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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fátima


euzinho
12.05.2012, 22:58
Die Fátima-Pilgerei ist ja gerade wieder überall in den Medien ...
Was haltet ihr eigentlich von dem ganzen Theater? Als Atheist denk ich ja, dass nichts dran ist an Fátima, aber scheinbar sind sehr viele Leute anderer Meinung :fies:
Vielleicht ist es - zumindest heutzutage - einfach Ausdruck des portugiesischen Geltungsbedürfnisses basierend auf dem geringen nationalen Selbstwertgefühl? Wow, der heilige Geist war in Portugal, unser Land muss ja echt toll sein :fies:

suse
13.05.2012, 07:48
Guten Morgen euzinho!

Ich bin anderer Meinung als Du. Vor drei Jahren war ich selbst in Fatima.
War schockiert über die Häßlichkeit und die Kommerzialität des Ortes.
Sah Frauen auf Knien zum Altar rutschen, die von ihren kleinen Töchtern
händchenhaltend begleitet wurden. Es wirkte, als hätten sich die Rollen
vertauscht und das Kind sei plötzlich die Mutter.
Riesige Kerzen und Gliedmassen aus Wachs wurden als Opfer und Führbitte ins lodernde Feuer geworfen etc. etc.
Doch während meines Aufenthaltes dort, schlug meine Abneigung in Verständnis um. Was für mich undenkbar erschien, gestand ich den anderen mit Wohlwollen zu. Wenn es gut tut, Mut macht und für Momente den Alltag verzaubert, hat es seine Sinn erfüllt.
Die Legende über die Hirtenkinder in Fatima ist natürlich wieder eine andere Sache.

Lisa
13.05.2012, 14:11
Ich war 1972 in Fátima und dann wieder nach 24 Jahren, also 1996.
Damals hat mich die Kommerzialisierung erschreckt - Geschäftemacherei an jeder Ecke.
Ich bin aber seit dem Jahre 2000 bis 2008 jedes Jahr in Fátima gewesen und habe eine Kerze mit Fürbitten für alle die mir nahe stehen angezündet.
Als Hintergrund: Ich habe in Kevelaer gewohnt (1985-92) und in Krefeld in der Strahlentherapie gearbeitet. Viele meiner Patienten haben mich gebeten, für sie ein Kerze in Kevelaer in der Kerzenkapelle anzuzünden und eine Fürbitte für sie zu beten.
Es hat ihnen bei der Verarbeitung ihres Leidens geholfen - nichts anderes und ich denke, dass ist schon sehr viel.
btw. ich bin nicht katholisch, aber christlich erzogen worden.

Ellen
14.05.2012, 22:03
Vielleicht ist es - zumindest heutzutage - einfach Ausdruck des portugiesischen Geltungsbedürfnisses basierend auf dem geringen nationalen Selbstwertgefühl? Wow, der heilige Geist war in Portugal, unser Land muss ja echt toll sein :fies:

Diese deine Aussage empfinde ich als mächtig überheblich ehrlich gesagt!
Natürlich ist da auch viel Kommerz und viele Touristen. Ich war auch schon einige Male dort, allein und auch mit portugiesischen Freunden.
Aber wenn du in die Gesichter derjenigen siehst, die dort wirklich beten oder auch trotz blutenden Knien bis zur Kapelle kriechen, dann wirst du erkennen, dass es ihnen wichtig ist.
Ich wurde jedenfalls immer ganz still dort, obwohl ich wie du Atheist bin.

Wenn es gut tut, Mut macht und für Momente den Alltag verzaubert, hat es seine Sinn erfüllt.

Genau Suse, so seh ich das auch!

Ellen

gUNA
14.05.2012, 22:29
Diese deine Aussage empfinde ich als mächtig überheblich ehrlich gesagt!
..

Hat bestimmt alles nur mit dem Süd-Nord-Gefälle zu tun ;o)

gUNA
14.05.2012, 22:57
btw (http://hpd.de/node/8060)..

suse
15.05.2012, 12:26
Ein sehr interessanter Artikel.
Danke gUNA.

_hoschi_
15.05.2012, 12:42
Was mir in dem Zusammenhang einfällt ist, dass ich neulich mal irgendwas gesehen oder gelesen habe über einen Fotografen der dort Fotografiert... Evtl. auch im TV. Sehr interessant. War es vielleicht in Link aus dem Forumn hier?

Britta
15.05.2012, 13:10
Hallo hoschi,

es war eine Doku im deutschen TV, ich habe dies auch gesehen.

Der Fotograf ist Franzose und fotografiert in Fátima seit Jahren - vornehmlich Gesichter. Und diese Doku war sehr beeindruckend, die Gesichter der meist alten und sehr alten Menschen, voellig entrueckt im tiefen Glauben und wohl auch der Hoffnung.

Wie Ellen schon schrieb: man wird da ganz still.

Britta

euzinho
15.05.2012, 15:11
Mich deprimiert das ganze eher. Diese Leute steigern sich da in etwas hinein und sind glücklich damit. An sich nichts Schlechtes, klar. Aber ich finde es etwas traurig, dass moderne Menschen so ticken und manche das scheinbar benötigen.
Irgendwie sind diese Pilger für mich eine harmlose Variante der Filipinos, die sich zu Ostern ans Kreuz nageln und auspeitschen lassen.
Ich bin wohl hoffnungslos nüchtern, weshalb es mir schwer fällt, religiöse Leute in dieser Hinsicht ernst zu nehmen. Ich kann nicht einmal etwas mit Spiritualität anfangen. Humanismus und Philosophie, gerne, aber Spiritualität? Ich weiß nie, was genau damit überhaupt gemeint ist.

Bomboka
16.05.2012, 00:12
Euzinho - dir fehlt vielleicht einfach der Sinn für Glaube, und eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit so manchem Wunder in deinem Leben.... so wie zum Beispiel jemand, der Rot/Grün blind ist, keine wirklich bunten Bilder malen kann oder einer der lebenslang durch eine Magensonde ernährt wird, niemals sagen kann, wie ein Brathähnchen und ein Bier schmecken...

Nur - leid tust du mir schon für diese (momentane) Tatsache, denn nichts und niemand wird dich trösten können und dir Hoffnung geben, wenn alle Hoffnung verloren ist, an irgend einem Punkt, der mit Sicherheit in deinem Leben auftreten wird.... An einem Punkt, an dem dir nur noch das Beten und der Glaube bleiben würde.

Wohin geht dein Geist, deine "Essenz", wenn du deinen allerletzten Atemzug getan hast?
Ins Nichts?
Ja, Euzinho, wenn du DARAN glaubst, dann ist das dann leider auch so, für dich.

Hast du je gesehen und beobachtet wie "leer" so ein "Erdenvehikel" Körper anmutet, nachdem er "den Geist aufgegeben hat", wenn alles Leben aus diesem Körper erloschen ist?

Glauben können verleiht Flügel, denn man kann niemals tiefer fallen, als in Gottes Hand.
cumprimentos da Bomboka

K.P.
16.05.2012, 08:11
Nur - leid tust du mir schon

Da gilt dann, was Ellen auf Euzinho gemünzt hat: "Diese deine Aussage empfinde ich als mächtig überheblich ehrlich gesagt!"

Was die fehlende Hoffnung angeht: so stellt sich diese ja Verzweiflung 1. nur ein, wenn man sie gehegt hat und 2. gibt es eine ganze Reihe europäischer Kultur- und Entspannungstechniken von Seelenruhe bis Selbstmord, um mit dieser Hoffnungslosigkeit leben zu lernen.

Was Fatima angeht: da geht es doch auch wie Euzinho angemerkt hat, nicht nur um individuellen Glauben, sondern das ist eine religiöse Maschine, die ganz bestimmt, würde ich sagen, viel zur politischen Apathie ganzer Generationen beigetragen hat.

Jota
16.05.2012, 08:41
Nur - leid tust du mir schon für diese (momentane) Tatsache, denn nichts und niemand wird dich trösten können und dir Hoffnung geben, wenn alle Hoffnung verloren ist, an irgend einem Punkt, der mit Sicherheit in deinem Leben auftreten wird.... An einem Punkt, an dem dir nur noch das Beten und der Glaube bleiben würde.

Ich glaube, du kannst dir dein Mitleid da sparen. Ein wirklich aufgeklärter Geist braucht so etwas gar nicht.

Ich frage mich auch, warum gerade die religiösesten Menschen am hysterischsten trauern, wo doch ihre lieben Verstorbenen angeblich in das Reich ihres Gottes übergehen. Sollte man das dann nicht freudig feiern?!? Oder glauben sie im Grunde ihres Herzen gar nicht wirklich an all diese Versprechungen?

Wohin geht dein Geist, deine "Essenz", wenn du deinen allerletzten Atemzug getan hast?

Dafür ist bereits gesorgt... mein Geist schwirrt schon jetzt u.a. durch die US-Kongressbibliothek (auch in der Universidade Lusíada de Lisboa wurde er schon gesichtet) und wird der Nachwelt vielleicht nicht ewig, aber immerhin einige Zeit erhalten bleiben. :D

Glauben können verleiht Flügel, denn man kann niemals tiefer fallen, als in Gottes Hand.

Das kann Red Bull laut Eigenwerbung auch. Und der trau ich genauso wenig über den Weg wie den Versprechungen irgendeiner Religion. ;)

2. gibt es eine ganze Reihe europäischer Kultur- und Entspannungstechniken von Seelenruhe bis Selbstmord, um mit dieser Hoffnungslosigkeit leben zu lernen.

Selbstmord als Entspannungstechnik? Nice one... :D

Was Fatima angeht: da geht es doch auch wie Euzinho angemerkt hat, nicht nur um individuellen Glauben, sondern das ist eine religiöse Maschine, die ganz bestimmt, würde ich sagen, viel zur politischen Apathie ganzer Generationen beigetragen hat.

Selbst meiner Frau, der als Brasilianerin der Glaube ja in die Wiege gelegt wurde, war der Zirkus dort nicht geheuer.

Bomboka
16.05.2012, 08:58
http://www.youtube.com/watch?v=SQXmnQ_Fyzg&feature=youtube_gdata_player

Dass mir jeder leid tut, der an nichts glauben kann ist in deinen Augen überheblich, KP?
So war es bestimmt nicht gemeint!
Es mag ja sein, dass DIR ein Entspannungskurs in der RehaKlinik, oder das Manager Seminar "Runterkommen, wäre das was für mich?" genug Erdung, Trost und "Seelenfrieden" bringt.....

Frueher, als mir noch nicht all das passiert ist, was mir bis heute geschehen ist, da habe ich immer DIE Leute beneidet, die Glauben hatten - egal welchen!
Glauben macht das Leben leichter, KP.
Ein berühmter Kommunist nannte Glauben "Opium fürs Volk" ...... es kommt eben immer auf den Blickwinkel an....
Und Glaube versetzt buchstäblich Berge!
boooommmm diiiia prä todos
Bomboka

K.P.
16.05.2012, 09:26
Es mag ja sein, dass DIR ein Entspannungskurs in der RehaKlinik, oder das Manager Seminar "Runterkommen, wäre das was für mich?" genug Erdung, Trost und "Seelenfrieden" bringt.....

Na ja, ich habe ja nicht umsonst hochtrabend von "europäischen Kultur- und Entspannungstechniken" gesprochen, mit Seminaren zu Sinn & Sein kenne ich mich nicht aus, und meine Parole lautet immer noch Stop Making Sense!


Ein berühmter Kommunist nannte Glauben "Opium fürs Volk" ...... es kommt eben immer auf den Blickwinkel an....

Man bringt das Opium-Zitat immer um seinen Witz (und vergisst, dass Marx nun wirklich kein eindimensionaler Atheist war), wenn man den Anfang vergisst:
"Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist."

Was Fatima angeht, so finde ich "Gemüt einer herzlosen Welt" dann gar keine schlechte Charakterisierung, "Gemüt", aber das halt unter den aktuellen technischen & medialen Bedindungen.

Bomboka
16.05.2012, 09:31
Ich glaube, du kannst dir dein Mitleid da sparen. Ein wirklich aufgeklärter Geist braucht so etwas gar nicht....
Ich frage mich auch, warum gerade die religiösesten Menschen am hysterischsten trauern, wo doch ihre lieben Verstorbenen angeblich in das Reich ihres Gottes übergehen. Sollte man das dann nicht freudig feiern?!? Oder ......

1.Was soll denn in deinen Augen ein WIRKLICH aufgeklärter Geist sein, Jota????

2.ich denke, dass jeder Mensch gleich trauert ---
wenn du beispielsweise ein Kind verlierst ist dein Schmerz genauso tief, nur, dass ein glaubender Mensch schneller Trost findet. Von wegen, die sind am hysterischsten.... Wo hast du denn diese Theorie her?

Ein nicht glaubender Mensch verliert da viel leichter den Boden unter den Füssen und springt - wie KP - aus dem Kellerfenster ;-))))

Glaube du nur, dass deine Wesenheit nach der Inop-Werdung deines Körpers im Weltraum herumschwirrt.....ist doch ne nette Vorstellung, wenn dich diese begeistert... nur - das würde mir nicht reichen - und in einer Bibliothek hocken auch nicht....:-D

Glaube ruhig an Geld, an deine eigene Leistung, an Biogemüse, an Marlboro, an Wein,an Fitnesstraining, an Konsum, an deine Rente, an Macumba, Tarot oder an Dmax- glaube doch alles, was du willst!!!! Dafür wird das Ding ja "Glaube" genannt.
und damit ist auch jede Debatte hinfällig.

Man sollte nur Glaube von Religionen und Kirche differenzieren können.
Cumprimentos da Bomboka

gUNA
16.05.2012, 09:39
Euzinho - dir fehlt vielleicht einfach der Sinn für Glaube, und eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit so manchem Wunder in deinem Leben.... so wie zum Beispiel jemand, der Rot/Grün blind ist, keine wirklich bunten Bilder malen kann oder einer der lebenslang durch eine Magensonde ernährt wird, niemals sagen kann, wie ein Brathähnchen und ein Bier schmecken.
Nur - leid tust du mir schon für diese (momentane) Tatsache, denn nichts und niemand wird dich trösten können und dir Hoffnung geben, wenn alle Hoffnung verloren ist, an irgend einem Punkt, der mit Sicherheit in deinem Leben auftreten wird.... An einem Punkt, an dem dir nur noch das Beten und der Glaube bleiben würde.

wer würde, wenn einem der Sinn für Glaube fehlt, kein Verlangen vorhanden ist, eigenständig selbigen künstlich erzeugen?
Dann doch wohl nur von aussen möglich und nötig, wenn auf Fragen, welche ganz natürlich aufkommen, unzureichende, simplifizierende Antworten gegeben werden (müssen), mit denen sich der Ratgebende selber den realen Begebenheiten gegenüber weiterhin aus der Verantwortung zieht bzw den Anderen soweit manipuliert, es ihm ihn Zukunft gleich zu tun. Dem Menschen als Herdentier bestimmt ein natürliches Verhalten, wie er sich auch in Fussballclubs etc der Einheit und Sicherheit wegen gruppieren muss.
Mitleid ist da nat. die pazifististe und typisch christliche Waffe, geradezu geeignet für die, die "Liebe" predigen - die sublimste Art jemandem mitzuteilen, dass er nichts wert ist, solange er nicht dem erlauchten Kreis beitritt.



Wohin geht dein Geist, deine "Essenz", wenn du deinen allerletzten Atemzug getan hast?
Ins Nichts?
Ja, Euzinho, wenn du DARAN glaubst, dann ist das dann leider auch so, für dich.

Hast du je gesehen und beobachtet wie "leer" so ein "Erdenvehikel" Körper anmutet, nachdem er "den Geist aufgegeben hat", wenn alles Leben aus diesem Körper erloschen ist?


Epikur:
"Das schauerlichste aller Übel, der Tod, hat also keine Bedeutung für uns; denn solange wir da sind, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, dann sind wir nicht da.“

caracol
16.05.2012, 09:41
Jeder so, wie er möchte, solange er es anderen nicht aufdrängt! Gilt in vielen Bereichen.

Ich freu mich, wenn meine über 70-jährigen Nachbarn nach 2 Tagen aus Fatima beseelt wiederkommen, ärger mich im Stillen, dass sie meinen Kindern teuer bezahlte Souvenirs mitbringen.

Ich kann mit dem großen Onkel da oben nix anfangen, weil a) das Bodenpersonal recht schräg rüberkommt und b) so einiges im Großen und Kleinen schief läuft.

Meine Stoßgebete gehen ans Universum, keine Ahnung welche Abteilung. Ist auch schon lange her, hat geklappt.


man kann niemals tiefer fallen, als in Gottes Hand.


Damit kann ich ehrlich gesagt nix anfangen, obwohl ich auch mal was von "in der Hölle schmoren" gehört hab.

Nachtrag: Gerade wenn ich ein Kind verlieren würde, dann würde ich so etwas noch mehr in Frage stellen und garantiert keinen Trost im Glauben finden. Aber wie gesagt, jedem das Seine.

euzinho
16.05.2012, 10:49
Wow, eine regelrechte Diskussion über Religion, cool :)

Ich kann religiöse Leute durchaus verstehen, wenn ich ihnen leid tue. Für viele Gläubige - aber nich alle - ist ja die Religion ein Weg, sich über andere zu stellen, sich überlegen zu fühlen, sich auf der Seite der Guten und Auserwählten zu wähnen, sich der vermeintlichen Unterstützung der Götter zu erfreuen (was mich immer erstaunt bei Leuten, die Schicksalsschläge erfahren; aber dazu verbiegt man einfach jede Logik, um krampfhaft irgendeinen Sinn in Unheil hineinzuinterpretieren, z. B. dass der Unfalltod der Tochter ein Test für die Eltern sei ...), etc.

Aber wie jemand richig sagte, wenn man schlicht nicht denkt, dass es irgendwelche Götter gibt und man deren Hilfe oder was auch immer bekommt, dann wird nichts dies ändern. Bei wem sich dies bei einem Schicksalsschlag ändert, der war zuvor kein intellektueller Atheist, sondern jemand, der seine religiösen Gefühle aus welchem Grund auch immer lediglich leugnete oder vernachlässigte.

Bei mir würde der Tod eines meiner Kinder nichts ändern, einfach nur meine Ansicht der Welt bestätigen, wonach sie eine kalte, gnaden- und gottlose Überlebensmaschinerie ist. Unsere Sinnesorgane und Gehirne ermöglichen es den meisten von uns, die Welt durch eine Art rosa Brille zu sehen, weshalb wir nicht wie Depressionspatienten an Suizid denken.

Das Epikur-Zitat finde ich ganz gut, auch wenn ich es nicht ganz teile, denn der Tod ist sehr wohl auch während des Lebens präsent, nicht nur der scherzliche Verlust Dritter, sondern auch der eigene, als Erkenntnis einer unabänderlichen Tatsache in der Zukunft. Ich bin zwar erst Mitte 40, aber ich denke durchaus öfter an mein Leben und den Tod. Immer öfter frage ich mich, was ich mit dem Rest meines Lebens anfangen soll. Wie bei einem Fußballspiel befinde ich mich in der zweiten Hälfte und der Schlusspfiff rückt immer näher. Was ich bis dahin nicht geschafft habe, werde ich nie mehr schaffen. Aber es tröstet durchaus zu wissen, dass man nicht mehr traurig sein und nichts mehr vermissen oder bereuen wird, sobald man gestorben ist. Natürlich sind die Hinterbliebenen traurig (Erbe gibt es bei mir ja keines zu holen :fies: ), aber das bekommt man ja auch nicht mehr mit.

Bezüglich Fátima, mir wäre es zu anstengend. Mir genügt es, im Kopfhörer meine Lieblingsmusik zu hören, um das Gehirn mit Endorphinen zu überschwämmen und die rosa Brille zu putzen :D

HeiMa
16.05.2012, 12:16
2.ich denke, dass jeder Mensch gleich trauert ---
wenn du beispielsweise ein Kind verlierst ist dein Schmerz genauso tief, nur, dass ein glaubender Mensch schneller Trost findet.

Ich glaube nicht, dass jeder gleich trauert.
Für mich ist die Vorstellung, dass nach dem Tod nichts ist viel tröstlicher und angenehmer. Warum sollte nach dem Tod etwas sein, wo doch vor meiner Geburt auch nichts war. Und ich erinnere mich gern an die Lebzeiten.
Trauerarbeit hat nichts mit Atheismus oder Religion zu tun, sondern man muss den Verlust bewältigen ohne selbst großen "Schaden" zu erleiden. Manchen hilft da eben ihr Glaube, aber ich z.B. brauche dieses Placebo, bzw. die Vorstellung einer Scheinwelt danach nicht.
Ich gestehe allerdings jedem seinen religiösen Glauben zu. Glaube aber nicht, dass diese Leute besser mit Hoffnung, Trauer und Trost umgehen als Atheisten.

Bomboka
16.05.2012, 13:56
Wow, eine regelrechte Diskussion über Religion, cool :)

Ich kann religiöse Leute durchaus verstehen, wenn ich ihnen leid tue. Für viele Gläubige - aber nich alle - ist ja die Religion ein Weg, sich über andere zu stellen, sich überlegen zu fühlen, sich auf der Seite der Guten und Auserwählten......D

Sich über andere stellen? Das glaube ich nicht. Wozu? Was sollte das bringen? Jeder hat seinen eigenen Rucksack zu schleppen und Ausrüstung im Gehirn, sich das kurze menschliche Leben selbst zu gestalten.

Im Sterbeprozess bist du dann sowieso ganz allein -
Genau wie bei der Geburt, gibt es nur Beistand und Begleitung, aber keiner deiner Familie und Freunde kann den Weg ganz mitgehen.... und genau da hilft dem Gläubigen seine Überzeugung nach dem Tod nicht verloren zu gehen.

.....Gläubige Menschen haben es tatsächlich leichter, denn sie können vieles Belastende und Beängstigende einfach "abgeben" , loslassen und in die Hände einer übergeordneten Instanz legen- sie müssen nicht die ganze Verantwortung auf ihre schmalen Schultern nehmen.

Das Loslassen und Abgeben können lässt meinen Seelenfrieden ja überhaupt erst entstehen.
Ich bin kein Getriebener mehr und das erleichtert mir jeden Tag ungemein!
Schließlich müssen wir ALLE im Laufe unseres Lebens so Einiges an Träumen, Vorstellungen, Wünschen und so manche Person loslassen lernen .

Und als Schlusswort( vielleicht :-) )
Gott braucht dich/uns nicht ! :-D

Noch einen himmlischen Nachmittag!
Bomboka

Tatuzinho
16.05.2012, 14:17
Epikur:
"Das schauerlichste aller Übel, der Tod, hat also keine Bedeutung für uns; denn solange wir da sind, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, dann sind wir nicht da.“

Dito!
Jeder sucht sich seinen individuellen Trost....für mich bietet die Kirche auch keinen, aber "wenn es der Psyche dient" .... es kann doch jeder nach seiner Façon selig werden, solange er diese nicht anderen auf's Auge drücken will! Sicher auch ein aktueller Beitrag zur Diskussion um den Islam!?

euzinho
16.05.2012, 14:22
Was das bringen soll? Anthropologisch etwa dasselbe wie Rassismus, also Gruppenbildung auf Kosten anderer, das Gefühl zu schaffen, dass man etwas Besonderes ist, im Gegensatz zu den anderen. Einigen geht es natürlich auch schlicht um Rechthaberei.

Ich seh das alles nicht so theatralisch. Ich brauche mich nicht selbst zu belügen, ich weiß, dass ich mit meinem Tod komplett verloren gehe. Das Einzige, was bleibt, ist das, was ich zu Lebzeiten bewerkstelligt habe, einschließlich der Beziehungen und der daraus resultierenden Erinnerungen, die aber auch schnell verblassen.

Auch will ich es mir nicht so einfach machen, Verantwortung an eine Illusion abzugeben. Ich bin für alles verantwortlich, was ich tue.

Ich habe keine Seele, insofern auch keinen Seelenfrieden :fies:

Bomboka
16.05.2012, 14:41
Ich habe keine Seele, insofern auch keinen Seelenfrieden :fies:

Wie praktisch für dich :-D....- dann kann ja später Sr Mephisto auch lange suchen.

Also doch kein Forumstreffen am Kohlebecken?! :-D

Bomboka
16.05.2012, 15:01
Feiert ihr Nihilisten und Atheisten denn eigentlich auch Weihnachten und Ostern?

Auch morgen -habt ihr da etwa frei? Da ist Christi Himmelfahrt - wäre doch klasse, wenn ihr einfach an solchen Tagen weiter das Bruttsozialprodukt steigert und arbeiten geht.

Dann könnte man ja auch endlich für alle dieses garantierte Grundeinkommen finanzieren, von dem der lässige schwarzgekleidete Antifa Checker mit der Siebzigerjahre - SpiesserBonzenBullenschweinPhobie träumt. Dann braucht Genosse für sein Dope noch nicht mal mehr arbeiten gehen.... wie früher in der DDR.

Schöne Grüsse von der "Knorrfamilienmutter"
Bomboka

euzinho
16.05.2012, 15:17
Ich feiere keines dieser Feste, obwohl es eigentlich eh heidnische sind. Aber ich mag die Lichter an Weihnachten, rein von der Optik her. Und Lebkuchen und Marzipan natürlich :D

Morgen ist hier eh kein Feiertag, wir sind ja nicht so faul wie die Deutschen :fies:

gUNA
16.05.2012, 15:22
.....Gläubige Menschen haben es tatsächlich leichter, denn sie können vieles Belastende und Beängstigende einfach "abgeben" , loslassen und in die Hände einer übergeordneten Instanz legen- sie müssen nicht die ganze Verantwortung auf ihre schmalen Schultern nehmen.v ..


Man kann dieses "leichter" also auch mit einer zur Verantwortungslosigkeit ausartenden Faulheit umschreiben?! :)

da fragt sich, wer hier der Nihilist ist, ich möchte keine Abkürzungen für mein Leben ;o)

Jota
16.05.2012, 15:29
Feiert ihr Nihilisten und Atheisten denn eigentlich auch Weihnachten und Ostern?

Weihnachten ist ja längst für die überwiegende Mehrheit ein reines Konsumfest. Ostern dagegen sagt mir nun wirklich gar nichts.

Im Übrigen: Nur weil hier einige mit Religion und Glauben nichts am Hut haben, heißt dass noch lange nicht, daß sie "jegliche Seins-, Erkenntnis-, Wert- und Gesellschaftsordnung" verneinen. Vielleicht solltest du bei deinen Rundumschlägen mal mit feinerem Werkzeug arbeiten und nicht immer gleich den dicken Hammer schwingen. ;)


Auch morgen -habt ihr da etwa frei? Da ist Christi Himmelfahrt - wäre doch klasse, wenn ihr einfach an solchen Tagen weiter das Bruttsozialprodukt steigert und arbeiten geht.

Mach dir da mal keine Sorge, als Freiberufler arbeite ich da natürlich so wie an jedem anderen Tag.

Bomboka
16.05.2012, 16:08
Vielleicht solltest du bei deinen Rundumschlägen mal mit feinerem Werkzeug arbeiten und nicht immer gleich den dicken Hammer schwingen. ;).

:-D Touché Jota! Hihihi - dein Kind ist getauft! Stimmt's ?!
Macht doch nixxxx! Sicher ist sicher....
Wieso schwinge ich IMMER GLEICH den dicken Hammer? Wann und wo bitte? Verwechselst du mich da gerade?
cumprimentos da Bomboka

Jota
16.05.2012, 16:35
:-D Touché Jota! Hihihi - dein Kind ist getauft! Stimmt's ?!

Nein, meine Tochter ist nicht getauft. Sie soll eines Tages selbst entscheiden können, ob sie das möchte.

Bomboka
16.05.2012, 17:14
Man kann dieses "leichter" also auch mit einer zur Verantwortungslosigkeit ausartenden Faulheit umschreiben?! :)

da fragt sich, wer hier der Nihilist ist, ich möchte keine Abkürzungen für mein Leben ;o)

Du Guna, da bin ich gar nicht bei dir ;-)
Hast du ein konkreteres Beispiel?

gUNA
16.05.2012, 18:44
noch konkreter? nööö! wie wäre es stattdessen mit 2 Buchvorschlägen?

--> (http://www.amazon.de/Woran-glaubt-ein-Atheist-Spiritualit%C3%A4t/dp/3257066589)
--> (http://www.amazon.de/Entzauberte-Welt-Lebens-selbst-Streitschrift/dp/3777616036/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1337169622&sr=8-1)

:p

Jota
16.05.2012, 19:07
Also doch kein Forumstreffen am Kohlebecken?! :-D

Aber vielleicht ja in einem Sieb? :D

Ellen
16.05.2012, 20:48
Dann braucht Genosse für sein Dope noch nicht mal mehr arbeiten gehen.... wie früher in der DDR.

Kapiere ich grad nicht die Aussage.........

Aber eins stimmt wohl, wenn man einen geliebten Menschen verliert, dann hilft der Glaube bestimmt so wie ein Schwimmring. Wenn man sich manchmal nicht selbst helfen kann oder auch Freunde und Familie nicht helfen können, dann tut es bestimmt gut, wenn man irgendeine imaginäre Kraft anrufen kann.
Ich zumindest empfinde in Kirchen immer eine innere Ruhe, obwohl ich nicht an Gott glaube. Doch einen gewissen Aberglauben habe ich auch in mir,

Ellen

Bomboka
16.05.2012, 23:32
Aber vielleicht ja in einem Sieb? :D

in der Kläranlage? :-D

Bomboka
17.05.2012, 00:18
noch konkreter? nööö! wie wäre es stattdessen mit 2 Buchvorschlägen?
:p

Bitteschön :-p

http://www.ekd.de/bibel/bibel.php

Gatinha
17.05.2012, 02:45
hallo an alle,

ich bin nicht mehr gläubig, egal was und wie. und ich hab nun wirklich vieles spirituell ausprobiert.

soll jeder glauben was er will. Nur Missionierungs und Bekehrungsversuche haben zu unterbleiben, egal ob es christliche Traktate oder kostenlose Koranverteilungen sind.

LG Claudia

gUNA
17.05.2012, 08:35
EKD: Evangelische Kirche in Deutschland - Leben & Glauben - Bibel - Bibel online lesen (http://www.ekd.de/bibel/bibel.php)

das ist nett, bevorzuge aber Nonfiktionales.

euzinho
17.05.2012, 11:48
Marketingtechnisch schon erstaunlich, wie es einer kleinen Minorität gelungen ist, im Laufe der Zeit der halben Welt diese fremden, nahöstlichen Religionen (v. a. Christentum und Islam) anzudrehen ...

qwertzu
17.05.2012, 11:59
Mir tun Menschen leid, die so nüchtern denken müssen :(

Marketingtechnisch schon erstaunlich, wie es einer kleinen Minorität gelungen ist, im Laufe der Zeit der halben Welt diese fremden, nahöstlichen Religionen (v. a. Christentum und Islam) anzudrehen ...

Wenn soviele drauf abfahren, dann ist ja vielleicht doch etwas dran.
Oder sind die einfach alle nur dümmer als Du ?

Vielleicht ist es manchmal besser (?falsche?) Ideale zu haben als gar keine :o Zumindest für den einzelnen.

Das war mein Wort zum Feiertag.

Schönes superlanges Wochenende
qwertzu

euzinho
17.05.2012, 12:10
Ich bin zufrieden mit meiner Nüchternheit.
Und so ideal können die Ideale dieser Religionen nicht sein, denn sie haben uns nicht davon abgehalten, x Kriege zu führen, Völker zu unterjochen und auszurotten, etc.
Ich habe meine eigenen Ideale, die völlig unabhängig sind von Religionen, es geht mir einfach um Moral, die auf Vernunft basiert.

qwertzu
17.05.2012, 12:26
Wenn man zu intelligent (nüchtern, moralisch integer, vernuftbasiert oder wasauchimmer) zu allem ist, was im Leben Freude macht, dann ist es nicht sehr intelligent sich zu wundern, dass man im Leben kaum Freude hat.

euzinho
17.05.2012, 12:44
Moralisch nicht integer = Freude? :o Hast du ein Beispiel dafür?

Du implizierst, dass sehr vernünftige, integre Menschen keine Freude haben oder wie? Das sehe ich nicht so, wir haben halt andere Quellen der Freude ...

qwertzu
17.05.2012, 13:26
Moralisch nicht integer = Freude? :o Hast du ein Beispiel dafür?
...

Eins ? Die Beispiele würden den Thread sprengen ! Wenn Du die nicht selber kennst hast du im Leben echt was verpasst. :p

Die verbotenen Früchte schmecken leider häufig am Besten :D

euzinho
17.05.2012, 13:37
Kann ich nicht nachvollziehen ...
Nenn halt mal ein paar Beispiele, wenn du schon so viele kennst :fies:

qwertzu
17.05.2012, 14:08
Kann ich nicht nachvollziehen ...

Das Schlimme ist, das glaub´ich Dir sogar :ahh:

Nenn halt mal ein paar Beispiele, wenn du schon so viele kennst :fies:

z.B. Leute wie Dich, die immer das letzte Wort haben müssen und meinen die Gescheitheit gepachtet zu haben ein bischen zu kitzeln :bussi:

euzinho
17.05.2012, 14:47
Und wofür genau soll das noch mal ein Beispiel sein?! :confused:
Wenn du meinst, dass ich mich irre, steht es dir frei, mich vom Gegenteil zu überzeugen, aber bisher ist dir das noch nicht gelungen, und wird es wohl auch nicht :fies:

gUNA
17.05.2012, 14:52
..



z.B. Leute wie Dich, die immer das letzte Wort haben müssen und meinen die Gescheitheit gepachtet zu haben ein bischen zu kitzeln :bussi:

ich sehe hier einen echten Fortschritt, früher hätte es geheißen dann geh doch nach drüben, wenn es dir hier nicht passt.

;o)

qwertzu
17.05.2012, 18:53
Wenn du meinst, dass ich mich irre, steht es dir frei, mich vom Gegenteil zu überzeugen, aber bisher ist dir das noch nicht gelungen, und wird es wohl auch nicht :fies:

Und Du glaubst wirklich immer noch, dass ich das will. Du bist ja echt süß ^^.

euzinho
17.05.2012, 21:12
Dir ist also langweilig und du versuchst einfach zum Spaß - und vergeblich -, mich zu kitzeln, wie du es formuliertest :fies: Ich finde es etwas unsinnig, jemandem vorzuwerfen, er müsse immer das letzte Wort haben und er meine, die Gescheitheit gepachtet zu haben, ohne argumentieren zu können, worin sich die Person denn vermeintlich irre.

Bomboka
18.05.2012, 00:47
noch konkreter? nööö! wie wäre es stattdessen mit 2 Buchvorschlägen?
:p

hier noch eine Buchempfehlung:

4917-4922 drauf der Mephisto:
Daran erkenn ich den gelehrten Herrn!
Was ihr nicht tastet steht euch meilenfern,
Was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar,
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr,
Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht,
Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.

Goethe kannte sich bestens aus!

Bomboka

gUNA
18.05.2012, 01:03
Goethe kannte sich bestens aus!

Bomboka

Jaja -

"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube (http://www.ursulahomann.de/GoetheUndDieReligion/)"

Bomboka
18.05.2012, 01:20
Jaja -

"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube (http://www.ursulahomann.de/GoetheUndDieReligion/)"

http://www.rosenkreuzer-orden.org/html/bibliothek/esoterische-literatur/die-geheimnisse-goethe.html

euzinho
18.05.2012, 14:03
Zu Goethes Zeiten war wohl noch jeder ein wenig religiös. Dabei war er eh schon ein relativ fortschrittlicher Mensch damals. Wenn er heute leben würde, wäre er sicher auch ein Atheist. Er interessierte sich ja durchaus für Wissenschaft. Aber obwohl er sich für vieles interessierte, war er in keinem Bereich richtig fit. Deshalb widersprach z. B. seine Farbenlehre auch schon damals der Physik und daran hat sich bis heute nichts geändert, im Gegenteil.

Seine Nähe zum Islam ist auch kaum entschuldbar aus meiner Sicht.

Bomboka
18.05.2012, 14:41
Zu Goethes Zeiten war wohl noch jeder ein wenig religiös.

Wenn du einen BMW fährst, fällt dir auf, wieviele Menschen ebenfalls einen BMW fahren.

Du unterschätzt kolossal die Anzahl der Menschen, die an Gott, das Universum, Zen, shinto, Manitou,Allah,Buddha,Shiwa etc glauben.

Nur weil du, euzinho, kein spiritueller Mensch bist, fallen dir die Unzähligen, "an-eine - höhere Macht - Glaubenden", nicht auf.

Es scheint, als dächtest du, spirituelle Menschen seien zurückgeblieben und rückständig.....
und es scheint, als ob du dich für intelligenter hältst, als der Rest der gläubigen Menschheit.

Und Goethe hättest du sicher gelangweilt.

Bomboka
18.05.2012, 15:04
Und Goethe hättest du sicher gelangweilt.

....mit deiner Eindimensionalität.

K.P.
18.05.2012, 15:07
Du unterschätzt kolossal die Anzahl der Menschen, die an Gott, das Universum, Zen, shinto, Manitou,Allah,Buddha,Shiwa etc glauben.

Ich finde, da sollte man dann doch den einen oder anderen Unterschied machen und nicht alles über den Kamm der Spiritualität scheren und erst Recht nicht über den des Glaubens (das gibt bei Zen schon gleich deutliche Probleme).

Goethe und Islam: bitte nicht, ich habe letzte Woche mit Erstaunen festgestellt, wie viele im Web aktive Muslime meinen, Goethe für sich reklamieren zu können, aber das ist nun wirklich philologisch (und auch biografisch) ganz daneben, man sollte den Autoren nicht mit dem lyrischen Ich einiger Gedichte verwechseln.

euzinho
18.05.2012, 15:36
Ja, Goethe wird von Moslems gerne als vermeintliches Beispiel für einen Islamfreund oder gar Konvertiten und somit als Vorbild für die restlichen Westler angesehen, die es noch zu bekehren gilt. Aber er war sicherlich kein richtiger Moslem.

suse
18.05.2012, 15:39
Buddhismus ist keine Religion und im ZEN glaubt man
nur an das Hier und Jetzt.

Bomboka
18.05.2012, 15:42
Buddhismus ist keine Religion und im ZEN glaubt man
nur an das Hier und Jetzt.

Der Buddhismus ist sehr wohl eine Religion

http://mobil.zeit.de/2007/12/Buddhismus

euzinho
18.05.2012, 15:46
Wenn du einen BMW fährst, fällt dir auf, wieviele Menschen ebenfalls einen BMW fahren.

Du unterschätzt kolossal die Anzahl der Menschen, die an Gott, das Universum, Zen, shinto, Manitou,Allah,Buddha,Shiwa etc glauben.

Nur weil du, euzinho, kein spiritueller Mensch bist, fallen dir die Unzähligen, "an-eine - höhere Macht - Glaubenden", nicht auf.

Es scheint, als dächtest du, spirituelle Menschen seien zurückgeblieben und rückständig.....
und es scheint, als ob du dich für intelligenter hältst, als der Rest der gläubigen Menschheit.

Und Goethe hättest du sicher gelangweilt.

Irgendwie kann ich mit deinen Äußerungen nichts anfangen.
Dein BMW-Beispiel etwa scheint mir sogar falsch. Wenn man selbst Teil der Masse ist, fällt einem das die Masse definierende Kriterium weniger auf, als wenn man nicht zur Masse zählt.

Ich weß sehr wohl, dass noch immer viele an Götter etc. glauben, aber es sind schon deutlich weniger als noch zu Goethes Zeiten. Und das ist eine gute Entwicklung.

Bezüglich Glauben und Religion halte ich mich für fortschrittlicher als Gläubige, in der Tat. Nenn es arrogant oder was auch immer, mir egal. Warum sollte ich nicht so denken? Viele Gläubige blicken ja auch ein wenig auf Atheisten herab, weil sie denken, dass ihre Sicht der Dinge richtig ist. Also wo ist das Problem?

Kann gut sein, dass ich Goethe gelangweilt hätte, aber ich hätte auch mit ihm nichts anfangen können.

gUNA
18.05.2012, 16:07
[QUOTE=Bomboka;197467]Wenn du einen BMW fährst, fällt dir auf, wieviele Menschen ebenfalls einen BMW fahren.

.. QUOTE]

Hatte mal die Gelegenheit übern Zaun mit meinem Nachbarn über den Glauben zu reden. Auf die Frage warum er denn gläubig sei, erwiderte er, man hätte es damals so gelernt.

K.P.
18.05.2012, 16:18
im ZEN glaubt man
nur an das Hier und Jetzt.

Ich glaube nicht einmal, dass man im Zen an das Hier und Jetzt glaubt. Ich glaube auch nicht, dass das jetzt Korinthenkackerei ist, sondern man sieht eben gar nichts mehr, wenn man alles über einen Kamm schert: Glaube / Spiritualität / Religion. Irgendwann wird das Abstraktionsniveau der Vergleiche dann so hoch, dass alles eins und damit egal ist.

euzinho
18.05.2012, 16:19
Hatte mal die Gelegenheit übern Zaun mit über den Glauben zu reden. Auf die Frage warum er denn gläubig sei, erwiderte er, man hätte es damals so gelernt.

Das wirft die interessante Frage auf, ob ein Mensch heute noch von selbst auf die Idee käme, religiös zu sein, wenn er von keiner Seite (Eltern, Religionsunterricht, etc.) darauf gebracht würde.
Es ist z. B. auffallend, wie viele Senioren unter den Pilgern sind.

Bomboka
18.05.2012, 16:32
Ich weß sehr wohl, dass noch immer viele an Götter etc. glauben, aber es sind schon deutlich weniger als noch zu Goethes Zeiten.

Und das ist eine gute Entwicklung.

Ja ? Eine gute Entwicklung?
GUT für Egoismus, Rücksichtslosigkeit gegenüber Schwachen, Sterben von Moral und Ethik in Firmen und Fabriken, Verbrechen, Steigende Kriminalität, Flucht in Alkohol und Drogenmissbrauch, Vernachlässigung der Freundes und Familienbande, Abkehr von Familie und Kommunen, Abschieben der Eltern in Pflegeheime, Fremdbetreuung der Kinder, Skrupelloses Entlassen von treuen Mitarbeitern, Betrug in allen Bereichen, Harz4, mehr und mehr Kälte und Gleichgültigkeit für sämtliche zwischenmenschliche Beziehungen, hohe 50%Scheidungsrate, nach oben buckeln und nach unten treten, Ellenbogenmentalität, Zeitarbeitsfirmen, Ausbeutung, Gewinnmaximierung, Fixierung auf ShareholderValue und Boni, Vereinsamung und SingleGesellschaft, Depressionen und Burnouts .....
Bittesehr, das ist DEINE schöne seelen - und geistlose neue Welt.

Meine ist das sicher nicht! Wie gut dass ich mich dabei in bester Gesellschaft befinde :-)
Und wir werden immer mehr .... die Grauen Männer werden nicht gewinnen.....

K.P.
18.05.2012, 16:36
Das wirft die interessante Frage auf, ob ein Mensch heute noch von selbst auf die Idee käme, religiös zu sein, wenn er von keiner Seite (Eltern, Religionsunterricht, etc.) darauf gebracht würde.
Es ist z. B. auffallend, wie viele Senioren unter den Pilgern sind.

Von selbst kam man ja nie drauf, wir sind ja schließlich soziale Wesen und deswegen sind immer andere vor und mit uns da.

Die Religion heute heißt Markt & Kapital und ihre (Laien-)Priester haben eine betriebswirtschaftliche Ausbildung -> Die gefährliche Sekte der Ökonomen - FS-Misik - derStandard.at (http://derstandard.at/1336696728683/Videocast-von-Robert-Misik---Folge-233-Die-gefaehrliche-Sekte-der-Oekonomen)
Insofern sind doch ziemlich viele auf die Idee gekommen, religiös zu sein. Und von hier würde ich glatt noch den Bogen zur Vermarktungsmaschine Fatima kriegen.

Bomboka
18.05.2012, 16:38
Es ist z. B. auffallend, wie viele Senioren unter den Pilgern sind.

Weil sie gecheckt haben, dass die Stunde der Wahrheit nicht mehr fern ist!
Und Vorsorge ist besser als bohren :-D

euzinho
18.05.2012, 16:42
Von selbst kam man ja nie drauf, wir sind ja schließlich soziale Wesen und deswegen sind immer andere vor und mit uns da.

Die Religion heute heißt Markt & Kapital und ihre (Laien-)Priester haben eine betriebswirtschaftliche Ausbildung -> Die gefährliche Sekte der Ökonomen - FS-Misik - derStandard.at (http://derstandard.at/1336696728683/Videocast-von-Robert-Misik---Folge-233-Die-gefaehrliche-Sekte-der-Oekonomen)
Insofern sind doch ziemlich viele auf die Idee gekommen, religiös zu sein. Und von hier würde ich glatt noch den Bogen zur Vermarktungsmaschine Fatima kriegen.

Na ja, dann stellt sich das Henne-Ei-Problem, denn irgendwer muss ja vor langer Zeit mal als Erste(r) die Idee gehabt haben, religiös zu sein. Oder aber solche Gedanken sind in der 'Hardware' des Menschen verankert, wovon einige Anthropologen ausgehen. Dann stellt sich die Frage, warum das bei einigen Menschen nicht der Fall ist. Mutanten? :fies:

euzinho
18.05.2012, 16:44
Weil sie gecheckt haben, dass die Stunde der Wahrheit nicht mehr fern ist!
Und Vorsorge ist besser als bohren :-D

Bei einigen mag das durchaus stimmen :)
Vielleicht sind junge Leute aber auch nicht mehr so einfach vom Sinn der Pilgerei zu überzeugen.

gUNA
18.05.2012, 16:45
Ja ? Eine gute Entwicklung?
GUT für Egoismus, Rücksichtslosigkeit gegenüber Schwachen, Sterben von Moral und Ethik in Firmen und Fabriken, Verbrechen, Steigende Kriminalität,..
Bittesehr, das ist DEINE schöne neue seelen - und geistlose neue Welt.

Meine ist das sicher nicht! Wie gut dass ich mich dabei in bester Gesellschaft befinde :-)
Und wir werden immer mehr .... die Grauen Männer werden nicht gewinnen.....

Hmm, ich denke, es gibt mehr Schweinzhaxen verzehrende Christen, die sich für die Massentierhaltung aussprechen, als friedliebende, vegetarisierende Atheisten..

Bomboka
18.05.2012, 16:47
Dann stellt sich die Frage, warum das bei einigen Menschen nicht der Fall ist. Mutanten? :fies:

Nimm mal einen Spiegel, oder frag deine Frau- falls du überhaupt so was brauchst;-) - ob da im Nacken eine feine Linie mit sechs Punkten ist .... oder fühl mal, ob da was Hartes unter der Haut fühlbar ist! :-D
So mancher Scyborg wusste gar nicht, dass er nur ein Humanoide ist!!!!

euzinho
18.05.2012, 16:51
Ja ? Eine gute Entwicklung?
GUT für Egoismus, Rücksichtslosigkeit gegenüber Schwachen, Sterben von Moral und Ethik in Firmen und Fabriken, Verbrechen, Steigende Kriminalität, Flucht in Alkohol und Drogenmissbrauch, Vernachlässigung der Freundes und Familienbande, Abkehr von Familie und Kommunen, Abschieben der Eltern in Pflegeheime, Fremdbetreuung der Kinder, Skrupelloses Entlassen von treuen Mitarbeitern, Betrug in allen Bereichen, Harz4, mehr und mehr Kälte und Gleichgültigkeit für sämtliche zwischenmenschliche Beziehungen, hohe 50%Scheidungsrate, nach oben buckeln und nach unten treten, Ellenbogenmentalität, Zeitarbeitsfirmen, Ausbeutung, Gewinnmaximierung, Fixierung auf ShareholderValue und Boni, Vereinsamung und SingleGesellschaft, Depressionen und Burnouts .....
Bittesehr, das ist DEINE schöne seelen - und geistlose neue Welt.

Meine ist das sicher nicht! Wie gut dass ich mich dabei in bester Gesellschaft befinde :-)
Und wir werden immer mehr .... die Grauen Männer werden nicht gewinnen.....

Ich denke nicht, dass diese Entwicklungen aus dem Mangel an Religion in unserem Leben resultieren. Sie sind wohl eher die Folge von Ökonomie, Globalisierung, etc.
Außerdem rangieren die skandinavischen Länder in den meisten Rankings zu Lebensqualität, Egalität, Korruption, Verbrechen etc. auf den Spitzenplätzen, obwohl dort der Anteil der Atheisten besonders hoch ist. Die Abkehr vom Glauben bedeutet eben nicht den moralischen Niedergang, vielleicht sogar das Gegenteil.

Unregistriert
18.05.2012, 17:05
Im Nordwestradio gibt es eine wunderbare monatliche Sendung, mit dem Namen

"Redefreiheit", im März 2012 war das Thema "Religiösität". Sie ist noch als podcast

nachhörbar. Einfach bei Google die beiden Worte mit "R" eingeben....

schönen Gruß aus HB

gUNA
18.05.2012, 17:11
Ich denke nicht, dass diese Entwicklungen aus dem Mangel an Religion in unserem Leben resultieren. Sie sind wohl eher die Folge von Ökonomie, Globalisierung, etc.

Schauen wir über den Grossen Teich, sieht man da das Gegenteil von Mangel an Religion und all die von Bomboka angesprochenen Umstände in ihrem Extrem - der liebe Gott verzeiht ja.

Jota
18.05.2012, 17:42
Ja ? Eine gute Entwicklung?
GUT für Egoismus, Rücksichtslosigkeit gegenüber Schwachen, Sterben von Moral und Ethik in Firmen und Fabriken, Verbrechen, Steigende Kriminalität, Flucht in Alkohol und Drogenmissbrauch, Vernachlässigung der Freundes und Familienbande, Abkehr von Familie und Kommunen, Abschieben der Eltern in Pflegeheime, Fremdbetreuung der Kinder, Skrupelloses Entlassen von treuen Mitarbeitern, Betrug in allen Bereichen, Harz4, mehr und mehr Kälte und Gleichgültigkeit für sämtliche zwischenmenschliche Beziehungen, hohe 50%Scheidungsrate, nach oben buckeln und nach unten treten, Ellenbogenmentalität, Zeitarbeitsfirmen, Ausbeutung, Gewinnmaximierung, Fixierung auf ShareholderValue und Boni, Vereinsamung und SingleGesellschaft, Depressionen und Burnouts .....
Bittesehr, das ist DEINE schöne seelen - und geistlose neue Welt.


Da hat sich aber jemand ganz schwer am Weihwasser berauscht. Du weißt, daß man in solch einem Zustand besser nicht versuchen sollte zu denken. Das geht nämlich - so wie in deinem Beispiel - ganz furchtbar nach hinten los.

Gerhard
18.05.2012, 17:57
Seine Nähe zum Islam ist auch kaum entschuldbar aus meiner Sicht.

Menno euzinho, Du bist aber streng zum Johann!

Mal im Ernst, Goethe ist eine Spur bedeutsamer und brillianter als Du; und ob Du ihm jetzt irgendwas verzeihst oder nicht, interessiert restlos überhaupt niemanden.

Ich ruf´ ja auch nicht im Kanzleramt an, um zu erklären, dass ich auf den Job als Bundeskanzler verzichte.

Schönes Wochenende,
Gerhard

euzinho
18.05.2012, 18:31
Menno euzinho, Du bist aber streng zum Johann!

Mal im Ernst, Goethe ist eine Spur bedeutsamer und brillianter als Du; und ob Du ihm jetzt irgendwas verzeihst oder nicht, interessiert restlos überhaupt niemanden.

Ich ruf´ ja auch nicht im Kanzleramt an, um zu erklären, dass ich auf den Job als Bundeskanzler verzichte.

Schönes Wochenende,
Gerhard

Ehrlich gesagt, ich finde, er und viele ähnliche Dandys wurden und werden völlig überschätzt. Wenn ich die Wahl hätte, ich zu sein oder aber Goethe oder Bundeskanzler, würde ich jederzeit mich wählen :)

euzinho
18.05.2012, 18:36
Schauen wir über den Grossen Teich, sieht man da das Gegenteil von Mangel an Religion und all die von Bomboka angesprochenen Umstände in ihrem Extrem - der liebe Gott verzeiht ja.

In der Tat. Ich habe inzwischen sogar mein US-Stammforum verlassen, weil ich die Leute dort einfach nicht mehr aushiehlt. Das gesellschaftliche Klima in den USA hat sich in der letzten Zeit so zugespitzt, dass man als aufgeklärter Europäer oft nur noch den Kopf schütteln kann.

Freak
18.05.2012, 19:14
Dann könnte man ja auch endlich für alle dieses garantierte Grundeinkommen finanzieren, von dem der lässige schwarzgekleidete Antifa Checker mit der Siebzigerjahre - SpiesserBonzenBullenschweinPhobie träumt. Dann braucht Genosse für sein Dope noch nicht mal mehr arbeiten gehen.... wie früher in der DDR.

Schöne Grüsse von der "Knorrfamilienmutter"
Bomboka

EXKURS:

Oh, cool, das les ich ja jetzt erst:)

Zitat: "Sich über andere stellen? Das glaube Ich nicht, wozu, was soll das bringen?"

Na, kommt dir das bekannt vor? Dein Zitat. Ich glaube, nur völlige Idioten definieren den (gesellschaftlichen) Wert eines Menschen heute noch über Arbeit. Die meisten stellen sich selber nur zu gerne als was besseres dar, nur weil man gerade (freiwillig) arbeitet. Gegenüber denen, die gerade (freiwillig oder nicht) nicht arbeiten. Erstmal, weil es eh nicht (mehr) ausreichend Arbeit für alle gibt, und zweitens habe Ich in meiner Zeit als Meßdiener usw. (also ner römisch-katholischen Vergangenheit) mit Sicherheit ein anderes Menschenbild gelernt. Ob ich gerade arbeite, oder nicht, entscheide ich ganz alleine selber. So muß das sein.

Schön auch, dass Du einige Seiten später dann über Hartz IV, Zeitarbeit usw. ablästerst, das wirkt in sich besonders konsistent. Eine Alternative, wie das bedingungslose Grundeinkommen, will Dir aber auch nicht so recht schmecken, klar, da würde ja der gesellschaftlich/psychologische Bonus als "Arbeitende" wegfallen - also die zweite mentale Krücke, die manche Menschen mit eher gering ausgeprägtem Selbstbewußtsein/vertrauen mitunter oder scheinbar so brauchen.

Und Du könntest weniger gegen gerade Nichtarbeitende sticheln. Dabei weißt Du überhaupt nicht, was ich gerade mache, bereits gemacht habe, oder mal machen werde. Es geht Dich auch gar nichts an.

Und mit der Knorrfamilie scheinst Du Dich ja auch recht angesprochen zu fühlen. O.K., Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, normalerweise.

Dope gibts hier im Haus umsonst, Ich lauf gerne in schwarz rum, find mich megahübsch, zwei Piercings hab ich auch. Und ja, ich mach seit 20 Jahren Antifa. Weil Ich Rassismus auf den Tod hasse. Hat alles was mit Menschenbildern zu tun.

In der DDR war ich noch nie, ich hasse ebenfalls staatliche Repression, die Bullen sind auf Demos meist Schweine, schützen die Nazis, sind richtig brutal, dass weiß aber wohl nur jemand, der schon mal in jüngerer Zeit auf Antifa-Demos und Aktionen unterwegs war. Die restlichen Checker labern nur. Am besten noch ausm Ausland. Ich lag übrigens auch Mal mit Orbitalbodenbruch und Hämatom hinterm Auge nach Nazibegegnung über ne Woche im Kankenhaus, und hatte danach 3 Monate Doppelbilder. Seitdem geh ich auch nur noch (zum Selbstschutz) bewaffnet los, wenn ne Aktion anliegt. Aber Ich geh immer noch los. Aus mir ist auch noch kein Knorrpapi geworden. Muß doch jeder selber wissen. Alles andere, wenns anders kommt, liegt sicher an allen anderen, aber nicht an Dir selbst. Stimmts? Passt schon zum Gesamtbild. Ich bin auch nicht reich. Damit habe ich aber wohl wieder weniger ein Problem, als die Leute, die sich über Ihren Reichtum psychologisch (noch so ne Krücke) oder gesellschaftlich täglich Hunderttausendfach definieren. Immer das gleiche Prinzip, geschnallt? Die Gesellschaft ist machmal recht durchsichtig.

Gut, schönen Tag noch, gruß zurück!:liebe:

EXKURS ENDE.

Zum eigentlichem Thema: Religion sollte immer freiwillig sein. Es ist eine urpersönliche Sache, warscheinlich mit die persönlichste, die es gibt. Keine Religion zu haben, ist ja quasi auch eine Religion. Das wichtige ist, dass das alles freiwillig geschieht: christliche, oder z.B. muslimische, wobei wir in Deutschland von Geburt an massiv christlich indoktriniert werden, niemand weiß das besser als Ich, dass vergessen meine heissgeliebten Islambasher, die sich auch hier, wie man liest, rumtreiben (fühlen sich wohl wohl hier), jedenfalls wenn jemandem, wie z.B. Bomboka, Ihre Religion eben so viel gibt: who cares? das ist doch erstmal völlig O.K., egal, ob jemand an Mohamed, Gott und irgendne Jungfrau + den Mann an dem Lattengerüst, oder nen Buddha glaubt. Jeder sollte auch seine Religion völig frei ausüben dürfen, dazu gehört selbstverständlich auch der Moscheebau. Wieviele Kirchen haben wir eigentlich hier? Und Fatima ist natürlich kommerzialisiert. Genau wie warscheinlich Mekka oder so. Leute, LIBERALISMUS!

Lernt man übrigens gut auf jeder Goaparty.

Das ist alles.

gUNA
18.05.2012, 19:49
Zum eigentlichem Thema: Religion sollte immer freiwillig sein. Es ist eine urpersönliche Sache, warscheinlich mit die persönlichste, die es gibt. Keine Religion zu haben, ist ja quasi auch eine Religion. Das wichtige ist, dass das alles freiwillig geschieht: christliche, oder z.B. muslimische, wobei wir in Deutschland von Geburt an massiv christlich indoktriniert werden, niemand weiß das besser als Ich, dass vergessen meine heissgeliebten Islambasher, die sich auch hier, wie man liest, rumtreiben (fühlen sich wohl wohl hier), jedenfalls wenn jemandem, wie z.B. Bomboka, Ihre Religion eben so viel gibt: who cares? das ist doch erstmal völlig O.K., egal, ob jemand an Mohamed, Gott und irgendne Jungfrau + den Mann an dem Lattengerüst, oder nen Buddha glaubt. Jeder sollte auch seine Religion völig frei ausüben dürfen, dazu gehört selbstverständlich auch der Moscheebau. Wieviele Kirchen haben wir eigentlich hier? Und Fatima ist natürlich kommerzialisiert. Genau wie warscheinlich Mekka oder so. Leute, LIBERALISMUS!

Lernt man übrigens gut auf jeder Goaparty.

Das ist alles.

Wenn Du in Keine Religion zu haben, ist ja quasi auch eine Religion den tranzendierenden Aspekt findest, dann komm noch mal wieder mit der Behauptung.
Sich dazu zu äussern, wenn das Thema Galuben in einer Form angesprochen wird, ist in erster Linie eine "politische" Haltung.
Die Auswirkungen nicht darauf einzugehen, was für Statements im Namen einer fiktiven Gestalt los gelassen werden, sieht man an diesem Beispiel (http://www.portugalforum.org/portugal/27810-fatima-2.html#post197484), dazu zählt nat. auch das Verhältnis der Konfessionen untereinander, ebenso die Entwicklung jener Bevölkerungsgruppe, der du am liebsten ganz liberal mit dem Knüppel begegnest.

euzinho
18.05.2012, 20:06
An sich bin ich schon relativ liberal und ich finde auch, man soll glauben, woran man will, aber nur, solange Dritte nicht dadurch beeinträchtigt werden. Dort endet meine Toleranz. Glaube ist nicht gleich Glaube. Nicht umsonst stehen einige Sekten unter Beobachtung seitens des Verfassungsschutzes und andere nicht.
Wenn eine Religion wie der Islam etwa ausdrücklich die Vermengung von Religion, Staat und allen sonstigen Aspekten des Lebens anstrebt, kann mir das aus soziologischen Gründen nicht egal sein. Mit Islam-Bashing hat das nichts zu tun. Mit diesem Bashing-Vorwurf wird oft versucht, jegliche Kritik zu unterdrücken.

Gatinha
18.05.2012, 21:28
Ja ? Eine gute Entwicklung?
GUT für Egoismus, Rücksichtslosigkeit gegenüber Schwachen, Sterben von Moral und Ethik in Firmen und Fabriken, Verbrechen, Steigende Kriminalität, Flucht in Alkohol und Drogenmissbrauch, Vernachlässigung der Freundes und Familienbande, Abkehr von Familie und Kommunen, Abschieben der Eltern in Pflegeheime, Fremdbetreuung der Kinder, Skrupelloses Entlassen von treuen Mitarbeitern, Betrug in allen Bereichen, Harz4, mehr und mehr Kälte und Gleichgültigkeit für sämtliche zwischenmenschliche Beziehungen, hohe 50%Scheidungsrate, nach oben buckeln und nach unten treten, Ellenbogenmentalität, Zeitarbeitsfirmen, Ausbeutung, Gewinnmaximierung, Fixierung auf ShareholderValue und Boni, Vereinsamung und SingleGesellschaft, Depressionen und Burnouts .....
Bittesehr, das ist DEINE schöne seelen - und geistlose neue Welt.

Meine ist das sicher nicht! Wie gut dass ich mich dabei in bester Gesellschaft befinde :-)
Und wir werden immer mehr .... die Grauen Männer werden nicht gewinnen.....


das hat doch nichts mit nichtglauben zu tun. Ich war mal gläubig und habe die schlimmsten Enttäuschungen von ach so tollen Christen bekommen.

Ich versuche, ein guter Mensch zu sein, ganz ohne jede Religion und Glauben. Wenn ich tot bin, lass ich mich überraschen was mich dann erwartet.

ich habe spirituell vieles ausprobiert, nein das ist nicht für mich.

LG Claudia

Maximus
18.05.2012, 21:33
ohje:(jetzt hab ich beim lesen all dieser Beiträge zum Thema zu oft auf die multi zitattaste gedrückt und weiß nunmehr gar nicht mehr, wie ich das alles noch beantworten soll in einem Posting.
daher fasse ich meine Antwort zu all den Postings mal kurz in einem Satz zusammen: Ich guck lieber TV, als mich mit Glauben und Spiritualität zu beschäfftigen. Ich fühl mich aber auch jetzt nicht unwohl dabei.


EXKURS:
Ob ich gerade arbeite, oder nicht, entscheide ich ganz alleine selber. So muß das sein.


Cool, super, hab ich Respekt vor, wenn das jemand für sich so entscheiden kann. Ich bin auch grade in der glücklichen Situation, unter port. blauem Himmel so zu verfahren. Bisschen arbeiten, bisschen Strand.
Nur, davor hab ich 30 Jahre lang hart ran geklopft. Das heißt, ich kann mir das leisten, ohne jemandem auf der Tasche rum zu liegen.
Sollte deine arrogante easy living Einstellung aber dadrauf beruhen, das andere dafür aufkommen müssen, dann biste bei mir vollends unten durch.
H 4 nur für solche, die nicht mehr können. Für die dann aber satt Kohle.

LG
M

Ellen
18.05.2012, 21:55
Ich kapiere grad nicht, warum ihr euch hier gegenseitig zeigen möchtet, wer denn da im Recht ist?
Und in einigen Beiträgen kommen dann noch Seitenhiebe, welche mit dem eigentlichen Thema so garnichts zu tun haben.
Für mich hat Glaube aber auch garnichts mit Kirche zu tun.
Ich bin weder getauft noch irgendwie religiös erzogen worden.
Kirchen sind für mich einfach nur eine Oase der Ruhe und wenn ich dort reingehe, dann weil ich sie mir ansehen will und sie haben eine gewisse Wirkung auf mich.
Ich nenne es mal Respekt oder auch Achtung vor dem Glauben derjenigen, welche diese besuchen, weil es ihnen wichtig ist.
Mir würde niemals einfallen in einer Kirche laut zu sein z.B.

Obwohl ich nicht an Gott glaube, existiert in mir doch ein gewisser Aberglaube. He ich bin Naturwissenschaftler und trotzdem!!!!
Ich habe immer einen Talismann, der Glück bringen soll.
Einige hab ich dann ab und an weitergeschenkt, wenn jemand das Glück mehr brauchte als ich.
Grad erst vor einigen Wochen an einen lieben Freund, den eine vermaledeite Krankheit erneut geschlagen hat und ich hoffe, dass es ihm hilft und Kraft gibt.

Mein Kopf sagt mir, es bringt nichts, aber mein Herz sagt was anderes!
Meinen Brautschleier habe ich noch immer (seit 34 Jahren!!!), aber letztes Jahr einen Teil davon in den Brautstrauß meiner jüngsten Tochter binden lassen, damit ihre Ehe hält und nicht in die Brüche geht wie die meiner älteren Tochter.
Ich denke dass alles, was Hoffnung bringt einfach gut ist.
Und deshalb habe selbst ich schon in einigen Kirchen Kerzen angezündet und mir was gewünscht.
Deshalb puste ich Wimpern weg, wenn ich eine sehe und wünsche mir was. Deshalb erzähle ich niemandem, was ich mir bei einer Sternschnuppe wünsche.
Vielleicht glaube ich einfach manchmal noch an Märchen,

Ellen

Maximus
18.05.2012, 22:23
Ach Ellen, i like you. Und du hast Recht, Hoffnung und (der ) Glaube (an sich selbst) ist die beste Medizin.
Bin selbst übrigens ein Spiritbuster:D. Das heißt, ich zerklopp bewust alles, was anderen heilig ist. Aktuell sind es grade Spiegel.
Nur, um mal zu gucken, ob deren Aberglauben auch stimmt. Durch selbstlosen Selbstversuch versuch ich, Aberglauben zu widerlegen.

LG
M

Bomboka
18.05.2012, 22:40
das hat doch nichts mit nichtglauben zu tun. Ich war mal gläubig und habe die schlimmsten Enttäuschungen von ach so tollen Christen bekommen.
LG Claudia

Gatinha? Hallo! Du warst doch im Islamforum so glücklich und warst dort so herzlich aufgenommen worden.....

Es findet sich sicherlich ein Deckel für jeden Topf, @ all Männer! immer schön atmen!
Wuuuusaaaaaaa!

Ellen
18.05.2012, 22:42
ich zerklopp bewust alles, was anderen heilig ist. Aktuell sind es grade Spiegel.


LG
M

Da hab ich mal einen super Fantasie-Roman gelesen mit Spiegeln ....... mal gucken, ob ich den morgen in meinem riesigen Regal finde ;-)))

Ellen

Gatinha
18.05.2012, 22:56
Gatinha? Hallo! Du warst doch im Islamforum so glücklich und warst dort so herzlich aufgenommen worden.....

Es findet sich sicherlich ein Deckel für jeden Topf, @ all Männer! immer schön atmen!
Wuuuusaaaaaaa!

ja und? spirituell war es sehr interessant.

Letztendlich bin ich ohne diesen ganzen Religionskram besser dran. ich lese Weisheiten, und versuche mir daraus etwas mit zu nehmen und zu lernen.

Menschen, die sich komplett nach alten Büchern, Gurus, Meistern, Karten, Pendeln oder Therapeuten richten, sind mir suspekt. Da fehlt das eigene Denken und Meinung bilden

LG Claudia

gUNA
19.05.2012, 15:34
..Und in einigen Beiträgen kommen dann noch Seitenhiebe, welche mit dem eigentlichen Thema so garnichts zu tun haben.
..

Für jeden themenirrelevant geführten Seitenhieb bitte ich um Entschuldigung!
gUNA
(von allen guten Geistern verlassen ;o)

Freak
20.05.2012, 12:23
Wenn eine Religion wie der Islam etwa ausdrücklich die Vermengung von Religion, Staat und allen sonstigen Aspekten des Lebens anstrebt, kann mir das aus soziologischen Gründen nicht egal sein. Mit Islam-Bashing hat das nichts zu tun. Mit diesem Bashing-Vorwurf wird oft versucht, jegliche Kritik zu unterdrücken.

Hi, wir haben mittlerweile 4 Milionen Muslime im Land, Milionen seit Jahren. Solange, bis Du mir nun zeigst, wie diese Masse von Moslems politisch per Partei oder so effektiv versucht, dass Grundgesetz abzuändern, solange tu Ich Deine "Kritik" als das ab, was sie ist: (bestenfalls) nackte Paranoia, O.K.? Was sollen eigentlich die 4 Millionen Muslime davon halten, wenn jemand ständig vor Ihnen "warnt"? Die ganze Religion in Sippenhaftung nimmt?

Und dass dann noch - köstlicherweise - im Namen von Toleranz und Demokratie, den hochgelobten "westlichen" Werten, der "Demokratie".

He?

Das ist doch ähnlich heuchlerisch, wie angeblich überzeugte christliche Katholiken, die z.B. über Arbeitslose ablästern.

Gut, Gruß, Freak.

MISS OFFLINE
20.05.2012, 12:49
Fatima ist so schön.......da muss jeder hin....

HJV
20.05.2012, 16:22
Ich weß sehr wohl, dass noch immer viele an Götter etc. glauben, aber es sind schon deutlich weniger als noch zu Goethes Zeiten. Und das ist eine gute Entwicklung.



Deutlich weniger? pruust :-)
Kann es sein, dass die Weltbevölkerung sich seit Goethes Zeit vervielfacht hat?

Gruß HJV

euzinho
20.05.2012, 18:45
Deutlich weniger? pruust :-)
Kann es sein, dass die Weltbevölkerung sich seit Goethes Zeit vervielfacht hat?

Gruß HJV

Prozentual :fies:

gUNA
24.05.2012, 17:27
Konstantin Wecker - Empört Euch - 17.11.2011 Im Zeitraum (ORF) - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=Osgjq6wkZws&feature=related)

Bomboka
25.05.2012, 01:46
Danke! Schöner link!

cumprimentos da Bomboka