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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zufällig auch ein Steuerprofi an Bord?


HugoHiasl
31.10.2010, 11:17
Hallo,

ich bin freiberuflicher Informatiker und arbeite vorwiegend für einen globalen Kunden. Diesem wäre es egal, bis sehr recht, wenn ich ein Unternehmen in Europa gründen würde, um Problemen wie der Scheinselbständigkeit usw. aus dem Weg zu gehen.

Diese treffen zwar auf mich nicht wirklich zu, aber nach einem ausgiebigen Duell mit der Steuersachbearbeiterin, die mit abstrusesten Ansätzen meine Betriebsausgaben streichen wollte, bin ich nun gewillt, mir ein nerverschonendes und steueroptimiertes Firmenkonstrukt zuzulegen.

Ich habe von der Möglichkeit gelesen, eine LDA. & Com. zu gründen. Angeblich werden Ausschüttungen an Mitunternehmer laut DBA bis auf einen Progressionsvorbehalt nur in Portugal versteuert, auch wenn der Mitunternehmer in Deutschland wohnhaft ist.

Kennst sich zufällig jemand mit dieser Materie aus?

Ich würde in diesem Fall nämlich gerne auf Madeira eine LDA. & Com. gründen.

Ich wäre für jeden Hinweis und Rat dankbar.

Viele Grüsse
HugoHiasl

Manuela
02.11.2010, 12:07
Hallo HugoHiasl,

bin kein Steuerprofi was port. Steuerrecht betrifft. Bin zwar gelernte Steuerfachgehilfin aus D., aber das port. Steuerrecht und dessen Handhabung weicht vom deutschen ab.

Ich kann dir nur raten, dich an einen guten, port. Steuerberater zu wenden!!! Das Geld ist sicher gut investiert!

Auf Madeira eine Firma zu Gründen, ist sicherlich eine gute Idee, weil die 15 bzw. 20% IRC wegfallen. Solltest du nicht selbst auf Madeira wohnen oder dich aufhalten, brauchst du dort einen zuverlässigen Partner. Du kannst natürlich eine andere Adresse z.B. in D. für deine Post angeben. Finanzamt, Seg. Social etc. senden aber ausschließlich an den Firmensitz und die Post wird nicht nachgesandt!

Schon bei der Gründung einer Lda. sind wichtige Schritte einzuhalten und deshalb ist ein Steuerberater sehr hilfreich. Selbst fließende Sprachkenntnisse reichen oft nicht aus. Es war schwierig, meine Tätigkeit als Kinderbuchautorin beim Finanzamt anzumelden, weil sich die Sachbearbeiter beim FA nicht einig waren, wie sie einzuordnen sei. Erst der Chef konnte eine Lösung für die Situation finden.

Ich habe bisher mehr gute als schlechte Erfahrungen beim Finanzamt gemacht. Aber es ist so, daß die Mitarbeiter oft sehr bemüht sind, aber nicht alles zu wissen scheinen. Wer die Formulare aber unterschreibt, ist der Steuerpflichtige, der dann auch dafür gerade stehen und bezahlen muß, wenn er beim FA nicht richtig beraten wurde!

Ich würde an deiner Stelle mit einem guten Steuerberater sprechen!

Viele Grüße von Manuela