen können, hab nur den Koffer geholt und bezahlt.( + fürstliches Trinkgeld wie immer)
Um 14°° ging mein Flieger, irgenwann um 18°° oder so kam ich in München Riem an. Es war ein Empfang , wie ein Traum alle meine Kumpels waren mit Portugal T-Shirts angetreten, ich hatte Tränen in den Augen!
Abends im Ostlerheim ließen wir es mächtig krachen.
3 Tage später war die Weihnachtsfeier im Ostheim angesagt.
Es lief auch alles glatt bis ich um ca. 11°° auf dem Weg zur Toilette unglücklich ausrutschte und mir den Fuß verletzte.
Natürlich stocknüchtern!
Auf alle Fälle, bin ich erst am nächsten Tag zu Hause im Wohnzimmer aufgewacht, und wollte aufstehen:
Es tat höllisch weh und ich betrachtete meinen linken Fuß, oh weiha, er war total geschwollen, ab ins Neu-Perlacher Krankenhaus.
Ich dachte ok, Weihnachtsurlaub gelaufen , Gips und zu Hause bleiben.
Es kam anders:
Operation, sechs Wochen Klinik.( über Weihnachten und Sylvester)


(Da durfte man noch im Zimmer rauchen und
ein bisschen Bier trinken!!!)

Mitte Februar war ich wieder auf Achse, hatte ein Laufgestell aus Leder mit Federung bekommen. Dieses blöde Gestell hat mich zusätzlich 2 Wochen Klinik gekostet, weil es eine Sonderanfertigung war, und zuwenig Personal im Herstellerbetrieb war.
Das Ding hatte ich nur 3mal an, bei der Entlassung und bei der ersten und zweiten Nachuntersuchung.
Bei der ersten Nachuntersuchung bekam ich vom Onkel Doktor einen Anschiss, weil das Ding noch so neu aussah, und er meinte ich bewege mich zu wenig!
Da hätte er mal in den Laterndlkeller kommen sollen!!!
( war unsere Stammdisco am Rosenheimer Platz )
Übrigens bei der 2. Nachuntersuchung hat er nichts mehr gesagt.
Habe meiner Schwester das Ding angeschnallt 20 DM in die Hand gedrückt und die ist dann damit stundenlang am Balkon rumgerannt.
Für was hat man den die liebe Verwandtschaft? So mitte Februar muß es gewesen sein, als ich meine Krankenverlängerung wieder in der AGFA abgeben musste
Als ich den Rudi traf, er war auch gerade auf Heimaturlaub und wir gingen zusammen zu Salvino Pizza essen.
Da sagte er: wieviel Bonus hast Du denn bekommen!
Es stellte sich heraus, dass alle deutschen Mitarbeiterin Portugal einen Sonderbonus erhalten haben.
Am nächsten Tag war ich auf der Bank und überprüfte mein Konto: nichts!
Anschließend sofort zu meinem Freund Dr.Waldt , für mich hatte er immer Zeit, hat sofort die anderen rausgeschmissen und sich meinem Anliegen gewidmet.
Er telefonierte nach Leverkusen und was weis ich wohin noch.
Sache war, am nächsten Tag hielt ich einen Auszahlungsschein für die Betriebskasse in Höhe von 5.000 DM in den Händen.
Eine Stunde später hatte ich die Kohle in den Händen .
Die nächsten Tage lebten sich sehr viel leichter und meine Familie bekam auch was von dem Kuchen ab.
Mein Tag der Abreise nach Portugal stand auch schon wieder fest , es sollte der 09.03.1975 sein.



Übrigens:
ca. einen Monat später rief mich meine Mutter an,
die bekam ja meine Bankauszüge, dass aus der Schweiz 5000 DM von irgend jemand überwiesen wurden!
Komische Sache Hi Hi.


EINE AUSSERGEWÖHNLICHE REISE

Ich hatte beschlossen, nicht mit dem Flugzeug sondern mit dem Zug nach Portugal zurück zu fahren.
Gesagt getan :

Abfahrt: München Hbf – 22°°
1° Klasse -Schlafabteil für 2 Personen
mein Abteilgenosse war ein älterer Herr aber sehr angenehm und wir unterhielten uns über die verschiedensten Sachen und so um 1°° fielen mir die Deckel runter.
Um 7°° weckte mich ein komisches Geräusch wir waren schon im Gare de Nord angekommen und mein Genosse hatte es auch verpennt.
Ich musste mich sputen, weil ich den Zug Richtung Süden erwischen musste, und der ging um 8Uhr 30 von einem anderen Bahnhof auf der anderen Seite von Paris, und wer Paris kennt, weiß wie lange man morgens durch die Stadt braucht!
Aber ich habe es geschafft und den Zug Richtung Süden erwischt.
Abfahrt: Gare de? – 8 Uhr 30
1° Klasse – 4 Personen Abteil
Das Wetter passte super und ich konnte nun Frankreich richtig genießen.
Es wurde Frühstück gereicht und ständig kam jemand und fragte ob alles passe.
Zum Mittagessen wurden wir in den Salon gebeten und es gab ein feudales 5 Gänge Menue.
Jetzt wusste ich auch, warum diese Reise mehr als der Flug gekostet hat
( die Flüge kosteten damals noch ca. 1300 DM einfach, es gab noch keine Charter nach Lissabon.)
Ich lies es mir gut gehen und so kurz nach dem Mittagessen um ca 17 °° kamen wir in Irun an der spanischen Grenze an.
Nun hieß es aussteigen und in den spanischen Zug umsteigen. Jetzt erst verstand ich warum , die Spanier haben schmalere Schienen .
Also neuer Zug neues Glück.
Abfahrt: IRUN 19°°- 1° Klasse Schlafwagen Einzelabteil m. Bad &WC
Leider habe ich von Spanien nichts mehr gesehen da es schon dunkel war,
aber ab 21 °° war Abendessen angesagt, und das war fantastisch.
Es gab nur vom feinsten und ich hatte tolle Tischgesellen, das ganze zog sich bis bestimmt 2°° oder so und ich war mächtig prall von den Unmengen von CARLOS °1.
Um 9°° weckte mich der Stewart und sagte, wir seien in ca 1 Stunde in Coimbra.
Ankunft : Coimbra Station B ca. 10°°

Wer steht da RUDI!




Bald gehts weiter!

Herbi
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Neuperlach Krankenhaus Dez 1974.jpg (100,6 KB, 33x aufgerufen)
serrapinto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2010, 10:52   #10
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*schubs*

Unglaublich, dass es sich bei dem Foto um ein KRANKENHAUS-Foto in Deutschland handelt!
caracol ist offline   Mit Zitat antworten
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