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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sarrazins neue Euro-Thesen - Diskussion


Trofense
21.05.2012, 08:59
Der ehemalige Bundesbanker Thilo Sarrazin nimmt sich in seinem neuen Buch die Euro-Lügen vor. Besonders stört Sarrazin die ewige Warnung der Rettungspolitiker, dass mit dem Euro auch Europa scheitere.

Sarrazin attackiert in seinem Buch SPD, Grüne und Linkspartei wegen ihrer Forderung nach gemeinsamen europäischen Staatsanleihen.
(Focus)

Nach Ansicht des Autors ist durch die zahllosen vergeblichen Rettungsmaßnahmen längst „nach außen der Eindruck der deutschen Erpressbarkeit“ entstanden.
Ist der (T)Euro noch zu retten? :pssst:
Ein Akt der politischen Irreführung ?
Europa braucht den Euro nicht ??

Steinbrück: (http://www.focus.de/politik/deutschland/steinbrueck-bullshit-heftige-reaktionen-auf-sarrazins-euro-thesen_aid_755721.html)


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/thilo-sarrazin-europa-koennte-auch-ganz-gut-ohne-den-euro-leben-11758110.html

Sir Iocra
21.05.2012, 10:18
M.e. braucht Europa den Euro nicht, und sicherlich nicht für die Integration. Jetzt ist er aber da und auch Herr Sarrazin gab gesternabend zu, dass eine Rückkehr zu DM/Gulden/Franc etc. illusorisch ist. Wenn es Probleme gibt, wie in diesem Fall bei dem Euro, erwarten wir von Politikern immer sofort eine Patentlösung, damit wir uns dann nicht mehr durch dieses Problem belästigt fühlen. Gerade in Deutschland mit dem Hang zum Perfektionismus, ist es für viele unverständlich, dass bei der Einführung nicht alle Eventualitäten abgewogen wurden. In manchen Ländern im Euroraum kann man leichter mit den Risiken umgehen in anderen halt nicht.
Sarrazin hat erkannt, wie man mit den Ängsten der Leute bez. Integration oder Euro ein Haufen Geld verdienen kann. Frage ihn aber nicht nach konstruktiven Lösungen, denn da bleibt er auch sprachlos.
Johan

XT600
21.05.2012, 23:03
also diskutieren wir das auch noch hier in Bezug auf Latin Europe:liebe:

Wie "Sir Iocra" sagt sind wir im Norden inkl. Skandinavien (hier Finnland) sehr pefektionistisch veranlagt: das gibt es Regeln und Gesetze an die man sich zu halten hat - basta. Wer Finnland besser kennt, weiß, daß kleinste Übertretungen im Straßenverkehr mit Geldbußen geahndet werden, die einkommensabhängig sind. Und Ausländer sind "per se" die schlechten, Russen und (finnische) Zigeuner traditionell, heute auch Schwarzafrikaner.

In Deutschland trifft vorallem letzteres zum Glück zwar nicht mehr zu, aber der Hang zum Perfektionismus ist auch hier deutlich zu erkennen.

Portugiesen, Griechen, Spanier und Italiener sind es einfach gewohnt anders zu leben. Die sehen die Regeln des Staates oft nur als Richtlinie, die man mehr oder weniger einhalten muss.

Man hätte einfach VOR der Euroeinführung von den Staaten verlangen müssen, daß sie ihre Hoheit über Steuern und Haushalt abgeben. Wieviele hätten dann mitgemacht? Also hat man gedacht: je mehr desto besser, kommt ihr Kinderlein kommet und es wird schon schiefgehen.

Und nun bricht das System zusammen.... es wäre schade, die Schuld alleine den Südländern zu zuschreiben!