Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Europa erlebt seine Eisheiligen
Trofense
07.05.2012, 21:27
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In Spanien, Portugal, Italien, Griechenland und Großbritannien glaubt inzwischen eine Mehrheit der Bürger, ihr Land sei außerhalb der EU besser aufgehoben. :o
In Portugal haben die Wähler in finsteren Krisenzeiten gerade nicht auf populistische Verheißungen gesetzt, sondern eine Regierung ins Amt gebracht, die ihnen eigentlich nur Blut, Schweiß und Tränen versprechen konnte
Frankreich-Wahlen: Europa erlebt seine Eisheiligen - Nachrichten Debatte - Kommentare - WELT ONLINE (http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106262942/Europa-erlebt-seine-Eisheiligen.html)
"In Portugal haben die Wähler in finsteren Krisenzeiten gerade nicht auf populistische Verheißungen gesetzt, sondern eine Regierung ins Amt gebracht, die ihnen eigentlich nur Blut, Schweiß und Tränen versprechen konnte. "
Wenn der Autor des Artikels auch nur ein wenig Ahnung hätte, dann wüßte er, daß die portugiesischen Wähler durchaus "populistischen Verheißungen" zum Opfer gefallen sind. Die PSD hat, wie auch hier im Forum mehrfach dokumentiert wurde, gnadenlos alle Wahlversprechen gebrochen (http://www.portugalforum.org/plaudern-diskutieren/27695-politische-preisfrage.html#post196255). Man kann nur hoffen, daß diese Kanaillen dafür bei nächster Gelegenheit die Quittung bekommen.
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In Spanien, Portugal, Italien, Griechenland und Großbritannien glaubt inzwischen eine Mehrheit der Bürger, ihr Land sei außerhalb der EU besser aufgehoben. :o
Wie kommt man auf so einen Satz? Belege liefert der Springer Artikel keinen einzigen. Eine sehr gute, ausführliche Wahlanalyse zu Griechenland findet sich hier:
Parlamentswahlen in Griechenland – Wahlanalyse @ Dominic Heilig (http://dominic.linkeblogs.de/2012/05/07/parlamentswahlen-ind-griechenland-wahlanalyse/)
Da kann man einfach mal zusammenzählen, und kommt alleine schon mit ND, SYRZA und Padok (die drei stärksten Parteien) auf weit über 50% der Plätze im Parlament: Alle drei Parteien sprechen sich klar für einen Verbleib in der EU auf. Von den sonstigen Parteien sind auch längst nicht alle so europakritisch wie bsws die Neofaschisten. Umfragen in letzter Zeit zeigen, dass sich 80% der Griechen für den Verbleib in der EU aussprechen - das spiegelt ja nun auch exakt das Wahlergebnis wieder. Und ich könnte mir vorstellen, dass es bei Plebisziten in den anderen Ländern genauso ausgeht, dazu mag sich aber jemand anderes äußern.
Also, was hat der Springer-Autor diesmal wieder geraucht?:) Beklagt hier "unverantwortliche Stimmungsmache" - und betreibt - wie immer (!) schlicht selbst welche!
Leute, lest den Schund doch einfach nicht mehr. Oder braucht man das irgendwie, dieses populistische, plakative Geseier von Rechts?
Trofense
08.05.2012, 12:35
[QUOTE=Freak;196552]Wie kommt man auf so einen Satz? Belege liefert der Springer Artikel keinen einzigen. Eine sehr gute, ausführliche Wahlanalyse zu Griechenland findet sich hier:
Leute, lest den Schund doch einfach nicht mehr. QUOTE]:ahh::ahh:
Fakt:
Euro-Mitgliedschaft am seidenen Faden-
Eine Volkswirtschaft, aus der sogar die eigenen Bürger so viel dringend benötigtes Kapital abziehen, dass das Bankensystem ohne fremde Hilfe zusammenbrechen würde, ist nicht überlebensfähig...
Euro-Mitgliedschaft am seidenen Faden « DiePresse.com (http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/755708/EuroMitgliedschaft-am-seidenen-Faden?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do)
Eurozone geht ohne massive Umverteilung zugrunde
Analysten einer US-Bank zeigen, dass die Eurozone in ihrer jetzigen Form zum Scheitern verurteilt ist...
Eurozone geht ohne massive Umverteilung zugrunde - Krisen-Analyse - derStandard.at (http://derstandard.at/1336435223824/Grafik-Eurozone-geht-ohne-massive-Umverteilung-zugrunde)
_hoschi_
08.05.2012, 12:58
Zum Schluss - und das belegt ein Vergleich schon der beiden Überschriften sind das doch zwei verschiedene Dinge. Ob der Bürger will, dass ein Staat im Euro-Verbund/der EU ist oder es die Stattsfinanzen bzw. die EU zulassen sind doch zwei vollkommen verschiedene Dinge. Auch wenn man es dem (potenziellen) Wähler gern anders verkauft...:fies:
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