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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Crash


Freak
06.03.2012, 23:38
Was immer Crash heissen mag. Ich bin mir mittlerweile völlig sicher, dass es bald womöglich richtig 'kracht'. Versteht mich nicht falsch, Ich bin mental ein peaciger Goa-Fraggle.

Aber wenn ich gerade Gysi bei Maischberger sehe, der (völlig zurecht) doziert, dass selbst in "Krisenzeiten" über 1.000 Einkommensmillonäre *neu* in Deutschland hinzugekommen sind, wohl eher aus "Vermögen", während gleichzeitig prekäre Niedriglohnverhältnisse wirklich exorbitant zunehmen, die ganze Zeitarbeitsscheisse, und immer mehr Rentner und Harzer Flaschen sammeln gehen: gerecht ist was anderes.

Es sollten doch zumindest die absoluten Lebensgrundlagen von Menschen abgedeckt werden (können).

Natürlich gelingt das nicht mal international, umsonst haben wir nicht Millionen Hungertote.

Obwohl es eigentlich echt Nahrung genug gibt, auf der Welt.

Genau deswegen stammt der Mensch ja auch vom Affen ab.

Ich plädiere letzlich für sowas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen. Sollte doch kein Problem sein, zumindest die minimalen Bedürfnisse für jedermann zu befriedigen, meine Fresse.

Ich hab auch nichts gegen Leistungsgerechtigkeit, hab > 8 Jahre freiberuflich in ner wirklich "harten" Umgebung mich gegen andere im DSL und Handysektor in ner Grossstadt durchsetzen müssen, und gut verdient, fast sämtliche Incentives abgeräumt.

Aber so haut das doch alles nicht hin.

Im Griechenland gibts nun völlig zurecht (massive) Proteste. Und irgendwann schwappt das rueber.

Wenn immer nur bei den ganz Armen gespart wird. Und ja, trotz eher peaciger Goa Veranlagung verstehe ich sehr gut Leute, die irgendwann mal austicken. Nie, wenn es um Gewalt gegen Zivilisten geht. Aber Banken...nun ja, ehrlich. Man weiss ja, dass es eigentlich nichts bringt, aber den Frust kann ich sehr gut nachvollziehen.

goldenseven
07.03.2012, 00:22
Wenn in Griechenland Proteste gegen Regierung und Banken und andere Schleimer laufen, ist dies in Ordnung. Wenn aber Merkel und die Deutschen insgesamt als Nazis hingestellt werden, wobei die meisten Gelder oder Bürgschaften von hier kommen, habe ich leider kein Verständnis mehr und würde sogar dafür plädieren die Zahlungen einzustellen. Europa geht deswegen nicht pleite. Wenn eine Firma pleite geht, wird die oft (falls interessant) von anderen Firmen für weniger Geld aufgekauft. Für das viele Geld was Griechenland schon bekommen hat und noch kriegt, hätten wir es kaufen sollen, als Zweigstelle. Schon wäre allen geholfen und die Deutschen könnten in ihrem eigenem " Bundesland " schönen Urlaub machen und es arbeitsmäßig dahin bringen wo die anderen Bundesländer auch sind.

goldenseven

HenryHill
07.03.2012, 00:28
Ich bin mental ein peaciger Goa-Fraggle.


hi,
nach diesem doch recht expliziten outing frage ich dich mit dem folgenden quote doch glatt einmal ganz direkt: was ist deine message?! ich meine, wie geht es z.b. nach dem 'nun ja, ehrlich ...' weiter?


... trotz eher peaciger Goa Veranlagung verstehe ich sehr gut Leute, die irgendwann mal austicken. Nie, wenn es um Gewalt gegen Zivilisten geht. Aber Banken...nun ja, ehrlich ...


grez
henry

Freak
07.03.2012, 01:01
Wenn in Griechenland Proteste gegen Regierung und Banken und andere Schleimer laufen, ist dies in Ordnung. Wenn aber Merkel und die Deutschen insgesamt als Nazis hingestellt werden, wobei die meisten Gelder oder Bürgschaften von hier kommen, habe ich leider kein Verständnis mehr und würde sogar dafür plädieren die Zahlungen einzustellen.

goldenseven

Ist natürlich ein weites Feld für eine Diskussion. So ganz blick Ich da trotz kaufmännischer Lehre, und einigermassen Ahnung von VWL und BWL auch nicht durch.

Vielleicht mal nur ein Einwurf an dieser Stelle: Die Summe der Zins-Ersparnisse durch die Abwertung des Euro (nicht zuletzt durch Griechenland) für die Schulden des deutschen Staatshaushalts überwiegt zur Zeit um Millionen die Summe der deutschen "Hilfen" an Griechenland.

Wobei diese angeblichen "Hilfen" ja nun auch wohl zualerletzt bei wirklich bedürftigen Menschen ankommen.

> Europa geht deswegen nicht pleite.

Ne. Griechenland macht wohl imho nur 2% der "Wirtschaftskraft" der EU insgesamt aus.

Ich schau auf die Niedrigverdiener da. Hab da auch mal ein paar Monate gelebt. In diesem Kontext empfinde Ich "Zahlungen einfach einstellen" als etwas zu kurz gegriffen. Merkel und Sarkozy waren ja schon die treibende Kraft hinter den befuckten Troika-Beschlüssen - und die Finanzgeier, und womöglich verlustmachenden Banken haben sich ins Fäustchen gelacht.

Nicht der griechische Rentner. So versteh ich das.

Es sei denn, Du wilst die Menschen da womöglich einfach verrecken lassen. Das kann ja auch sein.

Wohin der derzeitige Kurs bisher führt, ist ja offensichtlich. Dazu kommen populistische, nahe am Rassismus anzusiedelnde Äusserungen des Merkel Mitläufers, über die BLÖD Zeitung. Monate später kam dann heraus, dass die Griechen sogar mehr arbeiten, als die Deutschen. Das geht mir auf den Sack.





Wenn eine Firma pleite geht, wird die oft (falls interessant) von anderen Firmen für weniger Geld aufgekauft. Für das viele Geld was Griechenland schon bekommen hat und noch kriegt, hätten wir es kaufen sollen, als Zweigstelle. Schon wäre allen geholfen und die Deutschen könnten in ihrem eigenem " Bundesland " schönen Urlaub machen und es arbeitsmäßig dahin bringen wo die anderen Bundesländer auch sind.

goldenseven

Das klingt ehrlich gesagt sehr dominant. Mir steht jeder arme griechische Rentner oder Obdachlose sicher näher als ein deutsches Bonzenschwein, welches eh keine elementaren Probleme hat.

Entschuldige, wenn dieses Statement ebenfalls dominant klingt.

Sir Iocra
07.03.2012, 01:11
wobei die meisten Gelder oder Bürgschaften von hier kommen,

goldenseven

Jeder Bürger in der Eurozone mit Ausnahme von Griechenland, Portugal und Irland wird mit dem gleichen Betrag belastet. Beim 130 Milliarden-Paket trägt Deutschland mit ca. 80 Mio.Einwohnern als bevölkerungsreichstes Land etwa 22 Milliarden bei, Die Holländer mit knapp 16 Mio Einwohner 5,4 Milliarden und die Franzosen gut 15 Milliarden etc. etc. Ein Deutscher zahlt nicht mehr als ein Spanier , Luxemburger oder Slovene. Es sind aber die Deutsche die immer am Meisten jammern, weil sie nicht kapieren wofür es getan wird und zwar für den Versuch deine Lebensstandard auf mindestens den jetzigen Niveau zu halten.
Das die Griechen mit den notwendigen Sparaktionen und die gelegentlich niveaulose Bemerkungen gerade von deutschen Politikern inkl Frau Merkel nicht begeistert sind, dürfte auch dir klar sein. Die Hitler-Vergleichen finde ich absolut niveaulos nur irgendwo wurden sie auch provoziert.

@ Freak
Dein Beitrag verstehe ganz und gar. Solange mehr als die Hälfte der Bevölkerung denkt, dass es immer so weiter geht, wird nichts passieren und der Abgrund kommt immer näher. Das Einzige was mir dabei durch den Kopf geht ist: Hatte Karl Marx vielleicht doch Recht....???
Johan

Freak
07.03.2012, 01:17
hi,
nach diesem doch recht expliziten outing frage ich dich mit dem folgenden quote doch glatt einmal ganz direkt: was ist deine message?! ich meine, wie geht es z.b. nach dem 'nun ja, ehrlich ...' weiter?

grez
henry

Wie erwähnt: ich bin der Letzte, der unschuldige Opfer will. Dennoch besitze ich genügend Vorstellungskraft, um mir vorzustellen, wenn Protest zum Widerstand werden würde, und zum Beispiel 1.000 europäische Banken in ner konzertierten Aktion zeitgleich angegriffen werden würden. Das wäre vielleicht ein durchaus sinnvolle Zeichen, ohne zivile Opfer.

Das müßte man dann natürlich riichtig vermitteln. Der Kardinalfehler der RAF sozusagen.

Tja, meine Meinung, in der derzeitigen Situation:(

grez, Freak.

Freak
07.03.2012, 02:57
@ Freak
Dein Beitrag verstehe ganz und gar. Solange mehr als die Hälfte der Bevölkerung denkt, dass es immer so weiter geht, wird nichts passieren und der Abgrund kommt immer näher. Das Einzige was mir dabei durch den Kopf geht ist: Hatte Karl Marx vielleicht doch Recht....???
Johan

:)

Ich hab wirklich nichts mit den Kommunisten am Hut. Dennoch, wenn man seinen Marx mal wirklich vertieft hat, und vor allem die Zuspitzung der "kapitalistischen Endzeitphase" mal wirklich begriffen hat - es könnte den Anschein haben...


Der Bankencrash belegt das Nahezu.

Das Ding ist, der hat wirklch hundert Jahre früher gelebt. Also ökonomisch finde ich das alles gar nicht mal so falsch, dazu muss sich jeder intelligente Mensch nur Mal den derzeitigen Zustand angucken, bloss sozial gehts heute doch schon anders ab, als zu Marx's Zeiten.

Zumindest in Deutschland. Wobei das aber trotzdem eher alles völlig für den Arsch ist. Hunderttausende mästen zur Zeit den fetten Arsch von Zeitarbeitsfirmenbesitzern fett. Aus der Statistik fallen sie dann natürlich sofort hinaus. Wie so viele andere.

Also ich hab da wirklich genug Kritikpunkte.

So, und jetzt mach ich mich warscheinlich angreifbar, ich plädiere (natürlich) auch völlig für die Verstaatlichung des Energie, Verkehrs- und Bankensektors.

Völlig hohl, wer im Angesicht der bisherigen Verhältnisse was anderes präferiert. Die Scheiss AKW-Multibetreiber, E.ON, Vattenfall, usw. lachten sich lange genug tot.

So gesehen stehe ich sogar den Grünen nahe. "Castor schottern" hab ich ebenfalls unterschrieben.

Ich würde dennoch nicht, niemals, nem "kleinem Gewerbetreibendem" seine Profit erbringende Firma absprechen. Das Prinzip hat sich doch nun recht bewährt - so blindäugig kann man auf der anderen Seite auch nicht sein.

Das die Leute mitunter anschließend zu Arschlöchern mutieren liegt ja an Ihnen selber.

Hm, ich bin da echt noch nicht mit durch. Hat alles was mit Gerechtigkeit zu tun.

LG, Freak

Manuela
07.03.2012, 10:56
Ich finde, dass auch die Presse ihren Teil dazu beiträgt und die Fronten polarisiert mit Schlagzeilen wie in etwa "Die Griechen machen ihre Hausaufgaben nicht", "Die Krise kostet jeden Deutschen so und so viel" etc. Einerseits soll vermittelt werden, alle sind wir Europäer und müssen zusammenhalten. Andererseits wird die Angst geschürt, dass für Fremde Geld rausgeschmissen wird. Genauso fatal ist es, die Deutschen als Nazis hinzustellen. Ich kenne kein Volk, das Völkermord derart aufarbeitet wie die Deutschen im allgemeinen. Hier ein link, der absolute Hammer! Max Keiser: Aproxima-se um holocausto financeiro enquanto a Alemanha ataca a Grécia - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=sR5m-u0nYX4&feature=youtu.be)

Wer sind denn die Griechen? Zum einen die, die ihre Kinder im SOS-Kinderdorf abgeben, weil sie nicht mehr wissen, wie sie sie ernähren sollen, zum anderen wirklich die, die Jahrzehnte auf Kosten anderer ihren Reichtum anhäufen konnten. Wir dürfen auf gar keinen Fall aufhören zu differenzieren!

Wie soll ausserdem jemand, der noch nie länger im Ausland war, ein Gefühl für Europa haben? Das merkt man ja schon bei den meisten dt. Politikern, die wissen doch gar nicht was Sache ist und wie port. oder griechische Familien wirklich leben und wieviel sie arbeiten müssen, um den Standard eines Hartz-IV-Empfängers zu haben. Eine griechische Freundin ist langsam total frustriert und verzweifelt und will mit ihrer Familie nach D., sollte sie einen Job finden. Kinder haben ist hier in P. z.B. ein Luxus und Privatsache, weil man mit 20€ Kindergeld einfach nichts anfangen kann und der Staat nicht viel ausser kostenlose Schule bietet.

Karl Marx hatte sicher gute Ansätze, in der Praxis funktioniert Kommunismus nicht. Politik sollte idealerweise den Menschen dienen, nicht umgekehrt. Politik sollte Individualismus und Leistungsfähigkeit fördern, auf der Basis von Moral und Respekt. Deshalb sollte meiner Meinung Sozialkunde an allen Schulen ein Hauptfach sein! Kommunismus missachtet die Eigenschaft des Menschen, nach höherem zu streben. Es gibt ein gutes Buch eines griechischen Schriftstellers, der das an einer wahren Geschichte aufzeigt, kann ich empfehlen: Eleni von Nicholas Gage.

Es ist nun schon ein langer Beitrag und ich hab einfach nur so meine Gedanken aufgeschrieben. Worauf ich hinaus will, weiss ich selber noch nicht. Mir geht´s wie so vielen auch, das Thema ist so komplex und wenn es eine Lösung für das Schlamassel gäb, hätte die sicher schon vor mir einer gefunden.

Ich hab ein ganz schlechtes Gefühl, was vom Kopf her, schwer in Worte zu fassen ist. Es ist halt so, dass eine unglaubliche Anspannung in der Luft liegt, einerseits hab´auch ich Angst vor dem "Crash", wie immer der aussieht. Andererseits wäre es auch erleichternd, wenn endlich was passieren würde!

bonnie
07.03.2012, 11:30
@freak
ola,
da hat sich jemand in dieses forum verirrt,dessen sprache ich verstehe.
goa,bedingungslosesgrundeinkommen,gas, wasser, strom,kankenfürsorge?,ect
in öffendlicher hand ,banken verstaatlichen......
da hast du meine volle unterstützung......

leider kann ich den meisten gedankengängen die in diesem forum geäussert werden nicht folgen,
steh dann immer wie der ochs vorm berg,
und denke......
warum schaff ich es nicht mich in die gedanken welt dieser menschen hineinzudenken....
irgendwas fehlt mir da.....phantasie?.
information wohl eher nicht.....
muss an meinem vorstellungsvermögen liegen.....

ex hummer/hügel henry,interessiert wie es mit den banken weitergehen soll....

was machen wir mit diesen mental behinderten erfolgsmenschen..(den bankern)...?
vielleicht muss ja gar nicht alles verstaatlicht(enteignet?) werden......

jahrzehnte haben wir unsere krankenkassen selbstverwaltet.....
und sind gut damit gefahren ,bis helmut das geld der kassen brauchte um seinen osten zu finanzieren,und die privaten geschäfte witterten.....
wieso nicht in die selbstverwaltung gehen ,bei gas wasser strom ect.
bei den allgemeinen ortskrankenkassen lief das so
das die jenigen die die gelder eingezahlt haben
hinterher auch bestimmthaben, was mit dem geld geschiet.

nur gibt es bei solchen veranstaltungen nichts zu verdienen.....
die kosten freizeit...unseere freizeit.....
ist noch jemand bereit seine zeit der öffendlichkeit unendgeldlich zur verfügung zu stellen.....?
oder geht es uns noch zu gut?

unter staalicher verwaltung funktioniert ja nicht.haben wir ja nach 40 jahren beendet das experiment....
und da bräuchten wir eine neue regierung....eine die bereit wäre die steuern zu erhöhen...
spitzensteuersätze um die 60/70%....
das abschaffen der rot/grünen hartz 4 versklavung
und überhaupt,wie werden wir die mit zweidrittel mehrheit beschlossene schuldenbremse wieder los?
wenn die öffendliche hand kein geld mehr leihen darf,wo legen denn die versicherungen denn unser rentengeld an?
bei den amerikanern?
und wie verhindern wir ,das uns die terroristen/banker nicht mit dem geld weglaufen ,das sie uns gestohlen haben?
wow.....so viele ???????
schönen tag noch
bonnie
bom shiva

Manuela
07.03.2012, 16:28
Hi! Ich meld mich nochmal zu dem was du geschrieben hast, Freak, weil für mich passt da manches nicht zusammen.

Zunächst hoff ich, dass du bei deiner Goa-Peace-Einstellung bleibst und seh da nicht, wie du mit so´ner Einstellung auf die RAF kommst!? Wären diese Verbrecher nicht gewesen, hätte die 68er-Bewegung vielleicht anhaltender und positiv auf die Gesellschaft eingewirkt.

Was verstehst du unter einem Angriff auf die Banken, ohne Opfer unter den Zivilisten? Wer sind die Banken, wer sind die Zivilisten? In Banken gibt es auch Zivilisten, die da arbeiten und froh sind, einen Job zu haben, damit es ihnen und ihren Kindern gut geht. Ausserdem sind wir doch alle Kunden irgendeiner Bank, und wenn wir ausser grösseren oder kleineren Zahlen auf unseren Kontoauszügen mit Plus oder Minus davor auch noch weiterhin Kohle abheben wollen, um die Kaufkraft des Gelds auch wirklich einsetzen zu können, wäre das doch ein Schlag vor den eigenen Kopf.

@bonnie
Eine Besteuerung in Höhe vonn 60-70% soll gerecht sein? Wer würde, egal ob Klein- oder Grossverdiener unter solchen Bedingungen noch hart arbeiten? Es gibt Grossverdiener, die müssen sich ihre Kohle hart erarbeiten, übernehmen Verantwortung für andere etc. Wieso soll jemand, der diesen Verdienst komplett versteuert und nicht damit ins Steuerparadies flüchtet, derart ungerecht behandelt werden?

Was hast du gegen Erfolgsmenschen? Unter ihnen gibt es welche, die sich ihren Erfolg und Verdienst hart erarbeitet haben. Menschen lassen sich nicht in Schubladen stecken!

Gruss Manuela

Olive
07.03.2012, 16:44
Die gedanken sind vollkommen normal. Der grosse denkfehler liegt darin, dass man meint man könne im Kapitalismus seine "Moral" auf Gerechtigkeit übertragen. Das funktionert, aber eben nur in derartigen fruchtlosen Forendiskussionen wie hier. Vlt klingt es manchmal in der ein oder anderen politischen Veranstaltung der noch beigeisterungsfähigen Jugend durch, oder auch am Rand auf jedem kleinen Musikfestival.
Aber die Realität durchkreuzt immer wieder aufs Neue jede, auch noch so schöne, Idee.
Da erwirtschaften (ergaunern) sich Menschen mit Zahlenspielen vollkommen irreale Gewinne ohne auch nur den geringsten Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen.
menschen schreien empört auf, wenn Hartz-Empfänger vermeintliche Luxusleistungen fürs Nichstun empfangen, während im Hintergrund dubiose Geschäfte in MILLIARDENhöhen ablaufen. Wenn mit Einfachen Geldbewegungen Beträge an der Steuer vorbeigeschleust werden, die ein normal arbeitender Mensch in seinem ganzen Leben nicht erarbeiten kann (und auch niemals ernsthaft benötigen würde!).
Da gehen Leute in den Knast weil sie keine 100 euro Strafe zahlen können, während Porsche Milliarden illegal einfährt und dann 3 Strohmänner symbolisch köpfen lässt. Ohne Konsequenzen (abgesehen vom noch pralleren Bankkonto).
Da gibt es Menschen, die Kredite erhalten, die jedem Normalsterblichen vorenthalten werden würden. Und diese Menschen besitzen noch die dreistigkeit sich als Opfer darzustellen wenn sie auf die Schnauze fallen. Aber hab so wild, die grosse Abschiedssause bleibt, Die bezüge, von den eigens eingesetzten Leuten bewilligt, auch...

Wie kann man unter solchen Umständen noch mehr empfinden als blinde Wut? Ich kann keine Zeitung mehr lesen, denn die Art und weise wie da täglich vor unserer Nase die Scheisse tierisch am Dampfen ist, und wie geringfügig die Konsequenzen sich fürs Kapital gestalten, während auf unterster Ebene immer wieder nachgetreten wird, diese Art macht mich stinksauer.
Und doch bin ich genauso ineffektiv im System gefangen, wie der dumme Mensch, der keinerlei Zusammenhänge sieht. Der Rant hier wird am System nichts ändern. Und ich werde diese woche weiterhin 5 tage arbeiten, nine to six. Was bleibt mir anderes übrig? Was bleibt den tausenden Portugiesen? Was den Griechen? Die sind schon soweit, dass sie verrecken, wenn's darauf ankommt...
Ich würde es mir wünschen, dass ich den Neuanfang noch sehe. Ich habe keine Angst davor. Ich habe eher Angst davor wie es werden wird, wenn er ausbleibt.

Ps: excuse me für die schlechte formatierung. Handy ist Schuld - verdammte luxusprobleme. Zum Glück werden die für uns ja immer weniger und wir können uns wieder auf die elementaren Dinge konzentrieren. Essen und Arbeiten.

Freak
07.03.2012, 23:11
Ich finde, dass auch die Presse ihren Teil dazu beiträgt und die Fronten polarisiert mit Schlagzeilen wie in etwa "Die Griechen machen ihre Hausaufgaben nicht", "Die Krise kostet jeden Deutschen so und so viel" etc. Einerseits soll vermittelt werden, alle sind wir Europäer und müssen zusammenhalten. Andererseits wird die Angst geschürt, dass für Fremde Geld rausgeschmissen wird.

Hi Manuela:)

Wer mit solchen Schlagzeilen will den vermitteln: "Europäer müssen zusammenhalten"? Ist nicht genau das Gegenteil die Intention?

Und generell: liegt es nicht sowieso eigentlich im Auge des Empfängers der Nachricht, die Intention der message des Senders zu analysieren?

Genauso fatal ist es, die Deutschen als Nazis hinzustellen. Ich kenne kein Volk, das Völkermord derart aufarbeitet wie die Deutschen im allgemeinen.

Ähm, die Zwickauer Nazizelle, der ausgeprägte Rassismus in ländlichen Teilen Ostdeutschlands, aber auch z.B. im Ruhrpott, in Dortmund, relativiert Deine These meiner Meinung nach etwas. Ich erinner mich auch noch an Rostock-Liechtenhagen, Mölln oder Solingen.

Hörste das so auch aus anderen Ländern? Portugal oder Griechenland? Was ist so eine Aufarbeitung wert, wenn immer wieder Subszenen dem Rassismus huldigen? Und dabei noch zu großen Teilen vom deutschem Verfassungsschutz finanziert werden?

Ich muß bei dieser Thematik auch dazuerwähnen, dass mir die autonome Antifa nicht gerade fremd ist, sozusagen:) Ich engagier mich eigentlich schon seit über 20 Jahren in dem Bereich, angefangen hat dass alles mal im Vorstand eines Jugendhilfe e.V.



Hier ein link, der absolute Hammer! Max Keiser: Aproxima-se um holocausto financeiro enquanto a Alemanha ataca a Grécia - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=sR5m-u0nYX4&feature=youtu.be)

Na ja. Ich fühl mich da eh nicht angesprochen. Ich hab auch immer im Kopf, dass Deutschland Griechenland im zweitem Weltkrieg angegriffen, und okkupiert hat. Und, Merkel hat wohl auch zuerst losgepöbelt, in meiner Erinnerung.



Wer sind denn die Griechen? Zum einen die, die ihre Kinder im SOS-Kinderdorf abgeben,

Jepp, auch gesehen? Hammerharte Story:(

weil sie nicht mehr wissen, wie sie sie ernähren sollen, zum anderen wirklich die, die Jahrzehnte auf Kosten anderer ihren Reichtum anhäufen konnten. Wir dürfen auf gar keinen Fall aufhören zu differenzieren!

Völlig D'accord! Natürlich sollte man zuallererst die reichen Griechen "schröpfen". Bloss dann gibt es sicher auch in Griechenland viele Stimmen, die vor Republikflucht oder so warnen - die Diskussion kennt man in D ja auch zur Genüge.

Meine Meinung dazu ist ja nach wie vor: Reisende soll man nicht aufhalten:)




Wie soll ausserdem jemand, der noch nie länger im Ausland war, ein Gefühl für Europa haben? Das merkt man ja schon bei den meisten dt. Politikern, die wissen doch gar nicht was Sache ist und wie port. oder griechische Familien wirklich leben und wieviel sie arbeiten müssen, um den Standard eines Hartz-IV-Empfängers zu haben.

Ähm, was so regelmäßig an Deutschlands Tafeln die letzten Jahre los ist, hast Du aber auch mitbekommen? Ich lebte 10 Jahre in Hamburg, umsonst intoniert mein Eingangsstaetement deswegen auch nicht die ganzen älteren Flaschensammler. Die kennt wohl jeder Hamburger.

Dazu begrüßte dann "1.000 neue Einkommensmillionäre". Das Kapital (sozusagen "die Reichen" legt sich jedes Jahr so gewieft irgendwo an, dass sich die Rendite in den letzten 10 Jahren derart gewinnbringend auswirkt, mittlerweile gehört glaube Ich 60% des gesamten Geldvermögens gerade einmal 10 % der Bevölkerung. Was ist dass hier eigentlich, eine feudale Standesgesellschaft? Zugewanderte Türkenkinder mit Hauptschulabschluß, haben die jemals die Chance (es geht ja einigen immer um "Leistungsgerechtigkeit") in die elitären Zirkel der Abgänger von teuren Privatunis einzusteigen? Oder auch der Sohn von Oma Lieschen Müller, den die ganz normalen studiengebühren schon abschrecken?

Die brachliegende Intelligenz in der Birne ist ja eigentlich "dieselbe", oder?

Das sind auch so meine Gedanken.




Eine griechische Freundin ist langsam total frustriert und verzweifelt und will mit ihrer Familie nach D., sollte sie einen Job finden. Kinder haben ist hier in P. z.B. ein Luxus und Privatsache, weil man mit 20€ Kindergeld einfach nichts anfangen kann und der Staat nicht viel ausser kostenlose Schule bietet.

Ja, und nun werden ausgerechnet die ganz Armen noch überdurchschnittlich geschröpft, weil "der Staat" als Marihounette an den Fäden von Ratingagenturen und "der Finanzmärkte", an denen die richtig Reichen zocken, Renten usw. zusammenstreicht. Oder eben Kindergeld.

Ich mein, oder täuscht das?

Ein Staat ist nun einmal kein Unternehmen. das kann pleite gehen. Wenn ein Staat pleite geht, sterben womöglich Menschen. Das haste bei Arbeitnehmern so nicht.

Mal so zum Grundsätzlichem.



Karl Marx hatte sicher gute Ansätze, in der Praxis funktioniert Kommunismus nicht. Politik sollte idealerweise den Menschen dienen, nicht umgekehrt. Politik sollte Individualismus und Leistungsfähigkeit fördern, auf der Basis von Moral und Respekt. Deshalb sollte meiner Meinung Sozialkunde an allen Schulen ein Hauptfach sein! Kommunismus missachtet die Eigenschaft des Menschen, nach höherem zu streben. Es gibt ein gutes Buch eines griechischen Schriftstellers, der das an einer wahren Geschichte aufzeigt, kann ich empfehlen: Eleni von Nicholas Gage.

Oh, wir könnten uns sicher richtig fetzen, ich merk das schon:)

Das durch und durch durch nackten Egoismus angetriebene Kapitalakkumulationsstreben einiger, die dieses Wirtschaftssystem ausdrücklich ermuntert, und unterstützt, wird von Dir also als "das Streben nach Höherem" verklärt?

Ich bin mir da insgesamt nicht so sicher.


Es ist nun schon ein langer Beitrag und ich hab einfach nur so meine Gedanken aufgeschrieben. Worauf ich hinaus will, weiss ich selber noch nicht.


ChiChi, hey, genau das ist glaube Ich der Sinn der Sache hier:) Mir gehts mitunter sicher genauso.:)

Sir Iocra
07.03.2012, 23:16
Solange unsere Wirtschaft auf Wachstum basiert ist werden die Probleme immer grösser. Für mich gibt es kein endloser Wachstum, wie die Politiker uns Weis machen wollen.
Interessant war am vergangenen Sonntag ein Interview mit Herrn van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates - ihr wisst schon der Mann, der aussieht wie ein Briefträger in Vorruhestand- im Niederländisch/Belgischen TV.
Zu Weihnachten hat er allen Staats- und Regierungschefs das Bucht ' The world of Happiness' geschenkt.
Auf die Frage, wie Europäer in Zukunft noch glücklich sein können, gab er für mich eine sehr interessante Antwort.
Er sagte, dass die Wirtschaft seit Jahrzehneten auf Wachstum beruht. Dieser Wachstum ist aber auf Neid basiert. Das heisst, der Mensch ist immer neidisch auf die Personen in seiner Umgebung und will mehr damit er zeigen kann: 'Schau´mal was ich habe oder geschaffen habe'. Dieser Neid gibt es nicht nur bei einzelnen Individuen aber auch zwischen Staaten. Dieser Neid kurbelt die Wirtschaft an und die Produktion nimmt zu. Wenn man aber die Leute fragt ob sie glücklicher geworden sind, weil sie mehr zur Verfügung haben oder mehr Produkte haben um das Leben zu erleichtern so stellt man fest, dass die Leute nicht glücklicher geworden sind (auch nicht unglücklicher). Er sagt wir müssen lernen zufrieden (in Niederländisch 'tevreden' ein wunderschönes Wort wie er sagte, denn es schliesst den Kampf um immer 'mehr' aus) zu sein mit dem was wir haben und den gesamten Mist den man nicht braucht ( hier sagt Sir Iocra zum Beispiel Apple Produkte) über Bord zu werfen. Die Produktion soll allen zu Gute kommen denen es nicht gut geht. Ich glaube nicht, dass seine Überlegung die aktuellen Probleme lösen, aber es hat mich immens gefreut, dass das Thema jetzt mal diskutiert wird. Eigentlich ist es das Gleiche was der Dalai Lama sagt: Sorge zuerst dafür dass du zufrieden bist und dann die Personen in deiner direkten Umgebung.
Johan

Freak
08.03.2012, 00:06
@ Olive

Danke. Mit Dir lieg ich ziemlich auf einer Wellenlänge, nicht viel hinzuzufügen, bis auf dass man seinen Job natürlich auch einfach mal schmeißen kann, wenn es zuviel wird. Nur keine Panik:) Aus reinem Trotz spendier Ich Dir aber nun einfach mal ein Glas Moet Chandon, so...."Die fetten Jahre sind vorbei!" mäßig, hehe:fies:

Biste in Portugal? Wo da ungefähr?

Olive
08.03.2012, 01:35
Er sagte, dass die Wirtschaft seit Jahrzehneten auf Wachstum beruht. Dieser Wachstum ist aber auf Neid basiert. Das heisst, der Mensch ist immer neidisch auf die Personen in seiner Umgebung und will mehr damit er zeigen kann: 'Schau´mal was ich habe oder geschaffen habe'. Dieser Neid gibt es nicht nur bei einzelnen Individuen aber auch zwischen Staaten. Dieser Neid kurbelt die Wirtschaft an und die Produktion nimmt zu. Wenn man aber die Leute fragt ob sie glücklicher geworden sind, weil sie mehr zur Verfügung haben oder mehr Produkte haben um das Leben zu erleichtern so stellt man fest, dass die Leute nicht glücklicher geworden sind (auch nicht unglücklicher). Er sagt wir müssen lernen zufrieden (in Niederländisch 'tevreden' ein wunderschönes Wort wie er sagte, denn es schliesst den Kampf um immer 'mehr' aus) zu sein mit dem was wir haben und den gesamten Mist den man nicht braucht ( hier sagt Sir Iocra zum Beispiel Apple Produkte) über Bord zu werfen. Die Produktion soll allen zu Gute kommen denen es nicht gut geht.

Ich habe mir da schon öfters drüber Gedanken gemacht, auf welche Arten man diesem Druck entgehen kann. Es gibt da ja keine Allheillösung.

Aussteigen? So gut das eben geht in einer fast vollständig globalisierten Welt, in der es keine großen Geheimnise mehr zu entdecken gibt. Der wilde Westen ist erschlossen, die letzten unzugänglichen Regenwaldgebiete werden langsam "begehbar" gemacht...
Wer das Geld hat kann in 20 Stunden auf der anderen Seite der Erde sein, am Arsch der Welt, oder in New York.
(Wer Geld hat kann sich auch einen Löwen im Garten halten, einen Liliputaner auf nem Einrad rund um die Uhr zur Unterhaltung der Kinder bereithalten oder sich ein eigenes Inselparadies kaufen - alles vollkommen überflüssig, aber eben problemlos machbar...)

Großartige Freiräume gibt es ja kaum noch. Die Ländereien sind verteilt, die Systeme etabliert. Mal eben den Kommunismus in Luxemburg ausrufen ist nicht mehr drin. Vlt Kommunen? Alternative Geldsysteme? Da gibt es zumindest Ansätze, aber die werden stets missträuischst beäugt und nach Belieben auch entfernt (wie hieß doch gleich diese holländische selbstverwaltete, steuerbefreite Gemeinde?).
Sprich: Aussteigen kann man zwar, ist aber mit erheblichem Verzicht und weiteren Schwierigkeiten verbunden (ganz ohne Geld geht weiterhin nicht...)
Klar kann ich mich als Einsiedler aufn Berg hocken und nur noch mein Gemuese knabbern, wer das wirklich will, kann das sicher tun (und hat meinen tiefsten Respekt).
Für mich ist das nix. Soziale Kontakte, Kultur (sogar mit Pop- davor), Informationen, bestimmte Hobbies, ärztliche Versorgung, all das sind Dinge, auf die ich nicht verzichten kann/will. Ich bin zu sehr in dieses System reingewachsen, als dass ich mich in meinen Trailer in Barâo verkriechen könnte und mir der tägliche Spliff zum Seelenheil genügen würde...

Sprich, was mir bleibt, ist mich anzupassen, in Grenzen, die ich mir selbst guten Gewissens zumuten will.
Mir eben nicht vorschreiben zu lassen, wie mein Lebenslauf auszusehen hat. Mich nicht zum Niedriglohnsklaven degradieren zu lassen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, und wenn das halt heißt, das ich woanders hinziehen muss, dann ist das halt so. Flexibilität wird ja immer wieder von Arbeitnehmern gefordert, wobei die meine Ansicht damit sicherlich nicht meinten...
Fakt ist, es wird schwerer seinen lebenswürdigen Platz in der Welt zu behaupten. Und man ist schon lange nicht mehr seines eigenen Glückes Schmied, die Zeiten sind lange vorbei...
Ich darf froh sein, eine ordentliche Schulbildung erhalten zu haben und in einem gesunden Familienklima groß geworden zu sein wodurch sich mir die Situation ja noch tausendfach besser darstellt, als so manchem armen Schlucker aus prekäreren Verhältnissen. Ich habe es ja in Deutschland gesehen - das Elend mit Leiharbeitern. In Australien wurden die Inder zuerst durch die Felder gescheucht, damit sie die Schlangen verschrecken....
Und auch hier in Portugal leben die Leute mit absoluten Hungerlöhnen bei Vollzeitstellen. Ganz zu schweigen von Akademiker- und Jugendarbeitslosigkeit.
Und realitätsferne Politiker beklagen sich, dass sie mit 6000€ im Monat nicht zurechtkommen. So viel Chuzpe muss man erstmal haben.

Kein Politiker wird jemals in die Situation kommen, Hartz 4 zu beziehen, dabei hätten fast alle diese Erfahrung einmal bitter nötig...

Entschuldigung das ist alles ein wenig wirr, das ist weil ich immer so viel auf einmal von der Seele haben will. Egal, ich hoffe die Intention hinter den Worten ist trotzdem ersichtlich...

Danke. Mit Dir lieg ich ziemlich auf einer Wellenlänge, nicht viel hinzuzufügen, bis auf dass man seinen Job natürlich auch einfach mal schmeißen kann, wenn es zuviel wird. Nur keine Panik:) Aus reinem Trotz spendier Ich Dir aber nun einfach mal ein Glas Moet Chandon, so...."Die fetten Jahre sind vorbei!" mäßig, hehe:fies:

Biste in Portugal? Wo da ungefähr?

Danke bin kein so großer Fan von teurem Schaumwein, ich bleib' meinem Bierchen treu.
Nicht dass er keine Daseinsberechtigung hätte, ich mag nur das pricklige Gesöff nicht so sehr. :)

Ich wohn' mit meiner Freundin in Monchique. Sind auch noch ein Weilchen hier, vlt trifft man sich hier unten ja mal. ;)
Psytrance und Goa ist eher nicht so meins, dachte erst das Boom wäre da was für mich...aber falls du in dem Dunstkreis noch 'nen schönes DnB-Festival in Portugal kennen würdest, wäre ich über 'nen Hinweis sehr erfreut. :fies:

Felisina
08.03.2012, 08:20
Eine Meinung dazu gefunden.......

Michael Mross - Geldsystemkrise (http://www.youtube.com/watch?v=P3Ake6hSqd8)


:D

Manuela
08.03.2012, 09:54
Hallo Felisina!

Danke für den link!

Hallo Freak!

"Ähm, die Zwickauer Nazizelle, der ausgeprägte Rassismus in ländlichen Teilen Ostdeutschlands, aber auch z.B. im Ruhrpott, in Dortmund, relativiert Deine These meiner Meinung nach etwas. Ich erinner mich auch noch an Rostock-Liechtenhagen, Mölln oder Solingen.

Hörste das so auch aus anderen Ländern? Portugal oder Griechenland? Was ist so eine Aufarbeitung wert, wenn immer wieder Subszenen dem Rassismus huldigen? Und dabei noch zu großen Teilen vom deutschem Verfassungsschutz finanziert werden?" (Tut mir leid, das mit dem Zitieren krieg ich irgendwie nicht richtig hin!?)

Ja, es ist natürlich richtig, was du sagst und die Neonazi-Szene ist ein düsteres Kapitel.
Was ich mit Aufarbeitung meinte ist: Es wird offen zugegeben, dass es einen Völkermord gab, Gedenkstätten errichtet und gepflegt, um zu vermitteln, dass so etwas nicht wieder passieren darf. Andere Länder sind da weit davon entfernt! Denk an die Armenier, oder was in manchen Kolonien angerichtet wurde.
Den Umgang mit der Finanzkrise in Zusammenhang mit der Nazi-Vergangenheit zu bringen ist einfach der Hammer!

"Oh, wir könnten uns sicher richtig fetzen, ich merk das schon:)

Das durch und durch durch nackten Egoismus angetriebene Kapitalakkumulationsstreben einiger, die dieses Wirtschaftssystem ausdrücklich ermuntert, und unterstützt, wird von Dir also als "das Streben nach Höherem" verklärt?"

Da hast du mich total falsch verstanden! Ich habe mich nicht auf den Kapitalismus bezogen, sonder erklären wollen, warum Kommunismus nicht funktioniert! Ich finde, dass jeder Mensch so viel Freiheit, Selbstbestimmung und Entwicklungsmöglichkeiten wie möglich haben sollte ganz allgemein im Leben. Je vielfältiger die Gesellschaft ist, desto mehr profitiert der einzelne wiederum von der Allgemeinheit. Im Kommunismus ist das nicht erwünscht! Mehr Freiheit etc. erfordert aber auch mehr Verantwortung, Empatie, Proaktivität. Diese Eigenschaften sind dem Mensch nicht unbedingt in die Wiege gelegt! Deshalb ist ein gut funktionierendes Bildungssystem so wichtig, wo nicht nur pures Wissen, sondern auch soziale Kompetenzen vermittelt werden! Mit nach höherem streben, meine ich nicht auf Kosten anderer Geld anzuscheffeln, sondern sich entwickeln dürfen, anders sein dürfen.

Grüsse von Manuela

K.P.
08.03.2012, 10:35
warum Kommunismus nicht funktioniert! Ich finde, dass jeder Mensch so viel Freiheit, Selbstbestimmung und Entwicklungsmöglichkeiten wie möglich haben sollte ganz allgemein im Leben. Je vielfältiger die Gesellschaft ist, desto mehr profitiert der einzelne wiederum von der Allgemeinheit. Im Kommunismus ist das nicht erwünscht!

Kurzer Zwischenruf:
Der Marxsche Grundsatz war, dass die „freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die Entwicklung aller“ ist. Da steckt Freiheit drin und der Vorrang des Individuums.

Manuela
09.03.2012, 08:30
Hallo K.P.,

ja, ich hab mich falsch ausgedrückt, indem ich pauschal geschrieben habe, dass diese Entwicklung im Kommunismus nicht erwünscht sei. Marx folgerte ja sogar, dass nach den ganzen Veränderungen, genau so eine Entwicklung einsetzen würde.

In der Praxis aber, wird eine individuelle Persönlichkeitsentwicklung im Keim erstickt und das Gemeinwohl vorne angestellt. Ausserdem ist es viel einfacher, eine breite Masse zu regieren, als einen Haufen Individualisten.

Was ist denn deine Meinung zu dem Thema, K.P.?

Gruss Manuela

Freak
09.03.2012, 14:48
@freak
ola,
da hat sich jemand in dieses forum verirrt,dessen sprache ich verstehe.
goa,bedingungslosesgrundeinkommen,gas, wasser, strom,kankenfürsorge?,ect
in öffendlicher hand ,banken verstaatlichen......
da hast du meine volle unterstützung......

leider kann ich den meisten gedankengängen die in diesem forum geäussert werden nicht folgen,
steh dann immer wie der ochs vorm berg,
und denke......
warum schaff ich es nicht mich in die gedanken welt dieser menschen hineinzudenken....
irgendwas fehlt mir da.....phantasie?.
information wohl eher nicht.....
muss an meinem vorstellungsvermögen liegen.....

ex hummer/hügel henry,interessiert wie es mit den banken weitergehen soll....

was machen wir mit diesen mental behinderten erfolgsmenschen..(den bankern)...?
vielleicht muss ja gar nicht alles verstaatlicht(enteignet?) werden......

jahrzehnte haben wir unsere krankenkassen selbstverwaltet.....
und sind gut damit gefahren ,bis helmut das geld der kassen brauchte um seinen osten zu finanzieren,und die privaten geschäfte witterten.....
wieso nicht in die selbstverwaltung gehen ,bei gas wasser strom ect.
bei den allgemeinen ortskrankenkassen lief das so
das die jenigen die die gelder eingezahlt haben
hinterher auch bestimmthaben, was mit dem geld geschiet.

nur gibt es bei solchen veranstaltungen nichts zu verdienen.....
die kosten freizeit...unseere freizeit.....
ist noch jemand bereit seine zeit der öffendlichkeit unendgeldlich zur verfügung zu stellen.....?
oder geht es uns noch zu gut?

unter staalicher verwaltung funktioniert ja nicht.haben wir ja nach 40 jahren beendet das experiment....
und da bräuchten wir eine neue regierung....eine die bereit wäre die steuern zu erhöhen...
spitzensteuersätze um die 60/70%....
das abschaffen der rot/grünen hartz 4 versklavung
und überhaupt,wie werden wir die mit zweidrittel mehrheit beschlossene schuldenbremse wieder los?
wenn die öffendliche hand kein geld mehr leihen darf,wo legen denn die versicherungen denn unser rentengeld an?
bei den amerikanern?
und wie verhindern wir ,das uns die terroristen/banker nicht mit dem geld weglaufen ,das sie uns gestohlen haben?
wow.....so viele ???????
schönen tag noch
bonnie
bom shiva


Hi bonnie, Dich hatte ich ja beinahe vergessen, entschuldige!:)

Ja, ich sehe daß alles ungefähr genauso, zu den selbstverwalteten Ortskrankenkassen kann ich so mangels Einlick und Erfahrung nicht so viel sagen, allerdings, als langjährig aufgrund der Freiberuflichkeit privatversicherter, der "in den Genuß" der Beitragsrückboni kam, führten diese schlussendlich dazu, dass ich gar nicht mehr zum Arzt ging - als aber eh schon nahezu nie kranker Mensch, glücklicherweise.

Der Gedanke war quasi während der Jahre immer: schaffste das noch ohne Arzt, oder riskierste die 300 Euro Boni - und zusätzlich natürlich die Aussicht auf erheblich mehr Boni in der Zukunft, denn nach nem "Schadensfall", sprich "Erkrankung" fängste ja wieder bei Null an.

Damit intentionierst Du natürlich direkt Selbstmedikation, und so bin ich dann eben selbst mit nem zumindest Bänderanriß, wenn nicht gar ganz Riß, einfach ebenfalls nicht zum Doc, und hab das 4 Wochen selbst auskuriert.

Ganz tolle Kiste, der Knöchel tut mir heute noch manchmal weh.

Ich kenn aber auch gar nicht versichert, oder eben gesetzlich versichert. Vor meinem Griechenlandtripp, als eh schon alles gekündigt war, musste (natürlich) ausgerechnet noch so ein Zahn raus. Da biste ohne Versicherung mit 80 Euro dabei:)

Was auch gar nicht geht, sind unterschiedliche Wartezeiten unabhängig von der Schwere der Erkrankung! Selbst im Familienkreis erlebt, dass ein Termin bei einem Internisten mit Mal 4 Wochen dauerte - dabei hätte es wirklich ernst sein können...ins Fäustchen gelacht haben sich während der vier Wochen dann aber die Privatversicherten.

Mich kotzt dass auch alles ziemlich an, die Praxisgebühr ist das nur daß I-Tüpfelchen, meine Fresse ne...

Besten Gruß, Freak, der gerne Deine Sprache spricht.

Freak
09.03.2012, 15:11
Danke bin kein so großer Fan von teurem Schaumwein, ich bleib' meinem Bierchen treu.
Nicht dass er keine Daseinsberechtigung hätte, ich mag nur das pricklige Gesöff nicht so sehr. :)

Hi, Olive nochmal, der Schampus kommt bei den femininen Wesen für gewöhnlich nicht so schlecht an, und ich hatte dass irgendwie noch nicht auf dem Schirm, dass Du, ähem, hehe:) Ja, klar, bin auch Pilstrinker.

Ich wohn' mit meiner Freundin in Monchique. Sind auch noch ein Weilchen hier, vlt trifft man sich hier unten ja mal. ;)

Cool, in Tavira schlag ich z.B. auf jeden Fall nochmal auf - wenn ich denn irgendwann da bin!:)



Psytrance und Goa ist eher nicht so meins, dachte erst das Boom wäre da was für mich...aber falls du in dem Dunstkreis noch 'nen schönes DnB-Festival in Portugal kennen würdest, wäre ich über 'nen Hinweis sehr erfreut. :fies:


Hey, leider nicht! DnB ist mir etwas zu untanzbar, hören kann ich dass aber echt wohl, hab auch ein paar Sachen hier. Na, Boom geht aber schon in die Richtung, haben ja mittlerweile auch andere Sachen an Bord - ist nicht mehr nur Psytrance:-) Gruß, Chris.