kailew
08.03.2011, 22:53
Hallo liebe Teilnehmer,
ich möchte hier aus aktuellem Anlass die Gelegenheit nutzen und einige Gedanken zur Schiedsstelle vortragen.
1. Die Schiedsstelle ist kein konfrontatives Organ.
Es kann nicht Aufgabe der Schiedsstelle sein, die Konfrontation mit der Forumsleitung zu suchen. Wenn ich lese "Stachel im Fleisch, der nicht automatisch Pro-Forum entscheidet" dann ist das nicht nur von der Sprache her der völlig falsche Ansatz. Die Schiedsstelle ist ein Gremium, das keinerlei wirkliche Befugnisse hat und auch nicht haben kann, sondern lediglich Vorschläge machen soll. Sie soll dazu dienen, in einer aufgeheizten Situation den Druck aus dem Kessel zu lassen. Es ist ja immer noch so, dass der Betreiber des Forums dafür die Verantwortung alleine trägt. Da das in entsprechenden Situationen immer auch mit psychischem Stress verbunden ist, kann es nicht schaden eine Institution zu haben, die die Sache mal von einer anderen Seite betrachtet und versucht, Kompromissvorschläge auszuarbeiten und vorzulegen.
2. Die Schiedsstelle muss ein Vertrauensverhältnis haben.
Es ist meines Erachtens unabdingbar, dass die Schiedsleute ein grundsätzliches Vertrauensverhältnis sowohl zu den Teilnehmern wie auch zur Forumsleitung besitzen oder aufbauen können. Da in Konfliktfällen auch häufig Dinge verhandelt werden, die zwar von Interesse für Dritte aber nicht für diese bestimmt sind, muss auch durch die Personen gewährleistet sein, dass dieses Vertrauen gewahrt bleibt. Das ist eindeutig nicht der Fall, wenn man erst Verträge über die Geheimhaltung unterzeichnen muss. Wer von vorneherein zugibt, der Forumsleitung kritisch bis ablehnend gegenüberzustehen, ist meines Erachtens nicht geeignet. Das bedeutet nicht, dass es nur genehme Kandidaten geben darf. Aber Ablehnung ist eben keine Neutralität - und um die geht es.
3. Die Schiedsstelle ist kein Betriebsrat. Die Schiedsstelle wird von allen Teilnehmern des Forums gewählt - auch von Admins und Moderatoren - und ist keine Interessenvertretung der User "gegen" die Forumsleitung. Sowas würde wegen der rechtlichen Gegebenheiten auch keinen Sinn machen. Die Schiedsstelle entscheidet im Übrigen auch nicht, sondern macht von dritter Seite Vorschläge, wie ein Konflikt zu lösen sein könnte. Dabei kommt es in meinem Augen mehr auf sehr viel Fingerspitzengefühl als auf Durchsetzungsvermögen an.
Wegen dieser Gegebenheiten halte ich persönlich auch Wahlkampf für nicht zielführend. Wem man Fingerspitzengefühl zutraut und zu wem man Vertrauen hat, weiß man recht schnell - wer die User zu wenig kennt, macht eh kaum bei der Wahl mit.
Was technische Einschränkungen betrifft, wer wählen darf und wer gewählt werden darf sind diese zwar teils umzusetzen, aber mit einem durchaus erheblichem Aufwand. Ich würde daher ganz gerne auch künftig auf derartige Dinge verzichten.
Kai
ich möchte hier aus aktuellem Anlass die Gelegenheit nutzen und einige Gedanken zur Schiedsstelle vortragen.
1. Die Schiedsstelle ist kein konfrontatives Organ.
Es kann nicht Aufgabe der Schiedsstelle sein, die Konfrontation mit der Forumsleitung zu suchen. Wenn ich lese "Stachel im Fleisch, der nicht automatisch Pro-Forum entscheidet" dann ist das nicht nur von der Sprache her der völlig falsche Ansatz. Die Schiedsstelle ist ein Gremium, das keinerlei wirkliche Befugnisse hat und auch nicht haben kann, sondern lediglich Vorschläge machen soll. Sie soll dazu dienen, in einer aufgeheizten Situation den Druck aus dem Kessel zu lassen. Es ist ja immer noch so, dass der Betreiber des Forums dafür die Verantwortung alleine trägt. Da das in entsprechenden Situationen immer auch mit psychischem Stress verbunden ist, kann es nicht schaden eine Institution zu haben, die die Sache mal von einer anderen Seite betrachtet und versucht, Kompromissvorschläge auszuarbeiten und vorzulegen.
2. Die Schiedsstelle muss ein Vertrauensverhältnis haben.
Es ist meines Erachtens unabdingbar, dass die Schiedsleute ein grundsätzliches Vertrauensverhältnis sowohl zu den Teilnehmern wie auch zur Forumsleitung besitzen oder aufbauen können. Da in Konfliktfällen auch häufig Dinge verhandelt werden, die zwar von Interesse für Dritte aber nicht für diese bestimmt sind, muss auch durch die Personen gewährleistet sein, dass dieses Vertrauen gewahrt bleibt. Das ist eindeutig nicht der Fall, wenn man erst Verträge über die Geheimhaltung unterzeichnen muss. Wer von vorneherein zugibt, der Forumsleitung kritisch bis ablehnend gegenüberzustehen, ist meines Erachtens nicht geeignet. Das bedeutet nicht, dass es nur genehme Kandidaten geben darf. Aber Ablehnung ist eben keine Neutralität - und um die geht es.
3. Die Schiedsstelle ist kein Betriebsrat. Die Schiedsstelle wird von allen Teilnehmern des Forums gewählt - auch von Admins und Moderatoren - und ist keine Interessenvertretung der User "gegen" die Forumsleitung. Sowas würde wegen der rechtlichen Gegebenheiten auch keinen Sinn machen. Die Schiedsstelle entscheidet im Übrigen auch nicht, sondern macht von dritter Seite Vorschläge, wie ein Konflikt zu lösen sein könnte. Dabei kommt es in meinem Augen mehr auf sehr viel Fingerspitzengefühl als auf Durchsetzungsvermögen an.
Wegen dieser Gegebenheiten halte ich persönlich auch Wahlkampf für nicht zielführend. Wem man Fingerspitzengefühl zutraut und zu wem man Vertrauen hat, weiß man recht schnell - wer die User zu wenig kennt, macht eh kaum bei der Wahl mit.
Was technische Einschränkungen betrifft, wer wählen darf und wer gewählt werden darf sind diese zwar teils umzusetzen, aber mit einem durchaus erheblichem Aufwand. Ich würde daher ganz gerne auch künftig auf derartige Dinge verzichten.
Kai